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Auf dem Weg nach Kopenhagen

Klimawandel als Herausforderung für die Armutsbekämpfung

Bonn

Germanwatch und die Heinrich-Böll-Stiftung NRW veranstalteten direkt im Anschluss an die UN- Naturschutzkonferenz in Bonn vom 30. bis 31. Mai eine zweite Internationale Konferenz zum Thema „Klimawandel als Herausforderung für die Armutsbekämpfung“.

Die Folgen des globalen Klimawandels gefährden zunehmend die Ziele der Armutsbekämpfung in der Entwicklungspolitik.Um Information und Meinungsaustausch zu diesem Thema ging es in den Workshops der Konferenz, aber auch darum, ein klares Signal an die bevorstehenden UN-Klimaverhandlungen in Bonn zu setzen.

Ein weiteres Aufschieben von Klimaschutz und Anpassung an die nicht mehr vermeidbaren Folgen ist nicht akzeptabel. Darin gabe es große Übereinstimmung unter den Teilnehmern.

„Heute haben wir von mehreren Beispielen aus der ganzen Welt gehört, dass Fortschritte bei der Armutsbekämpfung dringend notwendig sind. Gleichzeitig bedroht der sich beschleunigende Klimawandel aber die Wasser- und Ernährungssicherheit in vielen Entwicklungsländern. Es gibt mehr als genug wissenschaftliche Einigkeit, dass umgehend alle Länder auf der Welt im Klimaschutz aktiv werden sollten“, sagte Wilson Ang aus Singapur, ein Aktivist der globalen Kampagne gegen Armut.

Ang meinte außerdem, dass es dringend notwendig sei, mit finanzieller Unterstützung der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel die Klimaanpassung in die Entwicklungsstrategien der armen Länder zu integrieren.

Sven Harmeling, Referent für Klima und Entwicklung bei Germanwatch und Organisator der Konferenz, unterstrich die Brisanz des Themas: „Die doppelte Herausforderung des Klimawandels ist, das Unvermeidliche zu bewältigen und das Unbewältigbare zu vermeiden. Ab Montag trifft sich die Welt in Bonn für die nächste Runde der Verhandlungen zu einem neuen globalen Klima-Abkommen. Wenn ein in großem Maßstab gefährlicher Klimawandel noch abgewendet werden soll, brauchen wir ein starkes, gerechtes und wirksames Klimaregime, dass 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden soll. Es darf keine Zeit verloren werden.“

Die Heinrich-Böll-Stiftung diskutierte auf der Konferenz das Greenhouse Development Rights Framework, welches ein fundiertes Konzept zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und Unterstützung der armen Länder bei der Anpassung darstelle.

Jörg Haas von der Heinrich-Böll-Stiftung: „Gerechtigkeit im Treibhaus ist eine Schlüsselfrage für das zukünftige Klimaregime, wenn es dort ansetzen soll, wo es notwendig ist. Das Prinzip der gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortlichkeiten und Handlungsmöglichkeiten muss in die Praxis umgesetzt werden, um die Herausforderung des Klimawandels zu bewältigen. Gleichzeitig muss das Recht auf eine nachhaltige Entwicklung gewahrt werden.“

Es bleibt zu hoffen, dass in den UN-Klimaverhandlungen die notwendigen substantiellen Fortschritte auf dem Weg zu einem gerechten neuen Klimaabkommen erzielt werden.

Webtipp: >> Germanwatch

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