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Hilfe in Gefahr: Weltweit hat sich in den letzten zehn Jahren die Zahl der Angriffe auf humanitäre Helfer verdreifacht

Die UN rufen am 19.8. erstmals zum Welttag der Humanitären Hilfe auf

Köln

Foto: UNICEF

c0ad77e0dcUNICEF ruft anlässlich des ersten Welttags der Humanitären Hilfe am kommenden Mittwoch dazu auf, den Schutz von humanitären Helfern in Krisengebieten zu verbessern. Die Gefahren für die Helfer sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Allein im Jahr 2008 wurden weltweit 260 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen während ihres Einsatzes getötet, entführt oder bei Überfällen schwer verletzt. Dies waren dreimal so viele Opfer wie vor zehn Jahren. Das Risiko, bei einem Einsatz zu sterben, war für die humanitären Helfer damit höher als für die Soldaten der UN- Friedenstruppen. In der Folge mussten oftmals lebensrettende Hilfsmaßnahmen für Not leidende Menschen eingeschränkt werden.

„Humanitäre Helfer in den Kriegs- und Krisengebieten sichern unter schwierigsten Bedingungen das Überleben von Millionen Menschen. Es muss alles getan werden, damit sie ihre Arbeit so sicher wie möglich durchführen können. Dazu gehört, dass sie neutral sind und allen Hilfebedürftigen beistehen können. Jede Vermischung von politischen oder militärischen Maßnahmen mit humanitärer Hilfe gefährdet deren Akzeptanz in der Bevölkerung und bringt die Helfer in zusätzliche Gefahr“, sagte Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland.

Die Vereinten Nationen haben den 19. August zum Welttag der Humanitären Hilfe erklärt, um an alle Helfer zu erinnern, die während ihres Einsatzes ihr Leben verloren haben. Sie erinnern damit auch an den verheerenden Anschlag auf das UN-Hauptquartier in der irakischen Hauptstadt Bagdad am 19. August 2003. Damals starben 22 Menschen, darunter der damalige Hochkommissar für Menschenrechte und Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio de Mello. Unter den Opfern war auch der UNICEF-Programmleiter für den Irak, Chris Klein-Beekmann.

Kinder in Krisengebieten besonders bedroht

In Krisengebieten sind insbesondere Kinder auf rasche Hilfe angewiesen. Krankheiten, fehlendes Trinkwasser und Mangelernährung bedrohen ihr Leben. Viele sind verängstigt und traumatisiert. UNICEF schätzt, dass etwa jeder zweite der rund 40 Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen ein Kind oder Jugendlicher ist. UNICEF leistete im vergangenen Jahr bei über 270 Krisenfällen und Katastrophen in 92 Ländern Nothilfe für Kinder.

Nothilfe unter gefährlichen Bedingungen

Dass die internationale Gemeinschaft auch auf große Katastrophen reagieren kann, hat die erfolgreiche Nothilfe nach dem Tsunami 2004 gezeigt. Doch gleichzeitig haben in den Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten der Erde Überfälle, direkte Angriffe und sogar Anschläge auf humanitäre Helfer zuletzt stark zugenommen.

Dies hängt zum einem mit dem Charakter vieler Konflikte zusammen, in denen die Konfliktparteien immer weniger Rücksicht auf der Bevölkerung nehmen und sogar Terror gegen Helfer als politisches Mittel einsetzen. Zum anderen führt die lange Dauer vieler Konflikte und die anhaltende extreme Armut in vielen Ländern dazu, dass sich Rechtlosigkeit und Kriminalität ausbreiten.

Besonders gefährdet waren in den vergangenen Jahren Helfer in den Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo, im Irak, in Somalia, Sri Lanka sowie im Sudan. Trotzdem gelang es UNICEF zusammen mit vielen anderen UN- und Nichtregierungsorganisationen, in diesen Ländern Millionen Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen.

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Webtipp: >> www.unicef.de

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