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Die Geschichte der Frauenbewegung und kritische Reflexion über die moderne Gleichstellungspolitik

Die Metamorphose von Paarbeziehungen im ausklingenden 20. Jahrhundert und deren Implikationen für das Individuum „Eine rollentheoretische Konzeption“

Auszug aus: Diplomarbeit Studiengang Kommunikationspsychologie – Fachbereich Sozialwesen – Hochschule für Wirtschaft, Technik und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH) 2007, mit freundlicher Genehmigung des Verfassers: Dirk Müntzenberg


„Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein.“

(CLARA ZETKIN 1889, Referat auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale).


„Und die Gebärfähigkeit ist auch der einzige Unterschied, der zwischen Mann und Frau bleibt. Alles andere ist künstlich aufgesetzt, ist eine Frage der geformten seelischen Identität.“
(ALICE SCHWARZER 1977, „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, zitiert nach Bettina Röhl Artikel „Der Sündenfall der Alice Schwarzer“, Cicero Online Spezial)

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Die Thematisierung der Gleichheit zwischen Mann und Frau nahm in Europa im Zuge der französischen Revolution und in den USA im Verlauf der Anti- Sklaverei- Bewegung ihren Anfang. 1791 verfasste in Frankreich die Schriftstellerin OLYME DE GOUGES die „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ in Anlehnung an die 1789 proklamierte „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ und übersandte sie der Nationalversammlung zur Ratifizierung. 1848 wurde im Staat New York von ELIZABETH CADY STANTON und LUCRETIA MOTT auf einer Tagung, die erstmals die Diskriminierung der Frau thematisierte, die „Declaration of Sentiment“ verabschiedet, die sich ähnlich wie DE GOUGES Erklärung auf die Unabhängigkeitserklärung von 1776 berief. Mit der Märzrevolution 1848 begann auch in Deutschland die Frauenbewegung mit ersten nennenswerten Aktivitäten.
Ihre Mitbegründerin, die Schriftstellerin LOUISE OTTO-PETERS (1819-1895), gründete 1849 eine erste eigene politische Frauenzeitung.

Der formelle Zusammenschluss und damit der Beginn der organisierten Frauenbewegung fand 1865 mit der Gründung des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins ADF durch LOUISE OTTO-PETERS und AUGUSTE SCHMIDT statt.

In dieser Zeit der bürgerlichen Gesellschaft herrschten Bedingungen, unter denen Frauen größtenteils von politischen, ökonomischen und sogar privaten Entscheidungen ausgeschlossen wurden. Frauen waren z.B. nicht berechtigt, Verträge zu unterzeichnen, besaßen nur eingeschränkte Bildungsmöglichkeiten und hatten keinerlei Verfügungsgewalt über (ihr) Eigentum. Diese Bedingungen konstituierten einen erheblich zu nennenden Anteil der Ausbeutung von Frauen als Arbeiterinnen. Ihr Status als Arbeitskraft wurde dogmatisch mit dem von Niedriglöhnern gleichgesetzt. Die sozialen, demokratischen und revolutionären Bewegungen in jener Zeit boten gedankliche und ideologische Plattformen, die die besondere gesellschaftliche Lage der Frauen bewusster denn je machte. Die Begeisterung in diesem Klima des Umbruchs forcierte avantgardistische Bestrebungen und ermutigte Frauen dazu, sich zusammenzuschließen und für Ihre Rechte einzutreten. Ihre ersten differenziert formulierten Forderungen betrafen vor allem das Recht auf Bildung und Arbeit sowie das Wahlrecht.

Es entstanden in den kommenden Jahrzehnten viele unterschiedliche Frauenbewegungen, z.B. auch die proletarische Frauenbewegung, deren bekannteste Vertreterinnen Clara Zetkin und Rosa Luxemburg waren. Sie vertrat vorrangig die Interessen der Arbeiterinnen und war in die Sozialistische Arbeiterbewegung eingebettet und setzte das Verständnis von Emanzipation in eine direkte kontradiktorische Wechselbeziehung zu kapitalistischen Interessen. Die Frauen in dieser Bewegung einte die Überzeugung, dass ihre Emanzipation nur über einen gesellschaftlichen Umbruch erfolgen kann, da in den gesellschaftlichen Bedingungen die Ursachen der Unterdrückung der Frauen begründet sind und diese sich somit auch nur durch eine Revolution abschaffen ließen. Das Potential einer gewissen Radikalität wurde nicht nur erkannt, es schien der einzige Ausweg, komplexe gesellschaftliche Verstrickungen zu lösen.

