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Krise in der DR Kongo

Oxfam fordert UN-Sondergesandten und mehr Blauhelmsoldaten

Berlin

oxfamUm die Gewalt im Osten der DR Kongo zu beenden, fordert die internationale Hilfsorganisation Oxfam die unverzügliche Ernennung eines hochrangigen UN- Sondergesandten, um vor Ort ein tragfähiges Friedensabkommen mit den Konfliktparteien auszuhandeln. Ferner fordert Oxfam den Einsatz zusätzlicher militärische Unterstützung für die MONUC- Friedenstruppe, damit die Zivilbevölkerung wirksam gegen Angriffe, Massenvergewaltigungen und systematische Plünderungen geschützt wird.

Das internationale politische Engagement zur Beendigung des Konflikts im Kongo müsse sich grundlegend ändern, so Juliette Prodhan, Oxfam-Programmleiterin in der DR Kongo: „Seit zehn Jahren gab es zahlreiche Bemühungen in Form von Friedensabkommen und Friedenstruppen, aber keine davon hatte ausreichende und kontinuierliche internationale Unterstützung.“ Die internationale Gemeinschaft müsse sich jetzt mit Nachdruck für ein sofortiges Ende der Kämpfe einsetzen.

„Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt, und er kann auch nicht dadurch gelöst werden, dass einfach immer mehr Truppen oder militärisches Gerät bereit gestellt werden. Allerdings kann zusätzliche militärische Unterstützung helfen, die Sicherheitslage zu verbessern, die Waffenruhe abzusichern, Zivilpersonen zu schützen und den Hilfsorganisationen zu ermöglichen, denjenigen Hilfe zu leisten, die es dringend brauchen,“ so Prodhan.

MONUC ist bis jetzt nicht in der Lage gewesen, den Frieden zu sichern und die Zivilbevölkerung im Ost-Kongo ausreichend zu schützen. Ohne entschlossene Führung und ein echtes Engagement im Hinblick auf die unmittelbare Krise und die ihr zugrunde liegenden Faktoren riskiert MONUC zu scheitern.

Seit August sind rund 200.000 Menschen durch die Kämpfe zwischen den CNDP-Rebellen von General Laurent Nkunda und der kongolesischen Armee vertrieben worden. Die Kämpfe haben sich zuletzt auf das Gebiet um Goma konzentriert. Dabei wurden in letzten Tagen Tausende von Menschen aus ihren Dörfern und auch aus Camps, in denen sie Unterschlupf gesucht hatten, vertrieben. Die Kämpfe behindern die Nothilfe massiv, da die Hilfsorganisationen gezwungen sind, ihre Operationen einzuschränken.

Oxfam stellt Trinkwasser und Hygiene-Einrichtungen für 65.000 Menschen in vier Flüchtlingslagern in der Umgebung von Goma bereit und bereitet sich momentan auf weitere Hilfsmaßnahmen vor, sobald der humanitäre Zugang gesichert ist. Am gestrigen Donnerstag ist vorübergehend internationales Personal aus Goma abgezogen worden; das nationale Personal arbeitet weiter vor Ort. Es wurden alle Vorkehrungen getroffen, die Wasserversorgung und Hygiene-Einrichtungen in den Lagern aufrechtzuerhalten.

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Webtipp: >> www.oxfam.de

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