Ein Aussteiger auf der Suche nach der letzten Wahrheit
INTO THE WILD – In die Wildnis, allein nach Alaska
Autor: Jon Krakauer
Verlag: Villard-Verlag NY 1996, Piper Verlag GmbH München
ISBN: 978-3-492-25067-2
Rezension von: Dirk Müntzenberg
1992 trampte ein junger Mann aus sogenanntem ´guten Hause´ nach Alaska und fand dort den Tod. Sein Leichnam wurde dort vier Monate später von Jägern gefunden.
Jon Krakauer, amerikanischer Wissenschaftsjournalist, wurde daraufhin von einer Zeitschrift gebeten, den Umständen dieser tragischen wahren Begebenheit auf den Grund zu gehen.
Er erhielt nach der Veröffentlichung des Artikels eine Flut von Rückmeldungen der Menschen, denen Christopher McCandless, der Protagonist des Buches, auf seiner Reise ins Ungewisse begegnete. Daraufhin entschloss sich der Autor zu einer vertieften Recherche, um die Vorfälle der Odysee des jungen Mannes quer durch die USA detailiert nachzuzeichnen. Schnell wurde Krakauer dabei bewusst, dass es sich hier nicht um einen der zahlreichen üblichen Abenteurer handelt, die es Jahr für Jahr in die einsamen Weiten Alaskas zieht.
Es entstand ein traurig- schönes Buch, welches die Sinnsuche eines charismatischen jungen Mannes beschreibt, der eigentlich alles zu haben schien, jedoch in all dem materiellen Überfluss und der oberflächlichen Kurzweiligkeit der Welt, die ihn umgab, seinen eigenen Platz vergeblich zu finden hoffte.
Diese Beschreibung einer Reise in den Tod ist auch eine literarische Offenbarung und entführt wie selbstverständlich auch in eine Existenzialphilosophie eines Leo Tolstoi sowie den transzendenten Bereich zwischen der Kategorie ´Mensch´ und der Natur, wie ihn ein Paul Shepard sah.
Das Buch ist in einem 2stündigen Epos von Sean Penn grandios verfilmt worden.