Die Unterschiedlichkeit der konkreten Zielsetzungen und die sukzessive proklamatische Uneinigkeit in späteren Frauenbewegungen lassen sich zum größten Teil aus zwei Hauptströmungen ableiten und deren grundsätzlich widersprechende Einschätzungen darstellen. Während die dualistische oder auch differenzialistische Sichtweise eine grundlegende, natürlich gegebene Verschiedenheit der Geschlechter annimmt, bestreiten die Vertreterinnen der egalitären oder auch generalistischen Sichtweise eben diese. Aus dem im Jahre 1894 gegründeten Dachverband Bund Deutscher Frauenvereine BDF wurde die proletarische Frauenbewegung ausgeschlossen. Die Differenzen manifestierten sich auf politischer Ebene, denn die Zielsetzungen der bürgerlichen Frauenbewegung kulminierten in Reformbestrebungen, innerhalb des etablierten gesellschaftlichen Systems Veränderungen zu initialisieren, während die proletarische Frauenbewegung ihren Erwartungen an eine hohe und nachhaltige Wirksamkeit an einen Gesellschaftsumbruch knüpfte. 1915 entstand die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit IFFF mit ihrem Eröffnungskongress in Den Haag, die anfangs vor allem von radikalen bürgerlichen Frauen unterstützt wurde und sich vor allem gegen den vorgängigen Weltkrieg als Konfliktlösung richtete. Nach dem verlorenen ersten Weltkrieg wurde 1918 von der Sozialdemokratischen Partei in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt.

Die weitere Differentialisierung und somit auch Zersplitterung der Bewegungen setzte sich auch in der Weimarer Republik fort. Während der BDF in der Formulierung seiner Ziele eine, aus heutiger Sicht, konservativere Leitlinie einschlug und sich mehr um die Erhaltung von traditionellen Frauenrollen bemühte mit der konstruktiven Proklamation einer so genannten „Neuen Mütterlichkeit“, spaltete sich die proletarische Frauenbewegung durch die Gründung der Kommunistischen Partei weiter auf. So entstand z.B. auch die von Frauen der SPD gegründete Arbeiterwohlfahrt AWO. Die gesellschaftliche Etablierung der Sozialarbeit in der BRD hat hier ihr ideologisches Fundament.

Das vorläufige Ende der eigenständigen Frauenbewegung in Deutschland durch die Auflösung des BDF nach Ernennung Adolf Hitlers zum Reichkanzler bedeutete die Abschaffung vieler bereits errungener Rechte. Zu nennen sind hier der Wegfall des Lohngleichheitsgrundsatzes und des passiven Wahlrechtes (37), ein fataler Einschnitt in Bezug auf eine aktive gesellschaftliche Teilhabe. Da Hitler als oberster Repräsentant der Naziideologie zur Verwirklichung seiner irrealen nationalsozialistischen Ideen zwingend auch die Unterstützung der Frauen benötigte, erschuf er einen neuen Mutterkult, ein Klischee mit frauenfeindlichen Implikationen. Die Frauen wurden ´zurück ins Heim´ geworben und auf engste, systemdienliche Kategorien festgelegt, die ihren Handlungs- und Rechtsraum definierten, während ihre errungenen Rechte in Politik, Bildung und Berufsleben erneut beschnitten wurden. Erst mit dem Kriegsbeginn 1939 waren weibliche Arbeitskräfte wieder gefragt.

Nach dem Ende des Krieges wurde 1949 im Grundgesetz die Gleichberechtigung von Mann und Frau verankert, für deren Einschreibung sich besonders die Sozialdemokratinnen ELISABETH SELBERT und FRIEDA NADIG einsetzten.
Das Grundgesetz (Artikel 117 GG) sah vor, dass bis März 1953 alle Gesetze, die dem Gleichberechtigungsparagrafen entgegenstanden, zu ändern seien.

Auch mit der Verfassung der DDR wurden entsprechende Gesetzesgrundlagen geschaffen und die Förderung der Frau wurde zur staatlichen Aufgabe. (37) Passives Wahlrecht fundamentiert die Möglichkeit, sich als Vertreter bestimmter Interessenverbände als Kandidat(In) zu einer Wahl aufstellen zu lassen. Aktives Wahlrecht begründet die Möglichkeit des selbst wählen Könnens.

In der Nachkriegszeit entstanden erneut Frauenvereine. In der DDR wurde der bereits 1947 gegründete Demokratische Frauenbund Deutschlands DFD zur regierungstreuen Massenorganisation. Der am 8. März 1951 in der BRD gegründete bundesdeutsche „Ableger“ des DFD ist aus dem Grund eben dieser SED-Nähe des DFD in der DDR in der BRD 1957 verboten worden (38).

1945 entstand in Paris die Internationale Demokratische Frauenförderation IDFF als neue Dachorganisation antifaschistischer Frauenverbände.

