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Klima- Allianz fordert verbindliche Zielvorgaben

G8- Gipfelthema in Japan: Klimawandel

Berlin

klimaaallianz

Am 07. Juli beginnt das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G8- Staaten in Japan. Zentrales Thema wird u.a. der globale Klimawandel sein. Die Klima- Allianz, ein Bündnis aus ca. 100 Organisationen, darunter BUND, NABU, Brot für die Welt, Oxfam und Attac, fordert von den Regierungen der G8- Staaten die Verabschiedung verbindlicher Zielvorgaben zur mittel- und langsfristigen Reduzierung der eigenen Treibhausgasemmissionen zur Unterstützung der UN- Klimaverhandlungen.

Es seien eindeutige politische Verpflichtungen notwendig, um die globale Emmission um mindestens 80 Prozent bis 2050 zu senken. Dies gelte auch für die Zusagen zur Erhöhung der Finanzmittel für die Entwicklungszusammenarbeit sowie für die Unterstützung der vom Klimawandel besonders betroffenen Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel.

„Um den Klimawandel zu begrenzen, ist die Verabschiedung eines internationalen Abkommens bei der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen essenziell. Der Erfolg der Verhandlungen hängt davon ab, ob sich die Industriestaaten zu ambitionierten Minderungszielen bis 2020 und 2050 durchringen können. Diese müssen sich daran orientieren, den Klimawandel auf unter 2° zu begrenzen. Die Position Japans, die Emissionen global bis 2050 um mindestens 50% gegenüber 2005 und nicht gegenüber 1990 reduzieren zu wollen, ist keine akzeptable Grundlage, da sie weit hinter dem 2°-Limit der EU zurückbleiben würde. Dies hätte fatale Folgen für die Natur und die Lebensbedingungen vieler Menschen“, sagte der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl.

Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch, spricht vor allem den steigenden Finanzierungsbedarf bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, dem die G8- Staaten gerecht werden müssen, an. „Gerade die besonders verletzlichen Entwicklungsländer sind durch die Konsequenzen aus der globalen Erderwärmung existenziell bedroht. Durch die geringen Finanzleistungen der Industriestaaten konnten diese Länder bisher nur sehr wenig in die Anpassung investieren. Auf dem Weg nach Kopenhagen muss daher die Entwicklung verbindlicher Klimafinanzierungs- Mechanismen ein Hauptdiskussionspunkt auch bei den G8 sein, um den UN-Prozess zu unterstützen.“

Mit Verweis auf eine gestern veröffentlichte Analyse von Germanwatch betont Milke, dass Anpassungsfinanzierung keine Hilfe, sondern Kompensation für verursachte Schäden sei. „Ohne Bewegung bei den Industrieländern hinsichtlich Adaptation und Technologietransfer werden sich die Schwellenländer nicht auf eigene Klimaschutzanstrengungen verpflichten.“

Allerdings sei nicht nur die mangelnde Anpassungsfinanzierung zu kritisieren, sondern auch, dass die G8 bei früheren Treffen gemachte Finanzzusagen für Entwicklungszusammenarbeit nur teilweise einhalten würden, ergänzt Wilfried Steen, Vorstand des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).

„Die G8-Staaten haben mehrmals versprochen, die Unterstützung für Afrika bis 2010 um 50 Milliarden US-Dollar jährlich zu erhöhen und damit zu verdoppeln. Den Worten folgten bisher aber nur wenige Taten. Dies ist ein Skandal angesichts der aktuellen Ernährungskrise, sich verschärfender Verarmungsprozesse und der wachsenden Belastung der Zahlungsbilanz gerade der ärmsten Länder aufgrund steigender Preise bei Öl, Rohstoffen und Nahrungsmitteln. Wir brauchen eine Welt der Teilhabe. Inseln des Wohlstandes werden auf Dauer in einem Meer des Elends nicht überleben können. Gerechte Teilhabe heißt auch, dass allen Menschen im Rahmen der ökologischen Grenzen dieselben Nutzungsrechte zustehen.“

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Webtipp: >> Diskussionspapier „Climate Change Adaptation in Developing Countries: What the G8 has to Deliver“

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