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“Bio im Fairen Handel“ entdecken

Bundesweite Faire Woche vom 15. bis 28. September

Köln, Mainz, Wuppertal

faire_woche“Doppelt gut! Bio im Fairen Handel“ so lautet das Motto der diesjährigen bundesweiten Fairen Woche. Vom 15. bis 28. September 2008 finden in ganz Deutschland zahlreiche spannende, facettenreiche Aktionen rund um den Fairen Handel statt, die die Vielfalt fair gehandelter Bio-Produkte präsentieren. Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, eröffnet die Aktionswochen in Berlin. Die Landtagsabgeordneten erhalten in den einzelnen Bundesländern “Faire Frühstücks-/ Lunchpakete“.

Der Faire Handel ist nicht nur ein effektives Mittel zur Armutsbekämpfung, sondern steht auch für qualitativ hochwertige Produkte, die Genuss bedeuten. Das können Verbraucher bei einer Tasse Kaffee oder Tee oder einem Stückchen Schokolade erfahren. Bereits jetzt sind über 2.000 lokale Veranstaltungen im Kalender eingetragen, die das Motto “Doppelt gut! Bio im Fairen Handel“ aufgreifen. Durch Kirchen, Verbände, Verbraucherorganisationen, entwicklungspolitische Initiativen, Weltläden, Schulen, Agenda-Gruppen, aber auch durch die Medien, die Politik und die Wirtschaft wird der Faire Handel breit gestreut. In vielen Städten und Gemeinden werden dadurch zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher erreicht.

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist der Auftakt der Fairen Woche. Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, verteilt am 15. September 2008 “Faire Frühstückspakete“ an die Gäste des Bundespressestrandes in Berlin. “Die Unterstützung des Fairen Handels ist seit vielen Jahren eine unserer wichtigsten Aufgaben. Denn durch den Kauf fair gehandelter Produkte leisten wir hier im Norden ganz praktische Solidarität mit Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern. Der Faire Handel schafft ökologisch und sozial verträgliche Produktionsbedingungen und verbessert die dortigen Verdienstmöglichkeiten und den Marktzugang. Zusätzlich trägt er zum nachhaltigen Schutz der Umwelt bei. Doch fair gehandelte Bio-Produkte haben auch einen Nutzen für die Verbraucher hier zu Lande. Sie sind mit großer Sorgfalt hergestellt, schmecken ausgezeichnet und sind nicht mit Pestiziden belastet. Das alles zeigt sich vereint im Motto der diesjährigen Fairen Woche: “Doppelt gut! Bio im Fairen Handel“ “, so die Parlamentarische Staatssekretärin zu ihrem Engagement.

Darüber hinaus finden erstmals in der Geschichte der Fairen Woche einheitliche Veranstaltungen auf Landesebene statt. Die Akteure des Fairen Handels treten mit Entscheidungsträgern aus Politik, Landesverwaltung, Kommunen und Wirtschaft in Kontakt, um den Fairen Handel bekannter zu machen. Die Abgeordneten der einzelnen Landtage erhalten in Anwesenheit ihres/ihrer Landtagspräsidenten/in oder der Faktionsvorsitzenden/innen “Faire Frühstückspakete“. Ziel ist es, die Vielfalt und den guten Geschmack fair gehandelter Produkte aus ökologischer Landwirtschaft aufzuzeigen und weitere Schritte in Richtung nachhaltige öffentliche Beschaffung anzugehen.

Den Fairen Handel mit den Ländern des Südens gibt es bereits seit Anfang der 1970er Jahre. Durch höhere Erlöse für die Produzenten, Beratung, professionelle Qualitätssicherung, langfristige Handelsbeziehungen, direktere Vermarktung und Fairtrade-Prämien profitieren weltweit über fünf Millionen Menschen von den positiven Wirkungen des Fairen Handels. Dazu gehört auch die Umstellung auf die ökologische Landwirtschaft. Sie verschafft den Kleinbauern und Arbeitern in den Erzeugerländern gesündere Arbeitsbedingungen und neue Absatzperspektiven, erfüllt aber auch die Bedürfnisse der Verbraucher im Norden nach Lebensmitteln ohne Schadstoffe und Gentechnik.

Die Faire Woche 2008 rückt mit dem Motto “Doppelt gut! Bio im Fairen Handel“ fair gehandelte Bio-Produkte noch stärker ins öffentliche und politische Bewusstsein. Als Schirmfrau unterstützt Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul das Engagement der Akteure des Fairen Handels.

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Webtipp: >> www.faire-woche.de

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2 Kommentare zu ““Bio im Fairen Handel“ entdecken”

  1. jens

    „Bio im Fairen Handel“. Ein normal Berufstätiger oder gar ALG2/Teilzeit/1Eurojobber kann sich diese Produkte bei weitem nicht leisten. Vielleicht bis zur Mitte des Monats, die zweite Monatshälfte gäbe es nichts mehr zu Essen. Das betrifft einen nicht gerade geringen Teil der Bevölkerung.
    Die Gut Betuchten Essen saubere Produkte.
    Der Rest der Bevölkerung mit Pestiziden und sonstwas verseuchte und gestreckte Produkte.
    2-Klassen Ernährung. Auch mal was neues.

  2. Manu

    Da stimme ich zu, Jens! – Es ist ein Dilemma.

    Doch wenn man sich dessen bewusst wird, dass zum Beispiel Kaffee für uns eigentlich ein Luxusprodukt ist, weil die Bohnen nun mal nicht hier wachsen – und man ihn dann auch als Luxusprodukt GENIESST und nicht Unmengen davon in sich hinein schüttet – geht das in die richtige Richtung und dann erscheint der Mehrpreis evtl. auch eher unwesentlich und angemessen. Unser Problem hier ist unter anderem ja, das wir in Massen und maßlos konsumieren. Ich versuche deshalb getreu dem Motto: „Weniger ist manchmal mehr“ achtsamer mit solchen Luxusprodukten umzugehen.

    Natürlich ist es Tatsache – und da hast du auch Recht – dass wir in einer 2- Klassengesellschaft leben – auch beim Essen, bei der Gesundheit usw. Ca. 2 % der Menschen gehört heute der Rest der Welt… Das ist systembedingt…

    Die Frage ist: Kann ein bewusstes, nachhaltiges Konsumieren das System beeinflussen und einen Wertewandel in der Gesellschaft auslösen oder ist Fairtrade usw. nur ein Mittel für Leute, die es sich leisten können, auf diese Art ihr Gewissen zu beruhigen???

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