Trotz der gesetzlichen Verankerungen der Gleichberechtigung in beiden Teilen Deutschlands, wurden deren praktische Verwirklichung im Prozess der Gleichstellung vor allem (39) im westlichen Teil Deutschlands durch die konservativ- liberalen Regierungsparteien und deren Festhalten an patriarchalen christlichen Bestimmungen im Familienrecht blockiert, was zu hitzigen Debatten im Bundestag führte. Aber auch in der DDR ist die Gleichstellung trotz gelungener Integration der Frauen in das Berufsleben und besserer Entlastung von häuslichen und familiären Pflichten durch staatliche Förderungen und der großflächigen Entstehung geeigneter Einrichtungen nicht zufriedenstellend verwirklicht worden, was sich an der Unterbesetzung von Frauen in staatlichen Entscheidungsgremien zeigte. Trotz der Verankerung der Gleichstellung von Frauen im Grundgesetz blieben dem widersprechende gesetzliche Fragmente, wie das Alleinentscheidungsrecht des Mannes in Ehe- und Familienangelegenheiten und der Letztentscheid (Stichentscheid) des Vaters bei Meinungsverschiedenheiten der Eltern weiter bestehen und wurden erst später durch das Bundesverfassungsgericht aufgehoben.

Auch im Arbeitsrecht wurde das Gesetz der Gleichberechtigung geradezu ausgeklammert und so steht die Rechtswirksamkeit eines Gleichstellungsgesetzes im privatwirtschaftlichen Bereich bis heute aus. Im Klima des gesellschaftlichen Wertewandels in den 1960er Jahren entstand eine neue Welle der Frauenbewegung, die in den USA vor allem durch die Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner, die Massenbewegung gegen den Vietnamkrieg und die internationale Studentenbewegung inspiriert und in Deutschland im Zuge der Studentenbewegung und unter Einfluss der Frankfurter Schule um ADORNO und HORKHEIMER, deren Schriften und Publikationen als intellektuelles Basisfundament der Studentenbewegung galten, zur sozialen Bewegung wurde. Wegen der ungerechten Aufgabenverteilung im Rahmen der Bewegung (40) kam es zu Differenzen zwischen Studentinnen und Studenten und in deren Folge zum Eklat. So entstanden neue autonome Organisationen von Studentinnen, wie die der so genannten ‚Weiberräte’. Im Mittelpunkt der neuen Welle der Frauenbewegung standen vor allem Forderungen nach ökonomischer Gleichberechtigung und dem Recht auf Selbstbestimmung über den Körper und damit dem Kampf um die Legalisierung der Abtreibung, aber auch andere Themen, wie beispielsweise die Art der Kindererziehung, sexuelle Gewalt und die kritische Hinterfragung der gängigen Sexualmoral.

Die neue Welle der Frauenbewegung beschränkte sich nicht nur auf die Gruppe der Studentinnen. Auch von anderen Frauen wurde die aktuelle gesellschaftliche, berufliche und familiäre Stellung zunehmend hinterfragt und thematisiert.
In neuen Arten des Zusammenlebens vor allem in den Großstädten (Frauenzentren, Frauenhäuser und Frauenwohngemeinschaften), sollte der Vereinzelung der Frauen in Beruf und Familie entgegengewirkt werden und ein frauenspezifisches Selbstbewusstsein entstehen. Die Aufgaben der Studentinnen beschränkten sich hauptsächlich auf das Abtippen von Manuskripten, die Kinderbetreuung und das Kochen, während die Studenten demonstrierten und Flugblätter entwarfen.
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(37) Passives Wahlrecht fundamentiert die Möglichkeit, sich als Vertreter bestimmter Interessenverbände als Kandidat(In) zu einer Wahl aufstellen zu lassen. Aktives Wahlrecht begründet die Möglichkeit des selbst wählen Könnens.

(38) Quelle: www.politeia.uni-bonn.de sowie www.dielinke-berlin.de (Zugriff: 10.08.2007)

(39) Hier ist in erster Linie die in der BRD ausbleibende Reformierung des Arbeitsrechts und seinen Folgen, wie die Entlohnungspolitik, gemeint. Im Osten blieb dafür beispielsweise lange Zeit die Änderung des Eherechts im Sinne der Gleichstellung der Frauen aus (Stichwort „Letztendscheit“ des Mannes).

