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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 24. Mai 2018

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Ackermanns neue CSR- Offensive

Corporate Social Responsibility

Frankfurt am Main

„Soziale Verantwortung muss selbstverständlicher Teil unseres Denkens und Handelns sein“, sagte Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutschen Bank, gestern vor der Presse in Frankfurt und machte auf die geplante Neuausrichtung des CSR- Bereiches des Unternehmens aufmerksam.

Die Deutsche Bank wolle ihr gesellschaftliches Engagement künftig stärker in Geschäftsprozesse und geschäftliche Entscheidungen integrieren.

„Wichtigste soziale Verantwortung“ bleibe es jedoch „international wettbewerbsfähig zu sein, Gewinne zu erwirtschaften und als Unternehmen zu wachsen“, so Ackermann. „Nur dann können wir dauerhaft Wert schaffen für unsere Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und für die Gesellschaft insgesamt – als Anbieter attraktiver Produkte und Dienstleitungen, als Arbeitgeber, als Steuerzahler und auch als Mäzen.“

Die CSR- Aktivitäten des Unternehmens sollen sich künftig auf die Handlungsfelder: Talente fördern (Bildung), Chancen eröffnen (Soziales), Kreativität entwickeln (Kunst), Zukunft bewahren (Nachhaltigkeit) und Engagement beweisen (Corporate Volunteering) konzentrieren.

Ackermann informierte gestern die rund 80.000 Mitarbeiter des Unternehmens persönlich über die neue CSR- Offensive und forderte sie zum Mitmachen auf. Die Bank will künftig das freiwillige und persönliche Engagement ihrer Mitarbeiter mit bezahlter Freizeit finanziell unterstützen. „Der ehrenamtlichen ,Leistung aus Leidenschaft‘ unserer Mitarbeiter kommt eine besondere Bedeutung zu“, so Ackermann. „Am glaubwürdigsten ist gesellschaftliches Engagement, wenn es ganz persönlich ist.“

Dr. Josef Ackermann erklärte jedoch nicht, wie sich der Grundwiderspruch zwischen dem Hauptziel: Renditenmaximierung der von Bundespräsident Horst Köhler als „Monster“ bezeichneten Finanzmärkte und einem nachhaltig- verantwortlichen Wirtschaften nach ethischen Kriterien lösen lässt und so könnte es sich auch bei dieser Offensive wieder um ein von Horst Köhler als „Rundum- Sorglospaket“ kritisiertes „Scheinengagement“ handeln.

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