ETHIKER

News Online

Twitter

Twitter
@EthikerNews

ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 24. August 2017

PHILOSOPHIE
PERSONEN
DOWNLOAD
COMMUNITY
KONTAKT
IMPRESSUM
» ethiker.com kaufen

Jedes Jahr sterben 8,8 Millionen Kinder

Überlebenschancen in vielen Entwicklungsländern deutlich gestiegen

Köln

unicefDie Überlebenschancen der Kinder in den Entwicklungsländern haben sich seit 1990 kontinuierlich verbessert. Doch noch immer sterben jedes Jahr 8,8 Millionen Kinder an größtenteils vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten. Nach neuen Daten, die UNICEF heute veröffentlicht, sank die durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 90 Kindern pro Tausend Geburten in 1990 auf 65 in 2008 – dies entspricht einem Rückgang um 28 Prozent. „Verglichen mit 1990 sterben heute jeden Tag 10.000 Kinder weniger“, sagte UNICEF Direktorin Ann M. Veneman in New York. „Aber es ist nicht hinnehmbar, dass jedes Jahr Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag sterben.“

Die zwei häufigsten Todesursachen bei Kindern in Entwicklungsländern sind bis heute Lungenentzündung und Durchfall. In vielen Fällen kommt Mangelernährung als Ursache hinzu. Auch Malaria und HIV/AIDS kosten jedes Jahr viele Kinder das Leben. 40 Prozent der Todesfälle entfallen allein auf drei bevölkerungsreiche Länder: Indien, Nigeria und die Demokratische Republik Kongo. „Nur wenn die Kindersterblichkeit in diesen Ländern deutlich gesenkt werden kann, ist es möglich, das Millenniums-Entwicklungs-Ziel zu erreichen“, sagte Veneman. Die internationale Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 die Kindersterblichkeit weltweit um zwei Drittel im Vergleich zu 1990 zu verringern.

Erstellt wurden die neuen Schätzungen von Experten von UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation, der Weltbank, des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und Wissenschaftlern verschiedener Institutionen. Die Daten zeigen fast überall Fortschritte. Doch die regionalen Unterschiede hinsichtlich der Überlebenschancen von Kindern sind nach wie vor gewaltig. 93 Prozent aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren werden in Afrika und Asien registriert. In einzelnen Ländern wie Südafrika ist die Sterblichkeit sogar seit 1990 angestiegen. Verantwortlich dafür ist unter anderem die verheerende AIDS-Epidemie; in Südafrika leben weltweit die meisten HIV-infizierten Frauen.

Aber auch in einigen der am wenigsten entwickelten Länder gibt es Erfolge. So wird es beispielsweise in Malawi voraussichtlich gelingen, das Millenniums-Entwicklungs-Ziel zur Senkung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel bis 2015 zu erreichen. Überdurchschnittlich gute Entwicklungen werden auch aus Ländern wie Nepal, Bangladesch, Eritrea, Laos, der Mongolei und Bolivien gemeldet.

Die Fortschritte sind auf ein Bündel von Maßnahmen zurückzuführen: besserer Impfschutz gegen Krankheiten wie Masern, verstärkter Einsatz imprägnierter Moskitonetze zum Schutz vor Malaria sowie Vitamin-A-Gaben. So schlafen heute in Malawi rund 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren unter einem Moskitonetz – im Jahr 2000 waren es erst drei Prozent.

Zu den Erfolgsfaktoren gehören aber auch Informationen der Bevölkerung über bessere Hygiene und der Ausbau einer medizinischen Grundversorgung.

UNICEF Deutschland unterstützt mit der Aktion „Das Überlebenspaket“ (www.unicef.de/ueberlebenspaket.html) die Versorgung von Kindern und Müttern in Benin, Liberia, Mali, Niger und Sierra Leone.

___________________

Webtipp: >> www.unicef.de

Twitter, Facebook ...

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.

Eigentümer und Herausgeber: Anke Pohl www.ethiker.com Das Copyright für veröffentlichte Publikationen, Objekte und Inhalte der Webseite verbleibt bei den Eigentümern.
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle wird keine Haftung für die Inhalte externer Links übernommen. © www.ethiker.com
SSL Zertifikate

buero