Forsa- Studie: Zukunftsmodelle für eine multipolare Welt
Die Ohnmacht der Mächtigen
Berlin

In einer im Auftrag der Zeitschrift INTERNATIONALE POLITIK durchgeführten Forsa- Umfrage wird die Meinung der Bevölkerung zur zuküftigen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung unserer Welt beleuchtet.
Danach sind nur 51 Prozent der Deutschen der Ansicht, an der dominaten Stellung des Westens in der Weltpolitik werde sich auch in Zukunft nichts ändern. 19 Prozent der Befragten denken, dass sich das Gleichgewicht künftig zugunsten der aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien verschiebt und 10 Prozent erwarten gar, dass Rohstofflieferanten wie Russland, der Iran und Saudi- Arabien die neue Weltordnung beherrschen werden. Weitere 10 Prozent glauben an eine multipolare Entwicklung der Welt - an eine Zukunft ohne dominierendes Machtzentrum.
Durch die Globalisierung und die Eskalierung weltumspannender Probleme wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und Nahrungsmittelkrisen sowie die komplexe Verflechtung und Vernetzung der Komponenten entwickelt sich zur Zeit eine völlig neue Situation, die vor allem auch die neue Ohnmacht der Mächtigen offenbart, denn keine Macht der Welt ist in der Lage, die neuen Herausforderungen allein zu bewältigen - auch nicht die sich nach Ende des Kalten Krieges etablierte und für viele Jahre unangefochtene Supermacht USA. Deren unipolare Entwicklung ist im Niedergang begriffen, darin sind sich die meisten Experten wohl einig.
Doch was erwartet die Welt in Zukunft? Wohin steuert unsere Welt? Erwartet uns ein hobbesianisches Zeitalter von Ressourcenkonflikten und Hungerrevolten, ein Überlebenskampf, der da heißt “Alle gegen Alle” - oder schaffen wir es, ein globales Bewusstsein zu entwickeln - als Voraussetzung für eine Gesellschaft, die in der Lage sein wird, ihre Probleme zu lösen?
In einer neuen Konferenzreihe will die Alfred Herrhausen Gesellschaft für internationalen Dialog in Zusammenarbeit mit dem Londoner Policy Network die Zukunftsentwürfe verschiedener Länder miteinander vergleichen und nach Möglichkeiten für eine gemeinsame Gestaltung der künftigen Weltordnung suchen.
Diesem Thema widmet sich die von der Deutschen Gesellschaft für Außwärtige Politik herausgegebenen Zeitschrift INTERNATIONALE POLITIK (IP) in einer Doppelausgabe mit einigen prominenten Beiträgen zum derzeitigen weltweiten Diskurs.
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Webtipp: >> www.internationalepolitik.de
>> Deutsche Gesellschaft für Außwärtige Politik e.V.










