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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Dienstag, 25. Juli 2017

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EU und Bundesregierung müssen Druck auf Putschisten erhöhen

Attac unterstützt Menschenrechtsdelegation nach Honduras

Frankfurt am Main

attaclogoDas globalisierungskritische Netzwerk Attac unterstützt eine internationale Delegation, die bis zum 2. August Honduras bereist. Das Projekt wurde in dem Netzwerk lateinamerikanischer und europäischer sozialer Bewegungen „Enzlando Alternativas“ entwickelt und will mit der 15-köpfigen Gruppe Verletzungen von Menschenrechten nachgehen. „Seit dem Putsch gegen die Regierung von Manuel Zelaya Rosales stellen wir massive Verletzungen der Menschenrechte in Honduras fest. Kurzfristig ausgerufene, mehrere Tage andauernde Ausgangssperren und die Schließung von Fernseh- und Radiosendern sind nur einige Beispiele“, erklärt Kerstin Sack vom Attac Koordinierungskreis.

Die Beobachtergruppe setzt sich aus Vertretern von Organisationen aus beiden Kontinenten zusammen. Teilnehmer aus Deutschland ist der Journalist Harald Neuber, der vor seiner Abreise erklärte: „Die Aufgabe ist es auch, authentische Informationen über das Geschehen in Honduras zur Verfügung zu stellen und damit die Einschränkung der Pressefreiheit in Honduras zu durchbrechen.“ Seit dem Putsch am 28. Juni setzt sich in Honduras ein breites Bündnis sozialer Organisationen für eine Rückkehr zur Demokratie und Verfassungsmäßigkeit ein.

Aktuell spitzt sich die Menschenrechtslage in der Provinz „El Paradiso“ an der Grenze zu Nicaragua zu. Dort verharren zahlreiche Demonstranten eingekesselt vom Polizei und Militär. Eine Karawane von mit Hilfslieferungen wird nicht zu den Demonstranten vorgelassen, obwohl es eine Zusage gab. Stattdessen wurde die Ausgangssperre weiter verlängert.

Die Bundesregierung und die EU sollten dem Beispiel der USA folgen, die den Druck auf die Putschisten durch Entziehung von diplomatischen Visa erhöht hat, um eine Rückkehr Zelayas zu ermöglichen.

Enlazando Alternativas wie auch Attac setzen sich für Alternativen zur neoliberalen Politik in Lateinamerika und Europa ein. Einer der politischen Konflikte in Honduras ist der Beitritt zu dem alternativen Handelsbündnis ALBA, dem bereits etliche lateinamerikanische Länder angehören. „Dieser Konflikt in Honduras ist nur die Spitze des Eisbergs. Wie in anderen Ländern auch akzeptieren in Honduras Teile der Gesellschaft keine Politik im Interesse der Armen, weil sie dann den Reichtum teilen müssten“, so Kerstin Sack.  Attac bewertet das Bündnis ALBA positiv, da es im Gegensatz zu dem neoliberalen Handelsmodell, wie es die Europäische Union auch in Lateinamerika durchsetzen will, den Ländern eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen kann und nicht den Interessen der großen Konzerne dient.

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Webtipp: >> www.attac.de

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