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Falsche Hoffnung

Greepeace-Report

Hamburg

Im heute veröffentlichten Report: ‚Falsche Hoffnung‘ bezieht Greenpeace Stellung zur Abscheidung und Speicherung von CO2 durch die sogenannte CCS – Technologie (Carbon Capture and Storage).

Die Entwicklung der CCS-Technologie, die durch eine unterirdische Entsorgung des in den Schornsteinen der Kraftwerke aufgefangenen CO2 Auswirkungen der Verbrennung fossiler Brennstoffe auf das Klima verringern soll, wird von der Kohleindustrie intensiv unterstützt, um damit den Bau neuer Kraftwerke rechtfertigen zu können.

„Unter dem Vorwand, diese Technik werde in Zukunft zur Verfügung stehen, bauen Energiekonzerne weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke. Doch was soll passieren, wenn die Versprechungen der Industrie als falsche Versprechungen erkannt werden“, fragt Gabriela von Goerne, Energieexpertin von Greenpeace.

„Die Speicherung von CO2 packt das Problem nicht bei der Wurzel. Statt weniger Klimagas wird mehr produziert, das dann aufwändig gelagert und langfristig überwacht werden muss“, so die Energieexpertin weiter.

Der Report-Bericht basiert laut Greenpeace auf von Experten überprüften, unabhängigen wissenschaftlichen Forschungen und zeigt, dass die CCS-Technologie zu spät kommt, um den gefährlichen Klimawandel aufzuhalten. Zudem vergeudet CCS Energie, verschlingt enorme Kosten, birgt wesentliche Haftungsrisiken und lenkt von wahren, bereits vorhandenen Lösungen für die Klimakrise durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz ab. Die Technologie sei höchst spekulativ, riskant und in den nächsten 20 Jahren technisch nicht durchführbar.

Außerdem sei der Beschreibungs-Zusatz für Kraftwerke „CCS-fähig“ eine Phrase, da die Definition soviel Spielraum lässt, dass theoretisch jedes Kraftwerk diese Beschreibung tragen könnte, denn „CCS-fähig“ sind laut Internationale Energieagentur IEA alle Kraftwerke mit der Möglichkeit der nachträglichen Ausrüstung mit einer CO2-Abscheidungstechnologie.

Bereits das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie kam im Endbericht seiner RECCS-Studie 2007 zu dem Ergebnis, dass die CCS-Technologie keine Alternative zu Erneuerbaren Energien darstellt, im Sinne einer Brückenfunktion allerdings einen befristeten wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten könne.

Gabriela von Goerne plädiert dagegen konsequent:

„Deutschland kann sich nicht für eine fossile Technik in neuem Gewand entscheiden, von der wir heute noch nicht wissen ob sie jemals funktioniert. Wir müssen auf Erneuerbare Energien setzen, die verfügbar sind und deren Ausbaupotenzial gewaltig ist.“


Webtipp:

http://www.greenpeace.de

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