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ETHIKER DIE TAGESZEITUNG - Freitag, 03. September 2010

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Placebokontrollierte Studie

Cannabis lindert Neuropathieschmerz geringfügig

dpa

cannabisMontreal - Die Inhalation von Cannabis hat in einer kleinen placebokontrollierten Studie im kanadischen Ärzteblatt (CMAJ 2010; doi: 10.1503/cmaj.091414) neuropathische Schmerzen signifikant gelindert. Konzentration der Droge und Effektstärke der Wirkung waren allerdings gering.

Cannabis sativa wurde bereits im 3. Jahrtausend vor Chr. zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt und seit 12 Jahren kann diese Wirkung auch über eine Aktivierung von endogenen Cannabinoide im Gehirn erklärt werden. Beides belegt die therapeutische Wirksamkeit jedoch nicht.




Heterologe Biosynthese von THC

Chemiker gelingt erstmals die Herstellung des synthetischen Cannabis- Wirkstoffes

Dortmund

PM Technische Universität Dortmund

tu-dortmundTetrahydrocannabinol (THC), der Wirkstoff der Cannabis- Pflanze, könnte mittlerweile in vielen medizinischen Bereichen Anwendung finden: in der Krebstheraphie, bei der Behandlung vom Multipler Sklerose oder bei chronischen Schmerzen. Das Problem ist jedoch, dass der Anbau von Cannabis in Deutschland durch das Betäubungsmittelgesetz nahezu vollständig eingeschränkt ist. Gerade einmal 20 kg pro Jahr können produziert werden, der tatsächliche Bedarf liegt aber bei über einer Tonne. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet jetzt ein Verfahren, das Prof. Oliver Kayser vom Lehrstuhl Technische Biochemie der TU Dortmund entwickelt hat: Ihm ist erstmals die heterologe Biosynthese von THC gelungen. …Weiterlesen »



Das europäische WATER CoRe- Projekt

Der Umgang mit Wasserknappheit und Dürre

Wiesbaden

PM www.hlug.de

hlugDas Projekt WATER CoRe soll eine Austauschplattform für den Umgang mit Wasserknappheit und Dürre in den verschiedenen Regionen Europas schaffen. Die englischsprachige Webseite des Projektes ist jetzt unter http://www.watercore.eu/ freigeschaltet worden.
An dem Projekt nehmen 14 Institutionen aus Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande, Ungarn und Rumänien teil. Als deutsche Modellregion beteiligt sich Hessen, vertreten durch das Hessische Umweltministerium und das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie. WATER CoRe hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit einem Budget von 2,5 Millionen Euro ausgestattet. …Weiterlesen »



GKSS- Forschungszentrum Geesthacht GmbH

Frühwarnsystem für Hitzewellen erforderlich

Geesthacht

PM GKSS- Forschungszentrum Geesthacht GmbH

GKSSNach dem kalten Winter hat nun die Hitze Deutschland fest im Griff. Alles deutet darauf hin, dass der Juli 2010 als heißester Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen wird. Die Hitzewelle kam so überraschend wie der vergangene extreme Winter. Denn bislang gibt es noch keine zuverlässigen Instrumente zur Prognose extremer saisonaler Wetterereignisse. Das Climate Service Center des GKSS- Forschungszentrums Geesthacht empfiehlt eine Weiterentwicklung der entsprechenden Vorhersagemodelle.

Derzeit ist es nicht möglich, für Europa verlässliche Jahreszeitenprognosen zu treffen und etwa extrem heiße Sommer oder Hitzewellen vorherzusehen. Dies wäre jedoch dringend notwendig, um wirkungsvolle Anpassungsmaßnahmen vorzubereiten und negative Folgen für Mensch und Umwelt damit zu reduzieren. …Weiterlesen »



Solar Decathlon Europe 2010 in Madrid

Tag der offenen Tür in Stuttgart: Solarhaus home+

Stuttgart

PM Fachhochschule Stuttgart, Solarhaus home+

SolarhausEin interdisziplinäres Team der Hochschule für Technik Stuttgart – bestehend aus Studierenden, Mitarbeitern und Professoren – holte beim Solar Decathlon Europe 2010 in Madrid mit dem Wettbewerbshaus home+ mehrere Einzelpreise und insgesamt die Bronzemedaille nach Stuttgart. Die drei Spitzenteams lagen am Ende nur vier Punkte auseinander.

Beim Wettbewerbsfinale in Madrid bestaunten über 190000 Besucher die innovativen Solarhäuser der internationalen Hochschulteams. Am Dienstag, den 27. Juli 2010 von 14 bis 18 Uhr ist das Wettbewerbshaus home+ der HFT Stuttgart nun erstmalig der interessierten Öffentlichkeit in Stuttgart zugänglich. …Weiterlesen »



Interdisziplinäres Team der TU Chemnitz erforscht verschiedene Arten des Trommelns – Kooperationen beim Einsatz in Schulen sowie in der Depressions- und Krebstherapie

“The Drum Beat” – Kann man sich gesund trommeln?