(40) Die Aufgaben der Studentinnen beschränkten sich hauptsächlich auf das Abtippen von Manuskripten, die Kinderbetreuung und das Kochen, während die Studenten demonstrierten und Flugblätter entwarfen.
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Erstmals entstanden mit dem Feminismus auch theoretische Konzepte, die in ihren Anfängen vor allem auf Werke der französischen Schriftstellerin und Philosophin SIMONE DE BEAUVOIR aufbauten. DE BEAUVOIR’S Philosophie, eng verknüpft mit dem Existentialismus den ihr Lebensgefährte JEAN- PAUL SARTRE vertrat, entsprang der egalitären Sichtweise, wie der folgende berühmt gewordene Satz deutlich macht. „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“ (SIMONE DE BEAUVOIR 1968, S.265).

In ihrer Terminologie bedeutet dies, dass der Mann sich mit dem ´Absoluten’ und damit dem Subjekt gleichsetzt, während die Frau immer in Abhängigkeit vom Mann als die ´Andere’ und somit als Objekt gedacht wird, die Frau sei somit eine Art Trabant des Mannes. Sie ging weiter davon aus, dass es keine naturgegebenen Unterschiede zwischen Mann und Frau außer dem des ´Gebären Könnens’ gäbe, ein Aspekt, der von ALICE SCHWARZER als „der kleine Unterschied“ tituliert wurde und die Idee vom „Ewig Weiblichen“ somit nur ein Mittel des Patriarchats zur Unterdrückung der Frauen entlarven sollte. Voraussetzung für die Abschaffung dieser Unterdrückung ist deshalb eine Abschaffung des patriarchalen Machtgefüges innerhalb einer weiter bestehenden kapitalistischen Gesellschaftsordnung.

Wissenschaftliche Belege für Unterschiede zwischen Frauen und Männern, zum Beispiel aus der Neurobiologie, werden von Vertreterinnen dieser Strömung konsequent geleugnet. Dieser Zweig des Feminismus kann dem Radikalen (41) Feminismus zugeordnet werden. Eben diese Radikalität verursachte auch heftige Kritik nicht nur in der ´Männerwelt’, sondern auch in vielen anderen feministischen Strömungen wie denen des Differenzfeminismus, Gynozentrischer Feminismus, Kultureller Feminismus, Magischer Feminismus usf., die sich infolge dessen um eine klare Abgrenzung bemühten.

Zu den einflussreichsten Vertreterinnen des Dekonstruktivistischen Radikalfeminismus zählt heute z.B. die amerikanische Professorin JUDITH BUTLER, die in ihrer spezifischen feministischen Theorie davon ausgeht, dass die Geschlechtsidentität der meisten Menschen eine Fiktion ist, die ihnen von frühester Kindheit an nicht nur explizit edukativ vermittelt wird, sondern alles transzendierend suggestiv vorfindlich ist. Partnerschaften zwischen den Geschlechtern und damit auch die sexuelle Anziehungskraft bezeichnet sie als Ausdruck eines Repressionssystems des Patriarchats und nennt dies „Zwangsheterosexualität“ (vgl. JUDITH BUTLER 2003, S.155ff) .

In Deutschland beruft sich heute u. a. die Publizistin ALICE SCHWARZER auf die Philosophie von SIMONE DE BEAUVOIR. Welche Auswüchse diese Überspitzung annehmen und Blindheiten für humanzentrierte Sichtweisen hervorbringen kann, beleuchtet der Fall des Experiments an den Zwillingsbrüdern REIMER, dem versuchten und misslungenen Beweis für die Überwindbarkeit des biologischen Geschlechts. Der amerikanische Mediziner John Money war einer der Ersten, die wissenschaftlich zu beweisen versuchten, dass das Geschlecht nur erlernt ist, er war einer der Pioniere der Gender-Theorie. Money ging bei seiner Forschung nicht zimperlich vor: Im Jahr 1967 unterzog er den knapp zwei Jahre alten Jungen Bruce Reimer einer Geschlechtsumwandlung; dessen Penis war zuvor bei einer Beschneidung verstümmelt worden. Schon bald zeigte sich, dass sich die Realität nicht Moneys Theorie beugen wollte. Schon als kleines Kind riss sich Brenda, wie Bruce nun hieß, die Kleider vom Leib, um Mädchenspielzeug machte sie einen weiten Bogen. Als Brenda mit 14 erfuhr, dass sie als Junge auf die Welt gekommen war, ließ sie die Geschlechtsumwandlung rückgängig machen. Im Frühjahr 2004 erschoss sich Bruce Reimer mit einer Schrotflinte.
(RENÉ PFISTER „Der neue Mensch“ in DER SPIEGEL Nr.1/2007)

Noch viele Jahre nach dem zweifelhaften Experiment rühmte sich Dr. MONEY mit dem Fall ob seiner erfolgreichen Durchführung und propagierte ihn als bahnbrechende Bestätigung seiner Theorie, die Geschlechtsidentität eines Menschen sei in den ersten 3 Jahren beliebig veränderbar. Erst als DAVID REIMER seine Lebensgeschichte öffentlich zu machen drohte, um anderen Kindern solche Qualen in Form perfider Menschenversuche zu ersparen, beendete MONEY seine aktiven propagandistischen Unternehmungen bezüglich dieses Falles.

