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Analyse belegt Bienensterben durch Bayer-Pestizid

Dramatisches Massensterben der Bienen in Südwestdeutschland

Braunschweig

Foto: © Ethiker

Die Ursache für das rätselhafte Bienen- Massensterben in Südwestdeutschland ist gefunden.

Das Braunschweiger Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (Julius Kühn- Institut) teilte nach umfangreichen Analysen mit, es wäre eindeutig davon auszugehen, dass Clothianidin hauptsächlich für den Tod der Bienen vor allem in Teilen Baden- Württembergs verantwortlich ist.

Clothianidin ist ein Pestizid, das in Saatgut- Beizmitteln der Firma Bayer CropScience enthalten ist. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat gestern für 8 entsprechende Saatgutbehandlungsmittel das Ruhen der Zulassung mit sofortiger Vollziehung angeordnet.

„Wir bewegen uns in einem juristisch prekären Bereich“, sagte Stefanie Hahn, Sprecherin des Julius-Kühn-Instituts (JKI) vor Abschluss der Untersuchungen. Es gehe schließlich darum, wer wem den entstandenen Schaden zu ersetzen habe.

„Die Schadenserhebung im von Bienensterben betroffenen Oberrheingebiet ist weitgehend abgeschlossen. Die erhobenen Daten werden derzeit vom Regierungspräsidium Freiburg aufgearbeitet. Parallel dazu laufen die Verhandlungen mit den Imkerverbänden über eine finanzielle Hilfe für die geschädigten Imker an. Diese sollen zügig abgeschlossen werden, damit die ersten Zahlungen schon Anfang Juli erfolgen können“, sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Freitag.

Im Rahmen der Schadenserhebung haben 700 Imker bei den Landratsämtern Schäden an knapp 11.500 Bienenvölkern gemeldet.

Im Rahmen eines Expertenhearings werden am 20. Juni in Karlsruhe die bisherigen Untersuchungsergebnisse und Analysen nochmals vorgestellt. Neben Vertretern der Imker- und Bauernverbände sowie des Naturschutzes sind auch Firmen der Saatgutwirtschaft und der Pflanzenschutzindustrie zu diesem Treffen eingeladen.

„Wir brauchen nicht nur eine vorbehaltslose Aufklärung der Ursachen, um derartige Schäden zukünftig zu vermeiden, sondern auch ein weiteres Monitoring“, betonte Minister Peter Hauk.

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Webtipps: >> Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

>> Julius Kühn- Institut

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