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Fairtrade wächst weiter

Fairer Handel / Transfair

Köln

fairtrade

Im ersten Halbjahr 2008 ist in Deutschland der Umsatz von Fairtrade-zertifizierten Produkten erneut gewachsen. TransFair, der Verein zur Förderung des Fairen Handels, der das internationale Fairtrade-Siegel vergibt, stellte heute die Halbjahreszahlen 2008 vor. Verbraucherinnen und Verbraucher kauften seit Januar 2008 Fairtrade-gesiegelte Waren im Wert von rund 78 Millionen Euro. Das sind 15,5 Millionen mehr gegenüber dem Vorhalbjahr. Weltweit profitieren 720 Produzentenorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika davon, dass Fairtrade weiter im Trend liegt.

Dieter Overath, TransFair-Geschäftsführer, sagte zur Entwicklung: „Fairtrade ist eine passende Antwort auf ein geändertes Konsumentenverhalten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten qualitativ gute Produkte, die sozial und umweltverträglich hergestellt wurden. Die Lebensmitteleinzelhändler müssen nun entscheiden, ob sie dafür die passenden Produkte ins Regal stellen.“

Im ersten Halbjahr 2008 kletterte der Absatz von Fairtrade-zertifizierten Produkten auf  12.000 Tonnen, ein Plus von sieben Prozent. Die Steigerung zeigt sich über alle Produktgruppen, wobei Kaffee, Fruchtsaft und Rosen die besonderen Wachstumsmotoren waren. Der gestiegenen Nachfrage zeigte sich auch in dem größeren Fairtrade-Produktangebot. Auch hat sich Fairtrade im Discount etabliert.

Der faire Kaffeeabsatz kletterte auf 2.400 Tonnen, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorhalbjahr. Es wurden zwei Millionen Liter Fruchtsaft getrunken, das sind 63 Prozent mehr als im Vorhalbjahr. 19 Millionen fair gehandelte Rosen erblühten, ein Plus von 149 Prozent. Erstmals wurden im ersten Halbjahr 2008 87.000 Jeans, T-Shirts, Kleider, Röcke, Handtücher und Badematten aus Fairtrade-Baumwolle verkauft.

Lediglich die Fairtrade-Bananen haben ein Minus von 17 Prozent auf 5.400 Tonnen  zu verzeichnen. Hierfür waren die Auslistungen bei Edeka Südwest und Kaiser’sTengelmann verantwortlich.  „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Rückgänge im Bananenbereich durch die neue Angebot von Fairtrade-Bananen bei Penny, Globus St. Wendel und Famila gegen Jahresende wieder ausgleichen können“, prognostizierte Overath.

Hintergrund:
Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 34 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 110 Lizenznehmer rund 800 Fairtrade-gesiegelte Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an. TransFair-Deutschland ist Mitglied bei Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) mit Sitz in Bonn, in der die weltweit 20 Siegelinitiativen zusammengeschlossen sind. Die FLO-CERT GmbH überprüft im Auftrag von TransFair die Einhaltung der Fairtrade-Standards.

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Webtipp: >> www.transfair.org

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