Besonders prekär ist im Zusammenhang mit diesem Fall der Kontext unseres Eingangszitates von ALICE SCHWARZER (42) aus ihrem 1977 erschienenen Buch „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, das hier deshalb noch einmal vollständig von uns abgebildet werden soll. Zu den wenigen Ausnahmen, die nicht manipulieren, sondern dem aufklärenden Auftrag der Forschung gerecht werden, gehören Wissenschaftler wie der Psychologe Prof. JOHN MONEY und die Psychiaterin ANKE A. EHRHARDT, die sich in Forschung und klinischer Beobachtung intensiv mit der Frage der Geschlechtsidentität befassen. (…) Im siebten Monat wurde einem Teil eines eineiigen männlichen Zwillingspaares bei der in den USA üblichen Beschneidung der Vorhaut versehentlich der Penis ganz verbrannt. Die Eltern (…) folgen (…) dem Rat eines Chirurgen, den Jungen ohne Penis einfach als Mädchen zu erziehen…“ schreibt ALICE SCHWARZER und weiter: „Das ´Mädchen’ wird einer kontinuierlichen Hormonbehandlung unterzogen, und nach der Pubertät wird man ihm eine künstliche Scheide einsetzen. Sie wird dann eine normale Frau sein – nur gebären kann sie nicht. Und die Gebärfähigkeit ist auch der einzige Unterschied, der zwischen Mann und Frau bleibt. Alles andere ist künstlich aufgesetzt, ist eine Frageder geformten seelischen Identität. (ALICE SCHWARZER 1977, „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, zitiert nach Bettina Röhl Artikel „Der Sündenfall der Alice Schwarzer“, Cicero Online Spezial)

Als Antwort auf die entstandene Kritik und die Etablierung eines Antifeminismus, aber auch aus Gründen der immer noch bestehenden lückenhaften Gesetzeslage in Sachen Gleichstellung vor allem im Arbeitsrecht, die besonders die Frauen der ehemaligen DDR nach der Wiedervereinigung als herben Rückschlag bitter zu spüren bekamen, begann in den 1990er Jahren eine bis heute andauernde neue Welle der Frauenbewegung.
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(41) Der Dekonstruktivistische Feminismus ist eine spätere, noch extremere, auf dem Beauvoirschen Radikalfeminismus aufbauende Strömung, die auf der Behauptung beruht, dass sowohl das biologische Geschlecht – Sex als auch das soziale Geschlecht – Gender gesellschaftlich konstruiert seien und deshalb als Klassifikation abgelehnt werden müssen.

(42) A. SCHWARZER wird hier jeweils immer in ihrer Eigenschaft als Publizistin und Frauenrechtlerin zitiert, nicht als Wissenschaftlerin.
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Die radikale Theorie, das biologische und soziale Geschlecht sei ´überwindbar’, wird dabei tatsächlich nur von einem kleinen Teil der gesamten Frauenbewegung so konsequent vertreten. Das ist um so bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass eben dieser Teil des Ideologiegebäudes heute einen sehr entscheidenden Einfluss auf Meinungsbildung, Politik und Wirtschaft ausübt, ja mehr noch, in Projekten der Strategie des Gender–Mainstreaming von der Bundesregierung und der EU- Kommission unterstützt wird. (43)

Vielleicht verhilft die Beleuchtung der Frage, wie es zum Einfluss von Gender–Mainstreaming als moderne Gleichstellungspolitik kam, zu einem besseren Verständnis. Der Begriff tauchte erstmals 1985 bei der Weltfrauenkonferenz in Nairobi auf. Er wurde in das 1996 in Kraft getretene vierte Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft zur Gleichstellungspolitik als Strategie übernommen und ist heute durch den Amsterdamer Vertrag laut Gesetz auf europäischer Ebene verpflichtend. Der Begriff des Gender-Mainstreaming ist ein Begriff für das Vorhaben, welches die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen versucht.

