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Kulinarisches Kino 2009

Internationale Filmfestspiele – Berlinale

Berlin

berlinale

Geschmack an der Wahrheit ist der gemeinsame Nenner der Filme des Kulinarischen Kinos der Berlinale, das vom 8.- 13. Februar 2009 zum dritten Mal statt findet. Fünf Spielfilme, fünf Dokumentarfilme und vier Kurzfilme werden im diesjährigen Programm gezeigt, das von kulinarischen Höhepunkten und Podiumsdiskussionen begleitet wird. Als Auftakt serviert der amerikanische Dokumentarfilm Food, Inc. von Robert Kenner am 8.2. im neuen Berlinale-Kino Friedrichstadtpalast harte Fakten über die Food Industrie. Die Protagonisten und Bestseller-Autoren Michael Pollan und Eric Schlosser sind zur anschließenden Diskussion anwesend.

„Endlich wird diskutiert, dass Lebensmittel die wichtigsten Überlebensmittel sind. Was rund um den Globus an täglicher Lebensmittelvergiftung passiert, wie mit Getreide spekuliert wird und verheerende Monokulturen entstehen, ist vielen noch nicht bewusst“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Nach der Diskussion serviert Berlins Spitzenkoch Tim Raue eine kulinarisch korrekte Köstlichkeit, zum Angewöhnen.

Nach dem Auftakt gibt es Sterneküche und Kulinarisches Kino im Martin-Gropius-Bau und dem benachbarten Restaurant „Gropius Mirror“. Die melancholische Komödie Pranzo di Ferragosto von und mit Gianni di Gregorio schildert das leicht angespannte Verhältnis zwischen der Mutter und ihrem 59jährigen Sohn, dessen Fischgericht die Luxemburgische Köchin Lea Linster inspiriert. Die spanische Komödie Dieta Mediterránea von Joaquín Oristrell über ein Dreiecksverhältnis zwischen Bett und Herd regt Kolja Kleeberg zu einem scharfen Venusmuschelgericht an. Der neue Star im Restaurant Vitrum, Hendrik Otto, schmort Lamm nach einem Rezept seiner Großmutter für den bosnischen Film Snijeg von Aidi Begic über die Hoffnung der Frauen in einem zerstörten Dorf. Das von Slow Food organisierte Treffen von tausenden von Bauern aus aller Welt war für den italienischen Meisterregisseur Ermanno Olmi Anlass, den Dokumentarfilm Terra Madre zu drehen. Der Film wird seine Weltpremiere im offiziellen Programm Berlinale Special am 6.2. im Cinema Paris feiern und wird am 12.2. im Kulinarischen Kino gezeigt. Das Kulinarische Kino ist ideell eng mit der internationalen Slow Food Bewegung verbunden.

Nach den Filmen der Spätschiene um 22 Uhr serviert das Restaurant „Gropius Mirror“ Essen und Getränke à la carte. Den süßen Auftakt macht die Gay Comedy Antique von Min Kyo-Dong über die Liebe in einer kleinen koreanischen Konditorei. Bittersüße Liebe in den Zuckerplantagen schildert der dokumentarische Spielfilm Haiti Chérie von Claudio del Punta. Wie weit soll man als Umweltschützer gehen, fragt sich der militante Walfanggegner Paul Watson in Ron Colbys Pirate for the Sea. Der Dokumentarfilm Nos Enfants Nous Accuseront von Jean-Paul Jaud zeigt, dass Kinder die besten Aktivisten für Umweltschutz sind.

Am Kindertag des Kulinarischen Kinos werden SchülerInnen der Berliner John F. Kennedy School zur Vorführung von What’s On Your Plate von Catherine Gund eingeladen. Zwei afro-amerikanische Mädchen erforschen das New Yorker Nahrungsangebot. Nach dem Film kochen sich die Kinder der JFK-School ein vegetarisches Mittagessen mit Hilfe des gastronomischen Leiters des Kulinarisches Kinos, Alf Wagenzink von Catering’s Best by InterContinental. Das Kreuzberger Jugendprojekt „die gelbe Villa“ unterstützt dieses Projekt.

Thomas Struck, Leiter des im dritten Jahr stattfindenden Kulinarischen Kinos kommentiert das Programm: „Essen und Trinken ist nicht nur Geschmackssache sondern auch Politik. Ergänzend zur Abstimmung an der Wahlurne kann man außerdem ein Votum mit der Gabel und beim Einkauf abgeben. Drei mal täglich können die, die nicht hungern, entscheiden, was sie essen. Denn was und wie gegessen wird, hat Konsequenzen für die Menschen und die biologische und kulturelle Vielfalt. Jeder Bissen zählt.“
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Webtipp: >> www.berlinale.de

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