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Interesse am Praxishandbuch für Naturschutz im Ökolandbau ist ungebrochen

Leibniz- Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Müncheberg

rtemagicc_cover_01Das Ende vergangenen Jahres erschienene Buch „Naturschutz im Ökolandbau – Praxishandbuch für den ökologischen Ackerbau im nordostdeutschen Raum“ von Sarah Fuchs und Karin Stein-Bachinger erfreut sich einer sehr großen Nachfrage. Eigentlich sollte man denken, dass Ökolandbau angewandter Naturschutz ist, und dass sich Naturschützer um Flächen, die ökologisch bewirtschaftet werden, nicht mehr sorgen müssen. Ist das aber wirklich so? Oder gibt es auch Zielkonflikte zwischen modernem Ökolandbau und Naturschutz, und wie lassen sie sich lösen?

Diese Frage war noch vor wenigen Jahren absolutes Neuland. Ihr hatte sich, bundesweit erstmalig, das Ökodorf Brodowin gestellt und sie in einem vom Bundesamt für Naturschutz finanzierten Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im Zeitraum 2001- 2007 eingehend untersucht. Träger des Projektes war der örtliche Ökodorf-Verein, der die Studie in enger Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsbetrieb Ökodorf Brodowin und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg durchführte. Das Projekt war so erfolgreich und stieß bei Landwirten auf solch starkes Interesse, dass die wichtigsten Ergebnisse danach in einem Praxishandbuch für Landwirte zusammengefasst wurden, das die beiden Autorinnen gemeinsam mit dem ZALF und dem Verein erarbeiteten. Finanziert wurde dieses Folgeprojekt ebenfalls vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Warum weckt dieses kleinformatige und übersichtlich gestaltete Handbuch ein solches Interesse bei Landwirten, Wissenschaftlern, Behörden und Verwaltungen im In- und Ausland?

Den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen ist ein sehr aktuelles Thema. Mit dem Handbuch werden den Landwirten nun erstmals sehr konkrete, gut verständliche Handlungsanweisungen zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen im ökologischen Ackerbau gegeben. Gleichzeitig erhalten Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltungen eine Orientierung, welche Förderprogramme es sich in Zukunft – bei immer knapper werdenden Kassen – anzubieten lohnt.

20 Steckbriefe in kurzer, einheitlich gestalteter Form zu erfolgreich erprobten Naturschutzmaßnahmen zeigen wie es geht, welchen Erfolg eine Maßnahme haben kann, aber auch welche Ertragsverluste entstehen können. In 17 Artsteckbriefen werden Informationen zu Lebensraumansprüchen, Biologie und Gefährdung ausgewählter Tier- und Pflanzenarten gegeben inklusive einer Liste mit geeigneten Maßnahmen. So erhält der Nutzer in knapper und schnell erfassbarer Form die wichtigsten Hinweise und gleichzeitig Auswahlmöglichkeiten zum Artenschutz im Ackerbau.

„Das Handbuch soll einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Landschaft leisten“, so das Anliegen der beiden Autorinnen. Der Schwerpunkt liegt auf Ackerbauverfahren im ökologischen Landbau in Nordostdeutschland. Einige Empfehlungen sind auch im konventionellen Landbau anwendbar. Je nach Kenntniszuwachs können aber für andere Standorte und Bewirtschaftungssysteme neue Steckbriefe hinzugefügt werden.

Bemerkenswert ist, dass ein Interesse an dem Handbuch schon jetzt über die Grenzen hinaus besteht: Kürzlich wurde das Buch ins Tschechische übersetzt, um es den dortigen Behörden und Landwirten zugänglich zu machen und ähnliche Arbeiten, bezogen auf die spezifische Situation in Tschechien, durchzuführen. Aus Frankreich und England liegen ebenfalls solche Anfragen vor.

Bezugsmöglichkeit:
Sarah Fuchs und Karin Stein-Bachinger (2008): „Naturschutz im Ökolandbau – Praxishandbuch für den ökologischen Ackerbau im nordostdeutschen Rau“
Bioland Verlags GmbH, Kaiserstr. 18, 55116 Mainz
ISBN 978-3-934239-35-7

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Webtipp: >> www.zalf.de

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