Wettlauf gegen den Klimawandel
G8 - Staaten zu langsam
Berlin
Abbildung: WWF

Eine neue Untersuchung “G8 Climate Scorecards 200″ im Auftrag von WWF (World Wide Fund For Nature) und Allianz SE verdeutlicht, dass die Klimapolitik der G8 Staaten nicht ausreichen wird, um den Wettlauf gegen den Klimawandel zu gewinnen. Der heute in Berlin veröffentlichte Report wurde von einer unabhängigen Beratungsgesellschaft erarbeitet und enthält eine Rangfolge der G8- Staaten mit einer klimapolitischen Bewertung nach neun Kriterien.
Aufgelistet sind beispielweise die Emmissionstrends sowie die Anstrengungen in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO2- Emmissionshandel der einzelnen Länder. Laut dieser Bewertung liegt Großbritannien gefolgt von Frankreich und Deutschland an der Spitze im Kampf gegen den Klimawandel. Aber auch in diesen Staaten reichen die erzielten Treibhausgas- Minderungen und die langfristigen klimapolitischen Bemühungen noch nicht aus.
„Keine der acht führenden Industrienationen hat ausreichende Maßnahmen ergriffen, um die globale Erwärmung auf unter 2°C Temperaturerhöhung zu begrenzen“, erklärte Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF in Deutschland. „Uns bleiben nur noch zehn bis fünfzehn Jahre, in denen die weltweiten Emissionen ihren Höhepunkt erreicht haben und danach drastisch sinken müssen. Die Zeit läuft uns davon.“
„Die G8-Staaten haben eine wichtige Vorreiterrolle in den weltweiten Anstrengungen gegen den Klimawandel. Sie müssen den Weg in eine emissionsarme Wirtschaft bereiten, die auf CO2-arme Technologien und saubere Energie setzt“ , sagte Dr. Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE. Um den globalen Klimawandel besser zu verstehen, der für ein sich wandelndes Anlage- und Regulierungsumfeld verantwortlich ist, unterstützt die Allianz als internationaler Finanzdienstleister die Studie.
„Der Klimaschutz bietet große Chancen im Bereich der ’sauberen Technologien’. Die Allianz sieht hier ein erhebliches Potenzial für neue Kapitalanlagen, Wachstum und zusätzliche Arbeitsplätze. Um das Potenzial auch wirklich auszuschöpfen, ist ein globaler Markt für Emissionsrechte besonders wichtig“, so Dr. Faber.
Im Bericht wird auch aufgezeigt, wie sich die Anstrengungen der G8- Staaten verstärken müssen, um die globalen Klimaveränderungen zu begrenzen. Wichtig sei die Einigung der Staatschefs auf dem anstehenden G8- Gipfel in Japan auf bindende, langfristige Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen. Dabei seien Einsparungen von mindestens 80 Prozent bis zum Jahre 2050 nötig.
„Wir erhoffen uns vom Gipfel in Hokkaido eine Einigung auf weit reichende Emissions-minderungen in den G8-Staaten als Signal für die große UN Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen. Darüber hinaus sollten die G8-Staaten den Entwicklungsländern messbare finanzielle und technische Unterstützung zusagen, so dass diese sich auf den nicht mehr zu vermeidenden Klimawandel vorbereiten und CO2-arme Technologien einsetzen können“, sagte Regine Günther.
______________________
Webtipp: >> WWF Deutschland










