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Natürliche Grenzen der Artenvielfalt

Studie: Diversität mariner Lebewesen

Berlin

Abbildung: Wolfgang Kießling, Naturkundemuseum Humboldt-Universität Berlin

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Eine internationale Forschungsgruppe von 35 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter Lichtenberg- Professor Wolfgang Kießling von der Humboldt- Universität führte eine umfangreiche Untersuchung zur Artenvielfalt im Meer durch. Die unerwarteten Ergebnisse wurden heute im Wissenschafts- Fachjournal Science veröffentlicht.

Bisher ging man davon aus, dass es in den vergangenen 100 Millionen Jahren einen massiven Anstieg der Artenvielfalt gegeben hat. Das zentrale Ergebnis der Untersuchung offenbahrt überraschenderweise Gegensätzliches. Es habe bereits vor über 400 Millionen Jahren eine Vielfalt existiert, die auch gegenwärtig nicht deutlich überschritten werde.

„Obwohl seit dieser Zeit mehrere massive Einbrüche durch Massenaussterben zu verzeichnen waren, haben sich Artensterben und Artenneubildung in etwa die Waage gehalten“, erklärt Kießling. Das Resultat der Untersuchung deutet darauf hin, dass es offensichtlich „Grenzen der Vielfalt“ gebe, die nicht nennenswert überschritten würden. Das sorgt nun bei den Wissenschaftlern für umfangreichen Diskussionsstoff. „Vermutlich spielt der Energiefluss in Nahrungsketten eine Rolle“, erläutert Kießling einen möglichen Erklärungsansatz.

Im Rahmen der neuen Studie wurden etwa 3,5 Millionen fossile Vorkommen umfassend dokumentiert. Möglich gemacht und unterstützt wurde die Untersuchung von der Volkswagen Stiftung , die durch die Einrichtung der Lichtenberg- Professur seit 2006 die Forschung von Dr. Wolfgang Kießling vom Museum für Naturkunde der Humboldt- Universität Berlin mit einer Millionen Euro fördert.

Woher die immense Artenvielfalt der Erde eigentlich kommt, wie lange es diese Fülle von Leben schon gibt und wie die Chancen stehen, das die Biodiversität bei entsprechenden Naturschutz- Maßnahmen zunimmt – das sind Fragen, die nicht nur Wissenschaftler interessieren. Die neue Studie, veröffentlicht im Wissenschafts- Journal Science (Artikel „Phanerozoic Trends in the Global Diversity of Marine Invertebrates“; in: Science vom 3. Juli 2008) leistet einen Beitrag zur Erforschung der Geheimnisse der Biodiversität der Meere.

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Webtipp: >> Volkswagen Stiftung

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