„Gender“ als ein englischer Begriff besitzt im Deutschen keine eindeutige Entsprechung. Er bezeichnet in Anlehnung an eine Definition des deutschen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die gesellschaftlich geprägten Geschlechterrollen von Frauen und Männern. Dem amerikanischen Psychiater JOHN MONEY wird die Prägung dieser Begrifflichkeit in den 1950er Jahren im Kontext der sozialen Geschlechtsrolle zugeschrieben. „Mainstreaming“ meint im Englischen allgemein einen Prozess, um eine bestimmte gedankliche, nicht umfassend etablierte Konzeption zu einem zentralen Bestandteil von Entscheidungsfindungsprozessen zu erheben, auch im Sinne der Neubegründung von Normen. Gender-Mainstreaming beschreibt mithin eine durchgängige Gleichstellungsorientierung in dem Sinne, dass an der Spitze einer öffentlichen Institution im Allgemeinen die Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen, Fähigkeiten und Lebenssituationen von Frauen und Männern als konstituierende Basis von Gleichstellung der Geschlechter zur Handlungsmaxime wird. Damit ist die Aufgabe von GM, grob umrissen, eine Relativierung des Fokus auf frauenspezifische Problematiken und eine Handlungsausrichtung hin zu einer allgemeinen geschlechtersensible Perspektive in allen sozio-politischen und wirtschaftlichen Bereichen.

Gender-Mainstreaming ist dabei von expliziter Frauenpolitik insofern zu unterscheiden, dass alle Geschlechter gleichermaßen in das Konzept einbezogen werden sollen. Auf der Tagung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Bund demokratischer WissenschaftlerInnen am 18./19. Mai 2001 in Berlin führte das Thema „Gender Mainstreaming – Abschaffung oder Aufwertung von Frauenpolitik“ in Form der Fragestellung „Gender mainstreaming als neoliberales Projekt ?“ durch Prof. Dr. SUSANNE SCHUNTER- KLEEMANN (44) zu einer umfangreichen Diskussion. Denn GM ist von seiner Herkunft her ein in den USA entwickeltes betriebliches Führungs- und Management-Konzept, dem es primär um Wettbewerbsvorteile durch bessere Ausnutzung der ´humanen Ressourcen´ des Unternehmens geht. Von Demokratie im Betrieb, geschweige Geschlechterdemokratie war bei seinen Urhebern nie die Rede. (Prof. Dr. SUSANNE SCHUNTER- KLEEMANN 2001)

Weiter heißt es in ihrer Veröffentlichung:
Und es muß uns m. E. (meines Erachtens, die Verf.) zu denken geben, daß gerade die mächtigsten Machtzentren des Kapitalismus, die von ihrer eigenen Organisationsstruktur und gesellschaftspolitischen Zielsetzung nicht gerade als die Vorhut demokratischer und sozialstaatlicher Bewegung bekannt sind, und sich darüber hinaus auch noch als geschlossene Männerbastionen darstellen, wie die Weltbank oder die EU-Kommission, wichtige Impulsgeber der europäischen ´gender mainstreaming’- Debatte waren und auch heute noch sind. (Prof. Dr. SUSANNE SCHUNTER- KLEEMANN 2001)

Dr. HEIKE WEINBACH (45) formuliert den der Gender–Mainstream-Theorie innewohnenden Widerspruch noch deutlicher:
‚Gender Mainstreaming’ ist eine modernisierte Gleichstellungspolitik in Form einer modernisierten Hierarchiepolitik. Dem Widerspruch, dass die patriarchalen Mächte sich nun selbst zum Hauptakteur ihrer Abschaffung ausrufen, sollten die Frauen mit der Forderung nach und der Praxis von Demokratieprozessen begegnen. (Dr. HEIKE WEINBACH in Forum Wissenschaft 6/2001)

Leider ist von einem wirklichen Gleichstellungsgesetz in der Privatwirtschaft heute keine Rede mehr, stattdessen werden Vokabeln wie Flexibilität und Freiwilligkeit gebraucht. Von einem Dialog ist die Rede, und Trendformulierungen, wie ´Frauenförderung ist Wirtschaftsförderung’ nebst dazu gehörigen Praxisstrategien, wie eben Gender-Mainstreaming, Total E-Quality (46) und Diversity-Concept (47), machen klar, dass hier das Thema der Gleichberechtigung der Frauen wie eine Art Deckmantel für Strategien dient, deren einziges Anliegen die effektive Ausnutzung humaner Ressourcen seitens der Wirtschaft ist.

Wird hier eventuell die wirklich nötige Frauenförderung behindert und eine weitere Zersplitterung die Frauenbewegungen forciert? Tarnt sich hinter der Strategie und Politik, die eine philosophische Grundannahme hofiert, welche die Überwindbarkeit des biologischen Geschlechts und eine Theorie von „Zwangsheterosexualität“ als Repressionsmaßnahme des Patriarchats annimmt, mithin die Grundlagen jeglicher evolutionärer Postulate „wissenschaftlich begründet“ verneint und gleichzeitig die Mechanismen der Ausbeutung (auch der Frauen) in dieser Gesellschaft verschleiert, eine Großoffensive eben der Akteure männerdominierter Wirtschaft, deren Ziel es ist, die Konformität mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen des Monopolkapitalismus zu gewährleisten und unter Vorspiegelung von bedingter Chancengleichheit (48) die organisierten Emanzipationsbemühungen marginalisiert und mithin eigentlich zerstört? Hieß das hehre Ziel nicht die Emanzipierung der Emanzipation selbst?

