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Greenpeace- Protest gegen weltweiten Kohleboom

Verdoppelung des Australischen Kohleexports

Queensland / Hamburg

greenpeace

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace protestierten gestern im Hafen von Queensland gegen die Pläne Australiens, seine Kohleexporte in den nächsten Jahren zu verdoppeln. Die Kohle ist unter anderem für Deutschland bestimmt, wo die Nachfrage stetig steigt. In Deutschland sollen 25 neue Kohlekraftwerke gebaut werden. In zwei Meter großen Buchstaben schrieben die Aktivisten „Das Great Berrier Riff verschwindet“, „Die Eiskappen schmelzen“ und „Stoppt die Ausweitung der Kohle-Exporte“ auf 20 Kohlefrachter im australischen Kohle- Hafen Hay Point in Queensland.

„Alle Bemühungen um Klimaschutz sind nur heiße Luft, wenn weltweit auf Kohle gesetzt wird“, sagt der Greenpeace Klimaexperte Karsten Smid. „Eine Verdoppelung der Australischen Kohle- Exporte muss unbedingt verhindert werden. Sie wäre in Zeiten des zunehmenden Klimawandels absolut fatal.“ Australien gehört zu den größten Kohle- Exporteuren weltweit und versorgt den Weltmarkt mit 30 Prozent der verfeuerten Kohle. Deutschland bezieht 16 Prozent seiner Kohleimporte aus Australien.

So stark wie kein anderes europäisches Land setzt Deutschland mit dem Bau von 25 neuen Kohlekraftwerken auf Kohlekraft und könne so sein Klimaschutzziel für 2020 nicht erreichen. Die Klimaschutzvereinbarungen seien durch Australiens Export- Verdoppelung auch weltweit in Gefahr, da schon heute 243 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr aus Australien exportiert werden. Das entspräche einem jährlichen CO2- Ausstoß von 656 Millionen Tonnen – drei viertel des jährlichen deutschen Kohlendioxidausstoßes.

„Mittlerweile gibt es weltweite Proteste gegen den Klimakiller Kohle“, erklärt Smid. Einen Stimmungsumschwung gab es auch in Australien. 82 Prozent der Australier lehnen nach einer repräsentativen Meinungsumfrage im Auftrag von Greenpeace die Ausweitung der Kohleexporte ab. Eine Verringerung der Kohleexporte auf Grund der Bedrohungen durch den Klimawandel werde sogar von 33 Prozent der Australier beführwortet.

Das vor der australischen Küste gelegene größte und beeindruckendste Korallenriff der Erde, Great Berrier, gehöre zu den ersten Opfern der fortschreitenden Klimazerstörung. Great Berrier gehört zum von der UNESCO geschützten Weltnaturerbe und ist bereits heute teilweise von der Korallenbleiche betroffen. Die Korallen reagieren sehr empfindlich auf die durch den Klimawandel steigenden Wassertemperaturen. Immer mehr Forscher warnen davor, dass durch einen ungebremsten Klimawandel große Teile des Riffs absterben werden.

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Webtipp: >> Greenpeace

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