Chemnitz

Puls, Laktatwerte und Atemgas: Studentin Jacqueline Böhr (vorne) trommelt unter Anleitung von Drums Alive-Erfinderin Carrie Ekins (r.). Pressemitteilung TU Chemnitz Foto: TU Chemnitz/Andreas Seidel

trommelnMusik, Rhythmus, Bewegung: “Trommeln und Tanzen sind die einfachsten Formen der Kommunikation seit Entstehung der Menschheit und auch heute noch sehr verbreitet, vor allem in Afrika und Asien”, berichtet Peter Wright, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Sportmedizin/-biologie der Technischen Universität Chemnitz. Forscher verschiedener Fakultäten der TU beschäftigen sich im Projekt “The Drum Beat – Chemnitz Drumming Project” mit den Wirkungen und Effekten verschiedener Arten des Trommelns auf Fitness, Gesundheit und Verhalten. Initiiert von der Professur Sportmedizin/-biologie sind inzwischen neben Sportwissenschaftlern und -ingenieuren auch Psychologen, Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaftler der TU Chemnitz am Projekt beteiligt. …Weiterlesen »



Stellungnahme “Humanbiobanken für die Forschung”

Forschung mit Biobanken: Ethikrat fordert klare gesetzliche Regelungen

Berlin

deutscherethikratDer Deutsche Ethikrat veröffentlichte heute unter dem Titel “Humanbiobanken für die Forschung” seine zweite Stellungnahme, in der ein Fünf- Säulen- Konzept für die gesetzliche Regulierung von Biobanken vorgeschlagen wird. Sammlungen von Proben menschlicher Körpersubstanzen (beispielsweise DNA, Blut, Gewebe), die mit personen- und gesundheitsbezogenen Daten über ihre jeweiligen Spender elektronisch verknüpft sind, spielen eine zentrale Rolle bei der Erforschung von Erkrankungen und ihrer Behandlung. Diese Humanbiobanken sind mittlerweile als Hilfsmittel in der biomedizinischen Forschung nicht mehr weg zu denken. Die zunehmende Dynamik in diesem Forschungsbereich, die entscheidend mit der wachsenden Digitalisierung von Information und Kommunikation korreliert, veranlasste den Deutschen Ethikrat dazu, sich erneut mit diesem Thema zu befassen. …Weiterlesen »



Kongress: Münchner Kreis

Chancen und Risiken der Informations- und Wissensgesellschaft

München

mk_logoAuf einem zweitägigen Kongress des Münchner Kreises, einer gemeinnützigen übernationalen Vereinigung für Kommunikationsforschung, diskutierten und bewerteten rund 130 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Chancen und Risiken der Informations- und Wissensgesellschaft. “Smart Phones, Social Web und Next Generation Networks verändern unsere Kommunikationsgewohnheiten und wälzen ganze Industriezweige um. Digitalisierung und Informatisierung erneuern soziale Strukturen, Verhaltensmuster und nicht zuletzt unsere Arbeitswelt. Dabei birgt ein intelligenter Umgang mit neuen Technologien für unsere Gesellschaft große Chancen”, heißt es in einer Pressemitteilung der Vereinigung. …Weiterlesen »



Deutsch- amerikanische Studie gibt Hinweise auf rasche Ausbreitung im Atlantik

Öl bald im Golfstrom?

Kiel

Ausbreitung eines passiven Farbstoffs, der an der Stelle des Öllecks über die oberen 20 Meter Tiefe ausgebracht wurde, in einem Ozeanmodell. Die Farbschattierung spiegelt die Abschwächung der Konzentration wider. Quelle: NCAR.

OelausbreitungAktuelle Modellrechnungen mit einem hochauflösenden Ozeanmodell zeigen, dass sich das derzeit im Golf von Mexiko freigesetzte Öl über den Golfstrom innerhalb weniger Monate bis weit in den Atlantik ausbreiten könnte. Initiatoren der Studie sind Wissenschaftler vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, USA und vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel.

Die Rechnungen wurden am Los Alamos National Laboratory (LANL), USA durchgeführt. …Weiterlesen »



Heidelberger Institut für Theoretische Studien gGmbH

Das Universum im Computer

Heidelberg

Ausschnitt aus der “Millennium”-Simulation. Der im Maßstab angezeigte Bereich umfasst mehr als 500 Millionen Lichtjahre. Bild: HITS

Millenium-SimulationDer Astrophysiker Volker Springel leitet eine neue Forschungsgruppe am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) – Berufung an die Universität Heidelberg – Computersimulationen sollen erklären, wie sich das Weltall entwickelt hat, und wollen die “Dunkle Materie ans Licht bringen“.

Er befasst sich mit einem Thema, das im Experiment nicht zu untersuchen ist: Die Entwicklung des Universums seit dem Urknall. Der Astrophysiker Volker Springel hat deshalb Computersimulationen erstellt, mit denen er ein künstliches Universum erzeugt, um die Entstehung von Galaxien und Sternen zu verfolgen. …Weiterlesen »


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