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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 22. Juni 2017

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Köhler nennt Finanzmärkte „Monster“

Bankenkrise

Berlin

In einem Interview mit dem Magazin STERN hat Bundespräsident Horst Köhler das Weltfinanzsystem scharf kritisiert und fordert mehr Kontrolle durch den IWF:

„Jetzt muss jedem verantwortlich Denkenden in der Branche selbst klar geworden sein, dass sich die internationalen Finanzmärkte zu einem Monster entwickelt haben, das in die Schranken verwiesen werden muss. Nötig sind eine strengere und effizientere Regulierung, mehr Eigenkapitalunterlegung für Finanzgeschäfte, mehr Transparenz und auch eine globale Institution, die unabhängig über die Stabilität des internationalen Finanzsystems wacht.“

Köhler äußert sich damit außergewöhnlich deutlich zur internationalen Bankenkrise und wies auf den Ernst der Lage hin:

„Wir waren nahe dran an einem Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte.“

Natürlich geraten angesichts der aktuellen gravierenden Probleme im Finanzsektor die theoretischen Fundamente des Kapitalismus im Sinne einer Freien Marktwirtschaft insgesamt stark ins Wanken, da die gepriesene Selbstregulation des Marktes augenscheinlich nicht uneingeschränkt zu funktionieren scheint.

Horst Köhler, gelernter Ökonom, plädiert deshalb für mehr Verantwortung:

„Kapitalismus heißt nicht nur Rendite einfahren, sondern vor allem: mit Risiko umgehen können…“

„Man muss der Finanzwelt einen Spiegel vorhalten. Sie hat sich mächtig blamiert. Und ein klar vernehmbares Mea Culpa vermisse ich noch immer. Nur ein Kapitalismus, der bereit ist, sich in Verantwortung zu binden, hat Zukunft. Gerade auch in Verantwortung für die Schwachen. Es kommt darauf an, Verantwortung und damit auch Solidarität zu praktizieren, ohne den Markt- und Preismechanismus auszuschalten.“

Köhler fordert außerdem eine „strategische Überprüfung unseres Finanzsektors“ und eine Fusion der Landesbanken, da diese „offensichtlich kein tragfähiges Geschäftsmodell“ haben.

http://www.ethiker.com/ackermann-lanciert-die-idee-eines-rats-der-weisen/212/

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