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Die ältesten Zeugnisse fast aller Texte des Alten Testaments im Focus der Forschung

Ernst- Moritz- Arndt- Universität Greifswald

Greifswald

Jan Meßerschmidt, Ernst- Moritz- Arndt- Universität Greifswald

jesajarolle

Ende der 40ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts tauchten Handschriften mit biblischen Schriften des Alten Testaments bzw. des Tanach auf. Die Schriftrollen stammten aus den Höhlen von Qumran am Toten Meer. Die wertvollen Dokumente und ihre Inhalte sind am 19. Januar 2009 Gegenstand eines Studientages der Theologischen Fakultät an der Universität Greifswald.

Die Schriftrollen vom Toten Meer, deren Geschichte mit einem Zufallsfund in der Nähe von Qumran vor über sechzig Jahren beginnt, sind von unvergleichlicher Bedeutung für das antike Judentum und Christentum. Unter den in Höhlen am Nordende des Toten Meeres entdeckten Handschriften finden sich u. a. die mit Abstand ältesten Zeugnisse fast aller Texte des Alten Testaments.

Jörg Frey, Professor für Neues Testament an der Universität München und zur Zeit Fellow am Alfried Krupp-Wissenschaftskolleg, sowie Stefan Beyerle, Professor für Altes Testament an der Universität Greifswald, haben den Studientag „Qumran“ organisiert, zu dem international angesehene Spezialisten der Qumran-Forschung kommen werden. Florentino García Martínez, Professor an den Universitäten Groningen und Leuven, der für seine Verdienste in der Qumran-Forschung von der niederländischen Königin kürzlich mit dem Ritterschlag geehrt wurde, wird über den Abschluss der kritischen Textausgabe aller aufgefundenen Zeugnisse referieren. Professorin Ursula Schattner-Rieser, die u. a. an der École pratique des hautes études in Paris lehrt, wird das Verhältnis zu den samaritanischen Traditionen diskutieren. Dr. Mladen Popovic, der zurzeit das Qumran-Institut an der Universität Groningen leitet, berichtet über Astrologie und Magie in den Texten von Qumran. Schließlich wird Jörg Frey die wichtige Frage nach den Bezügen der Texte vom Toten Meer zum Neuen Testament bedenken.
Studientag „Qumran“

19. Januar 2009, 9.00 Uhr
Konferenzraum, Universitätshauptgebäude, Domstraße 11, Greifswald

Die Fotos können in der Presse- und Informationsstelle in hoher Auflösung abgerufen werden.

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Webtipp: >> www.uni-greifswald.de

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