Konklusion (49) :
Am Anfang der Feministischen Bewegung stand der Zweifel am Zweigeschlechtermodell. Zweigeschlechtermodell meint eine generelle Verschiedenheit zwischen Mann und Frau, was sich auch im sozialen Umgang manifestieren sollte. Der Annahme des Zweigeschlechtermodells sind die Geschlechterrollen von Mann und Frau funktional aufgesetzt und sind Repräsentanten und Sinnfolien für ´typisch männliches´ und ´typisch weibliches´ Handeln. Das Zweigeschlechtermodell wurde mithin als repressives Machtinstrument zur Stützung des patriarchalen Gefüges interpretiert. Der anfängliche Zweifel an der Richtigkeit des Zweigeschlechtermodells ist im Laufe der Jahre von der Strömung des Radikalfeminismus zur Entität erhoben worden.

Auf dieser Grundlage wird versucht, eine Nachweisstruktur zu schaffen, die die voneinander abgrenzbaren Geschlechterrollen ihrer Daseinsberechtigung enthebt. Dies meinte bis in die 70er Jahre die Abschaffung sozialer Konstruktionen von geschlechtsspezifischen Unterschieden. Mit der zunehmenden Einflussnahme des Radikalen Feminismus gewannen Theorien an Popularität, die auch das biologische Geschlecht zur Disposition stellen. Die Marginalisierung selbst messbarer (50) biologischer Unterschiede zwischen Mann und Frau findet ihren Ausdruck in der Verneinung zahlreicher natur- und geisteswissenschaftlich anerkannter Fakten und gipfelt in der Behauptung: das biologische Geschlecht ist überwindbar!

Eine Menge an Unterschieden von geschlechtsspezifischen Merkmalen zu relativieren ist eine Annahme, die sich durch eine funktionale Logik begründen lässt. Die Gesamtheit aller Unterschiede kompromissfrei zu verneinen, ist nicht auf derselben Skala abbildbar. Denn diese Behauptung stellt in ihrer Radikalität jede Möglichkeit der Entstehung des Gehirns, welches diese Annahme denkt, in Frage! Der Kern solcher Überlegungen ist ein konsequentes Aberkennen jeglicher Komplementarität und Dialektik und das konsequenterweise nicht nur im geschlechtsspezifischen Zusammenhang. Wäre die soziale Welt dann nicht mehr als nur ein amorphes Ganzes?

Prominente Vertreter dieses Gedankengutes sind profilierte Akademiker und universitäre Lehrkräfte. Da stellt sich zunächst einmal die Frage nach deren funktional logischen und methodischen Begründungsmustern in Bezug auf die Geschlechterdebatte. Ironischerweise galt das prominenteste Beispiel hierfür, dessen Protagonist später Selbstmord beging und das wir im obigen Text erläutert haben, als Nachweis für die Überwindbarkeit des biologischen Geschlechtes.

MONEY, der versuchsleitende Psychologe und Psychiater prägte den Begriff des gender und lieferte damit einen funktionalen Grundbaustein der Gender-Theorie, die als praktische Umsetzungsstrategie das Gender-Mainstreaming entwickelt hat, dessen Durchführungspflicht von der Bundesregierung und der gesamten EU gesetzlich verankert wurde. Gender–Mainstreaming ist, wie erwähnt, ursprünglich ein rein marktökonomisches Konzept zur effizienteren Ausnutzung humaner Ressourcen aus der Perspektive einer unternehmerischen Sicht.

Ist diese begriffliche Gleichheit ein Zufall oder werden hier emanzipatorische Bestrebungen, die erst durch ihre Radikalität diskursfähig wurden, für wirtschaftliche Interessen instrumentalisiert und sind als zweckmäßiger Baustein ins patriarchale Gefüge des wirtschaftlichen, Establishments wiedereingegliedert? Die Auslegung von formulierten Zielen der Frauenbewegung in ökonomischen Kontexten und die allgegenwärtige Subsumierung der Inhalte der Frauenbewegung unter wirtschaftliche Interessen ist augenscheinlich. Es scheint, als sei dies der Maßstab, an dem die Adäquatheit und gesellschaftliche Akzeptanz dieser Ziele der Frauenbewegung gemessen wird.

