ETHIKER

News Online

Twitter

Twitter
@EthikerNews

ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 23. November 2017

PHILOSOPHIE
PERSONEN
DOWNLOAD
COMMUNITY
KONTAKT
IMPRESSUM
» ethiker.com kaufen

Attac begrüßt jüngste DIW- Aussagen zur Vermögensbesteuerung

Attac fordert eine einmalige Vermögensabgabe und ein Umdenken in der Steuerpolitik

Frankfurt am Main

attaclogoDas globalisierungskritische Netzwerk Attac begrüßte den Vorstoß des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung zu einer stärkeren Besteuerung von Grund, Vermögen und Erbschaften. „Es ist höchste Zeit, dass solche Überlegungen von der Politik aufgegriffen und umgesetzt werden! Seit Jahren zielte jede Steuerreform darauf ab, Normal- und Geringverdiener stärker zu belasten und im Gegenzug Vermögen annähernd steuerfrei zu stellen. In dieser systematischen Ungleichverteilung liegen zentrale Ursachen für die gegenwärtige Wirtschaftskrise sowie für die skandalöse Tatsache, dass rund 20 Prozent der Menschen in diesem Land bereits von Armut betroffen sind“, sagte Steffen Stierle vom Attac Koordinierungskreis.

In den letzten Wochen zeige sich immer deutlicher, dass die globale Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise in Deutschland zu einer dramatischen Zuspitzung der staatlichen Finanzlage führe. „Derzeit zeichnet sich ab, dass die Kosten der Krise durch weiteren Sozialabbau auf die Ärmsten der Gesellschaft abgewälzt werden sollen. Das ist der falsche Weg. Ebenso in die Irre führt die vom DIW diskutierte Erhörung der Mehrwertsteuer, die besonders stark die Ärmsten belastet“, ergänzte Stierle. „Stattdessen müssen hohe Vermögen wieder angemessen besteuert werden. In Deutschland vereinen die reichsten 10 Prozent der Gesellschaft über 60 Prozent des Gesamtvermögens auf sich. Dieser angehäufte Reichtum diente in den vergangenen Jahren als Spielgeld auf den deregulierten Finanzmärkten und ist deswegen als relevante Krisenursache zu betrachten.“

Attac fordert deshalb eine einmalige Abgabe auf Privatvermögen, die größer als 500.000 Euro sind bei einem progressiv steigenden Abgabesatz zwischen fünf und zehn Prozent. „Damit ließe sich ein erheblicher Teil der Krisenkosten finanzieren, ohne dass irgendjemand brutale Einschnitte hinnehmen muss und ohne dass die Wirtschaft durch zusätzliche Einbrüche der Binnennachfrage weiter belastet wird“, so Stierle weiter.

Es sei blamabel, dass Deutschland derzeit nur noch ein vermögensbezogenes Steueraufkommen in Höhe von 0,9 Prozent des BIP aufweise und damit weniger als die Hälfte des EU – Durchschnitts.

____________________

Webtipp: >> www.attac.de

Twitter, Facebook ...

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.

Eigentümer und Herausgeber: Anke Pohl www.ethiker.com Das Copyright für veröffentlichte Publikationen, Objekte und Inhalte der Webseite verbleibt bei den Eigentümern.
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle wird keine Haftung für die Inhalte externer Links übernommen. © www.ethiker.com
SSL Zertifikate

buero