Angebot der Naturschutzorganisationen auf erweiterten Schadensausgleich fördert Akzeptanz für zuwandernde Wölfe
Frankfurt am Main
© Jonathan Fieber, igreen media / WWF

Spätestens als im Frühjahr 2007 im Kreis Ostholstein ein wildlebender Wolf überfahren wurde, ist der Öffentlichkeit bewusst geworden, dass auch Schleswig- Holstein als mögliches Wolfseinwanderungsland in Frage kommt. Obwohl eine Etablierung des Wolfes bis hin zur Bildung einer fortpflanzungsfähigen Population aufgrund der hohen Verkehrsdichte zumindest in absehbarerer Zeit wohl nicht zu erwarten ist, muss doch jederzeit mit dem Auftreten einzelner Tiere gerechnet werden – wie jetzt im Südosten des Landes. Gelegentlich können Wölfe auch Nutztiere des Menschen töten. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 15.03.2010 Rubrik: UMWELT
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Rubrik: UMWELT
Haushaltsausschuss trickst bei Zusagen für Klimaschutz
Berlin
© cc

In der Sitzung des Haushaltausschusses über den Haushaltsplan 2010 am letzten Donnerstag wurde beschlossen, von den in Kopenhagen für den internationalen Klimaschutz zugesagten 420 Millionen € jährlich nur 70 Millionen € neu und zusätzlich bereit zu stellen. Die restliche Summe soll aus schon früher bereits zugesagten Mitteln unter anderem für Klimaschutz, Entwicklungs- Zusammenarbeit und Biodiversitätsschutz kommen.
„Wir sind enttäuscht über das Ergebnis. Die jetzt zugesagten Mittel des Haushaltsausschusses können nur ein erster Anfang sein. Die finanziellen Zusagen im internationalen Klimaschutz müssen dringend auf eine solidere Grundlage gestellt werden“, so Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik beim WWF Deutschland. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 08.03.2010
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Rubrik: UMWELT
WWF unterstreicht wirtschaftliche Bedeutung der Artenvielfalt Internationaler Tag des Artenschutzes (3.3.2010)
Berlin
© Cat Holloway / WWF-Canon

Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus, riesige Wirtschaftzweige sind auf eine intakte Natur angewiesen. Wissenschaftler schätzen, dass die Natur Jahr für Jahr ein Bruttosozialprodukt von 32 Billionen Dollar erwirtschaftet. „Angesichts dieser Dimensionen wird klar, dass es beim Schutz der biologischen Vielfalt nicht um Peanuts geht“, betont Günter Mitlacher vom WWF Deutschland. „Beim Artenschutz steht nicht allein die Rettung der Köcherfliege, sondern das Überleben der Menschheit auf dem Spiel.“ Der WWF fordert anlässlich des internationalen Tag des Artenschutzes, die wirtschaftliche Bedeutung der Natur stärker zu betonen und umweltzerstörerische Subventionen abzubauen. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 04.03.2010
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Rubrik: UMWELT
Öl- Katastrophe in Italien: Gefährliche Kettenreaktion für das Ökosystem am Po.
Frankfurt am Main
© Mauri Rautkari / WWF Canon

In Italien sind Tausende von Kubikmetern Altöl in den Lambro, einen Zufluss des Pos, geleitet worden. Dieser massive Akt mutwilliger Umweltzerstörung könnte nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation WWF den ohnehin bereits durch mangelhaft gereinigte Abwässer und Begradigung stark in Mitleidenschaft gezogenen Lambro massiv schädigen. Der WWF rechnet außerdem mit verheerenden Auswirkungen auf das gesamte Po- Flusssystem. „Wasservögel und Fische sind die ersten, die unter dieser Katastrophe zu leiden haben“, warnt Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland. Doch auch die Landwirtschaft und die Bewohner der Region dürften mit den Folgen zu kämpfen haben. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 25.02.2010
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Rubrik: UMWELT
Internationale Fachtagung in DBU griff Zukunftsthema auf – Fortschritte bei Produktionsverfahren
Osnabrück
“Green and Sustainable Pharmacy” lautet der Titel des Fachbuches, das die Herausgeber, Dr. Maximilian Hempel (links), Leiter des DBU- Referates Umweltchemie, und Prof. Dr. Klaus Kümmerer (rechts), Leiter der Sektion Angewandte Umweltforschung am Universitätsklinikum Freiburg, anlässlich der internationalen DBU- Fachtagung “2nd International Conference on Sustainable Pharmacy. Incentives and Perspectives” ankündigten.

Für eine hohe Lebensqualität des Menschen sind sie ein Segen. Aber etwa Geier oder Fische können sie gefährden: Arzneimittel und ihre zumindest in Spuren in der Umwelt nachweisbaren Rückstände. Die Geier- Population in Indien und Pakistan schwindet durch Wirkstoffe eines Schmerzmittels, mit dem Rinder behandelt werden. Bei Fischen konnte eine “Verweiblichung” nachgewiesen werden durch Wirkstoffe aus hormonellen Verhütungsmitteln, die die Wasseraufbereitung passieren. Welche Innovationen zeichnen sich in der Pharmazie – etwa in der Entwicklung umweltfreundlicher Wirkstoffe – ab? “Bei neuen umweltfreundlichen Produktionsverfahren zur Vermeidung von Emissionen sind schon gute Fortschritte erreicht worden. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 24.02.2010
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Rubrik: UMWELT
Arzneimittel sind unentbehrlich für eine hohe Lebensqualität.
Osnabrück

