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Netzwerk Biodiversität der Primaten

Deutsches Primatenzentrum GmbH – Leibnitz- Institut für Primatenforschung

Göttingen

Pageh Stumpfnasenaffen (Simias concolor) auf der Mentawai-Insel Siberut, Foto: Fauzan Sayamsuri

stumpfnasenaffenDie Leibniz- Gemeinschaft richtet vom 14.-20. September 2009 bundesweit Veranstaltungen im Rahmen der „Woche der Biodiversität“ aus. Dabei stellen an vielen Orten in Deutschland Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Arbeiten zur Biodiversität, also zur Vielfalt der Lebensformen auf unserem Planeten, vor. An dieser Initiative beteiligt sich das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) als Mitglied der Leibniz Gemeinschaft am Samstag, dem 19.09. 2009, in Göttingen mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung zur Artenvielfalt der Primaten, zu ihrer Erforschung und ihrer aktuellen Gefährdung.

Die Vielfalt der irdischen Lebensformen betrifft alle Menschen dieser Welt unmittelbar: Sie hat Konsequenzen für die Produktion von Lebensmitteln und die Verbesserung von Agrarprodukten, für die Herstellung neuer Medikamente auf der Grundlage von Wirkstoffen bestimmter Pflanzen- und Tierarten sowie für die Erholungsfunktion artenreicher Lebensräume (Ökotourismus). Somit stellt die biologische Vielfalt auch ein kostbares ökonomisches Gut dar. Dennoch werden in unserer unmittelbaren Umwelt in Deutschland täglich allein für Verkehrswege Flächen in der Größe von über 25 Fußballfeldern versiegelt, wird das fünffache dieser Fläche in Siedlungsraum umgewandelt. Dadurch werden intakte Biotope zerschnitten und natürliche Lebensräume großflächig zerstört.

Noch rasanter schreitet diese Zerstörung in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde voran. Kahlschlag und Brandrodung tropischer Regenwälder durch den Holzhandel und die Ausbreitung von monokulturellen Plantagen verstärken nicht nur den Klimawandel, sondern gehen auch einher mit dem unwiederbringlichen Verlust vieler Lebensformen.

Tropische und subtropische Wälder sind die Heimat der meisten Primaten, von denen heute über 400 Arten bekannt sind. Überraschenderweise wurden etwa 100 dieser Primatenarten erst in den letzten 19 Jahren entdeckt oder erstmals beschrieben. Auch heute ist noch mit Neuentdeckungen von Affen und anderen Säugetierarten zu rechnen. Der Schutz ihrer Lebensräume dient damit auch dem Überleben noch unbekannter Tier- und Pflanzenarten.

Die DPZ-Veranstaltung „Netzwerk Biodiversität der Primaten“ findet am 19.09.2009 von 10:00 – 16.00 Uhr im Stadtzentrum Göttingens statt. Neben einem Infostand auf dem Markplatz bietet das DPZ im Alten Rathaus Vorträge zur Forschung über die Artenvielfalt und zu den Lebensräumen der Primaten an. Sie richten sich sowohl an Erwachsene (11:30 und 14:30) als auch an Kinder (13:00). Zudem findet zum Thema „Affen und ihr Lebensraum“ ein Malwettbewerb für Kinder statt, Preisverleihung: 15:00.

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Webtipp: >> www.dpz.eu

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