Siemens - Korruptionsaffaire
Angeklagter Ex-Siemens Manager belastet Vorgesetzte
München
Der vor dem Münchener Landgericht wegen Untreue in 38 Fällen angeklagte ehemalige Siemens-Manager Reinhard Siekaczek zeigte sich geständig und belastete in seiner Aussage während des Prozessauftakts am Montag auch den ehemaligen Zentralvorstand des Konzerns um Pierer. Dieser hätte von den Schmiergeldzahlungen gewusst.
Siekaczek sagte, er habe beim Aufbau des Systems schwarzer Kassen auf Anweisung seiner Vorgesetzten gehandelt. Er habe in den Jahren 2001 bis 2004 auf diesem Weg über 50 Millionen Euro ins Ausland geschleust.
Diese Schmiergeldzahlungen wären ihm zuwider gewesen, doch:
“Das ist so, wie wenn ein ICE mit 250 km/h auf einen Bahnhof zurast”, verteidigte sich Siekaczek. “Den können Sie auch nicht so einfach stoppen.”
Das Gericht hat auch den früheren Siemens-Chef Heinrich von Pierer als Zeugen geladen.
>> siehe auch: “Prozessauftakt im Siemens- Schmiergeldskandal”