Deren Ideologien werden seitens wirtschaftlicher Interessenverbände nicht nur auf die Nichtgefährdung kapitalzentrierter Interessen hin geprüft, sondern inhaltlich so verkürzt, dass sie sich als marktökonomisches Konzept formulieren lassen. So verwundert es nicht, dass moralische und ethische Grundüberzeugungen aus dem Wirkungskreis des radikalen Feminismus an Prominenz gewinnen. Deren Formulierungen sind eingebettet in die Grundannahme, dass sich die Erreichung und Umsetzung der Inhalte in einer anzustrebenden gesellschaftlichen Modifizierung (51) realisieren lassen, wobei die Richtigkeit kapitalistischer Lebensweise oftmals nicht explizit zur Disposition steht (52).

Seitens der Wirtschaft und der Politik sind die moralischen Dimensionen der Bewegung marginalisiert und in wirtschaftlicher Hinsicht ein nicht störendes Epiphänomen. Bemerkenswert scheint, das wirtschaftliche Adaptierbarkeit das Entscheidungskriterium für die Anerkennung von auch radikalen Formulierungen gegengeschlechtlicher Bezüglichkeit ist. Setzt dies nicht Assoziationen frei, die ein wenig an öffentliche Spiele im alten Rom und der zweckdienlichen Auslegung von Demokratie und Meinungsfreiheit erinnern: Das Volk soll machen, was es will und wie es will, so lange es dem Kaiser zum Vorteil gereicht.

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(43) Interessant ist hierbei der Umstand, dass sich das ideologische Fundament des Radikalen Feminismus auf eine transzendente Äquivalenz von Mann und Frau bezieht (mit Ausnahme des angenommenen „kleinen“ Unterschiedes). Dieser Umstand wird jedoch in der Ausformung der gesellschaftspolitischen Ziele dieser Strömung anscheinend wieder funktionsdienlich aufgegeben, indem die Frau als eine vom Mann deutlich abgrenzbare gesellschaftliche Kategorie postuliert wird. Dies zeigt sich nicht zuletzt an immer wiederkehrenden argumentativen Bezügen zum Konzept einer patriarchalen Ordnung, bei der ‚Mann und Frau’ als Analyseinstrumente gelten.

(44) SUSANNE SCHUNTER-KLEEMANN studierte Soziologie, Philosophie, Politik und Psychologie in Marburg und Berlin. Sie ist Mitbegründerin der Wissenschaftlichen Einheit Frauenstudien und Frauenforschung an der Hochschule Bremen.

(45) HEIKE WEINBACH studierte Philosophie, Germanistik und Soziologie in Marburg, Wienund Berlin.

(46) Ein Ökonomisches Konzept mit der Zielsetzung, die Effizienz der Personalpolitik an Maximen der Chancengleichheit auszurichten. Die Vereinbarkeit mit traditionellen Vorstellungen von Frauenförderung, welche Förderansätze für Frauen aus sozialen und moralischen Aspekten begründet, wird kontrovers diskutiert. Im Fördergrund stünde hier, so die Vorwürfe, die Ausnutzung wirtschaftlichen Potentials der Frauen als effiziente Arbeitskraft.

(47) Grundlage dieser Idee ist Annahme der Geschlechterdifferenz und des Zentrieren des ´weiblichen Blickwinkels´ auf die Dinge. Diese Betonung wird zum Zwecke wirtschaftlicher Effizienz und der Erschließung, neuer, frauentypischer Märkte instrumentalisiert.

(48) Dabei verschwindet die geschlechtliche Chancengleichheit hinter wirtschaftlichen Interessen. Rassistisch bedingte Ungleichheiten finden in dieser Betrachtung keinen Niederschlag – dies meint z.B. die Diskriminierung von Frauen aufgrund ethnologischer Merkmale oder physiologisch bedingter Besonderheiten, wie Behinderung und damit z.B. die Tatsache, das eine Frau schwarzer Hautfarbe nicht nur aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert wird.

(49) … und eine kontextbezogene Kapitalismuskritik!

(50) Messbar bezieht sich hier auf keine bestimmte Verfahrensweise. Gemeinte Unterschiede sind nicht nur mit verschiedenen Messmethoden einer bestimmten biologischen Strömung abbildbar, sondern auf unterschiedlichsten Analyseebenen der Biologie nachzuweisen (Gentechnik, moderne Neurologie, Humanethologie). ´Messbar´ ist hier in einer objektiveren Dimension zu verstehen.

(51) in Abgrenzung zu Forderungen anderer Strömungen in der Frauenbewegung, die eine generelle Neuorganisation, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, einklagen und damit als Gefährdung vorherrschender Wirtschaftsordnung gesehen werden

(52) Explizite Ausformulierungen sind die generelle Infragestellung der Richtigkeit des patriarchalen Gefüges. Eine untergeordnete Rolle spielt dabei die Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, in der Diese eingebettet ist.
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