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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Samstag, 25. November 2017

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Auszeichnung für Guido Palazzo

8. Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik

Berlin

Der Philosoph und Betriebswirt Prof. Dr. Guido Palazzo bekam gestern in Berlin den achten Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik.

Im Rahmen einer Festveranstaltung erhielt der Professor für Unternehmensethik der Universität Lausanne den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seine herausragenden Arbeiten zum Thema Corporate Responsibility. Palazzo’s innovative und theoretisch fundierte Vorschläge zu der Frage, wie Unternehmen ihr bürgerschaftliches Engagement ausgestalten und in gesellschaftlichen Diskursen Verantwortung übernehmen können, waren für die Auszeichnung ausschlaggebend.

Dr. Thomas Maak und Prof. Dr. Peter Ulrich erhielten den Schul- und Lehrbuchpreis 2008 (2.500 Euro) für ihr Werk „Integre Unternehmensführung – Ethisches Orientierungswissen für die Wirtschaftspraxis“.

Johanna Weiß, Studentin der Fachhochschule Ansbach, wurde mit dem Nachwuchsförderpreis (1.500 Euro) für ihre Hausarbeit zum Dilemma zwischen Erfolg und Moral ausgezeichnet.

In seiner Rede anlässlich der Preisverleihung des Instituts der Deutschen Wirtschaft zum Thema „Moral als Unternehmenswert – Handlungsmaxime der Globalisierung?“ kritisierte Bundespräsident Horst Köhler dagegen wiederholt die Umsetzung des „Corporate Governance Kodex“ in Unternehmen.

Die hohe Zustimmung der Unternehmen zu dieser freiwilligen Selbstverpflichtung in Sachen gute Unternehmensführung habe nicht verhindert, dass Vorständen „Rundum-Sorglospakete“ gewährt worden seien. Real habe sich dagegen nicht viel geändert. „Vielleicht müssen wir also die gesetzlichen Regeln der Unternehmensführung anpassen“, sagte Köhler.

Kritisch äußerte sich Horst Köhler außerdem zum Steuersystem, das zu komplex und auslegbar sei, sowie zu unangemessen hohen Managergehältern. Der Bundespräsident forderte ein Eingreifen der Aufsichtsräte, „wenn es an der Kultur der Mäßigung und des Vorbilds mangelt“. Wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehe, dass Manager sich „die Taschen voll stopfen, dann dürfe man sich auch nicht wundern, dass das Bild der Sozialen Marktwirtschaft zum Zerrbild wird.“

>> siehe auch: Köhler nennt Finanzmärkte „Monster“

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