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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Anklage gegen Greenpeace- Mitarbeiter

Ungerechfertigte Anklage gegen Walschützer in Japan

Japan

Gegen zwei Greenpeace- Mitarbeiter wurde gestern in Japan Anklage erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, eine Kiste mit Walfleisch gestohlen zu haben.

greenpeace

Eben diese Kiste mit 23,5 kg Walfleisch konnten die beiden Walschützer bereits Mitte Mai als Beweisstück der Staatsanwaltschaft übergeben. Mitglieder der japanischen Walfangflotte hatten bis zu 93 solcher Kisten unterschlagen und wollten diese illegal auf eigene Rechnung verkaufen. Während die Ermittlungen gegen die Walfänger eingestellt wurden, drohen den beiden Greenpeace- Mitarbeitern jetzt bis zu drei Jahren Gefängnis.

„Der Arrest und nun die Anklage der beiden Aktivisten sind politisch motiviert und daher ein Skandal. Die japanische Regierung versucht, den legitimen und friedlichen Protest zum Schweigen zu bringen“, sagte Gerd Leipold, Geschäftsführer von Greenpeace International. „Junichi und Toru haben der Polizei sämtliche Beweise und sich selbst als Zeugen zur Verfügung gestellt. Die japanischen Behörden müssen ihre Ermittlungen gegen die Drahtzieher des Skandals wieder aufnehmen, anstatt die Umweltschützer anzuklagen.“

Über 240.000 Menschen haben bisher in einer Online- Petition an den japanischen Premierminister Fukuda die Freilassung der Walschützer gefordert. In 30 Ländern protestieren Greenpeace- Aktivisten gegen die Inhaftierung der Japaner. Mit einer Mahnwache protestiert Greenpeace Deutschland seit dem 25. Juni vor der japanischen Botschaft in Berlin. Gestern Abend wurde die Mahnwache abgebaut, da es nun mit der formellen Anklage wenigstens die Möglichkeit der Verteidigung gibt. In den kommenden Wochen werden Greenpeace- Gruppen verstärkt für die Freilassung der Walschützer demonstrieren.

Rund 30 internationale Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen fordern weltweit die Freilassung der Greenpeace- Mitarbeiter. Dazu gehören beispielsweise Amnesty International, Transparency International, Oxfam, the Lawyers network for Human Rights Observation, International Fund for Animal Welfare und viele mehr.

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