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Kinder stärker einbeziehen!

UN-Konferenz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bonn: Auch in Deutschland mehr Bedarf an interkulturellem Lernen

Osnabrück / Bonn

terre_des_hommesKinder und Jugendliche müssen bei der Ausgestaltung von Lerninhalten und Lernmethoden stärker beteiligt werden. Diese Forderung erhob Albert Recknagel, Bildungsreferent der Kinderhilfsorganisation terre des hommes, aus Anlass der UN- Weltkonferenz in Bonn zur Halbzeit der Dekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung«. Dies sei eine Grundvoraussetzung für den Erfolg in der Bildung von Kindern und Jugendlichen.

»Wenn Schule die Alltagserfahrungen und das Wissen der Kinder aufgreift, verbessert sich der schulische Erfolg sozial benachteiligter Kinder«, so Albert Recknagel. Dies zeigten Projekterfahrungen von terre des hommes mit Modellschulen für arbeitende Kinder oder Angehörige kulturell diskriminierter Völker. Dass dies kein Minderheitenproblem sei, zeige sich daran, dass weltweit jedes fünfte Kind nicht in seiner Muttersprache unterrichtet werde. »Für indianische Kinder in Peru, die vom ersten Tag an auf Spanisch lesen und schreiben lernen, ist das so ähnlich, als würden deutsche Erstklässler auf Chinesisch unterrichtet«, so Recknagel.

Auf der UN-Konferenz in Bonn wird Elena Pardo von der peruanischen terre des hommes-Partnerorganisation CEPROSI über die Erfolge interkulturellen Unterrichts in peruanischen Landschulen berichten. Die Kinder bringen dort das lokale Wissen ihrer Gemeinden in den Unterricht ein. »Sich in der eigenen Sprache ausdrücken zu können, ist dafür die Grundvoraussetzung«, so die peruanische Pädagogin. So würden sich die Kinder auch aktiver und erfolgreicher universellen Lehrstoff aneignen. Auch werde die künstliche Trennung zwischen Schule, Familie, Gemeinde und der Natur überwunden. Ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur sei Lebensgrundlage der gesamten Menschheit.

»Die Einbeziehung der Kinder und ihres sozialen und natürlichen Umfeldes ist Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Bildung und Entwicklung und daher in der UN-Kinderrechtskonvention zurecht verankert«, unterstrich Albert Recknagel. Auch in Deutschland wachse der Bedarf an interkultureller und nachhaltiger Bildung. Der wachsende Anteil an Migranten erfordere auch im deutschen Bildungssystem mehr interkulturelle Kompetenz.

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Webtipp: >> www.tdh.de

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