Arzneimittel sind unentbehrlich für eine hohe Lebensqualität. Allerdings: Ihre Anwendung hat auch eine Kehrseite. Sie sind zumindest in Spuren weit verbreitet in der Umwelt nachweisbar. Einige pharmazeutische Wirkstoffe werden bei der Abwasserbehandlung nur unvollständig entfernt. Falls eine Abwasserbehandlung überhaupt stattfindet: Weltweit gelangen rund 90 Prozent der Abwässer ungeklärt oder nicht ausreichend gereinigt in die Gewässer. Als Folge konnten bei Tieren Fortpflanzung- und Entwicklungsstörungen nachgewiesen werden, zum Beispiel die “Verweiblichung” von Fischen durch Wirkstoffe aus hormonellen Verhütungsmitteln. Einzelne Wirkstoffe können sogar die Trinkwasseraufbereitung passieren und sind im Trinkwasser nachweisbar. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 16.02.2010
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Rubrik: UMWELT
„Ostee- Gipfel“ in Helsinki: WWF fordert Ballastwasser- Bann und sachgerechte Entsorgung von Kreuzfahrtabwässern
Hamburg
Die Ostsee bei Rügen © WWF

Anlässlich des heute in Helsinki stattfindenden „Baltic Sea Action Summit“ der Anrainerstaaten fordert der WWF die Bundesregierung auf, ihre Versprechungen zum Schutz der Ostsee endlich umzusetzen. Zu den dringendsten und einfach realisierbaren Maßnahmen gehören nach Ansicht des WWF die Ratifizierung der Ballastwasser Konvention sowie die Verpflichtung der Häfen, adäquate Entsorgungsanlagen für Schiffsabwässer bereit zu stellen.
Der WWF begrüßt den Gipfel der Regierungsvertreter aus den Ostseestaaten. Dies sei eine Chance, die bereits 2009 durch die EU Kommission vereinbarte Ostseestrategie zügig in Kraft zu setzen „Gute Absichten und vollmundige Versprechen retten die Ostsee nicht, es müssen Taten folgen.“ sagte Jochen Lamp, Ostsee-Experte des WWF. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 10.02.2010
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Rubrik: UMWELT
Mathematiker der TU Chemnitz und der Universität in Quito simulieren die Ausbreitung von aus Flugzeugen versprühtem Unkrautbekämpfungsmittel an der Grenze zwischen Kolumbien und Ecuador
Chemnitz
Es ist ein Forschungsprojekt mit vielen Unbekannten. Fest steht, dass im Auftrag der Regierung von Kolumbien Flugzeuge im Grenzgebiet zu Ecuador ein Unkrautbekämpfungsmittel – Glyphosat – versprühen, mit dem Ziel, Kokaplantagen zu zerstören. Grundlage hierfür ist der so genannte “Plan Colombia”, in dem dem Drogenanbau der Kampf angesagt wurde. Aufgrund der schädlichen Auswirkungen für Menschen und Pflanzen auch auf ecuadorianischer Seite unterzeichneten die beiden südamerikanischen Regierungen 2005 ein Abkommen, das dafür sorgen soll, dass die Flugzeuge einen Mindestabstand von zehn Kilometern zur Grenze einhalten. “Wenn diese Vereinbarung und alle weiteren Regeln für das Versprühen eines solchen Giftes eingehalten würden, dürfte kein Glyphosat mehr nach Ecuador gelangen”, ist sich Prof. Dr. Peter Benner, Inhaber der Professur Mathematik in Industrie und Technik an der TU Chemnitz, sicher. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 10.02.2010
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Rubrik: UMWELT
Zum Start der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver: WWF präsentiert Rekorde aus dem Tierreich.
Frankfurt am Main
Schneeleopard. © David Lawson / WWF-UK

Wenn am 12. Februar die Olympischen Winterspiele in Vancouver beginnen blickt die Welt gebannt nach Kanada und fiebert sportlichen Sensationen entgegen. Doch bei aller Bewunderung für die menschlichen Athleten, im Vergleich zu den Höchstleistungen im Tierreich verblasst der Glanz manch einer Goldmedaille: Pottwale tauchen bis zu 2500 Meter tief, Gletscherflöhe produzieren ihr eigenes Frostschutzmittel, der Amur- Tiger trotzt Temperaturen von bis zu 45 Grad unter Null und ein Schneeleopard kann 16 Meter weit springen. „All diese rekordverdächtigen Leistungen und Fähigkeiten sind evolutionär als Folge der Anpassung an einen bestimmten Lebensraum entstanden“, sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. „Extreme Lebensräume, wie etwa Arktis und Antarktis, die Tiefsee oder das Hochgebirge, erfordern extreme Fähigkeiten.“ Diese Vielfalt gälte es, so der WWF, zu bewahren. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 09.02.2010
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Rubrik: UMWELT
Verwirrung um Gen- Mais
Hamburg

Bei den Anmeldungen zum Anbau von Gen- Pflanzen in Deutschland herrscht in diesem Jahr Durcheinander: Obwohl der Anbau verboten ist und EU- Zulassungen fehlen, dürfen Landwirte unter Vorbehalt den Anbau von Gen- Kartoffeln und Gen- Mais anmelden. Zudem sind die Angaben teilweise falsch. Greenpeace hat die Anmeldungen im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig geprüft. Greenpeace veröffentlicht heute eine interaktive Karte, auf der die angemeldeten Flächen mit Google- Maps bis auf das Flurstück genau dargestellt werden.
“Der schlampige Umgang der Behörden mit den Anmeldungen macht das wichtige Standortregister fast unbrauchbar”, sagt Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin von Greenpeace. …Weiterlesen »
Von Redaktion
am 09.02.2010
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