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Oxfam fordert konkrete Vorschläge gegen Klimawandel

UN-Klimaverhandlungen

Bonn

Mit vier Eisbären begrüßten Oxfam und der WWF am Montag morgen die fast zweitausend Teilnehmer der zweiwöchigen UN-Klimaverhandlungen in Bonn. Die Eisbären überreichten den Delegierten die Kernforderungen der beiden Organisationen hübsch verpackt in Tausenden von Glückskeksen. Die Botschaft: Leben und Überleben der Menschen nicht dem Zufall überlassen.

Zum Auftakt der UN-Klima-Verhandlungen in Bonn hat Oxfam die Delegierten aufgefordert, zügig konkrete Vorschläge zum globalen Klimaschutz und der Finanzierung der Anpassungskosten vorzulegen. „Der Verhandlungsprozess dauert zu lange und bringt kaum greifbare Ergebnisse“, sagt Jan Kowalzig, Klima-Experte bei Oxfam Deutschland. Die Zurückhaltung der Industrieländer lasse an deren Bereitschaft zweifeln, dem Klimawandel und dessen katastrophalen Folgen vor allem in den Entwicklungsländern wirksam zu begegnen.

„Das Leben von Millionen Menschen hängt vom Erfolg der UN-Klimaverhandlungen ab. Während die Delegierten in Bonn debattieren, ist beispielsweise in Bangladesh fast die Hälfte der Bevölkerung vom steigenden Meersspiegel bedroht“, so Kowalzig.„Die Folgen des Klimawandels treffen die Entwicklungsländer besonders hart. Die Menschen dort sind schon heute immer häufiger extremen Dürren, Stürmen oder Überschwemmungen ausgeliefert – Hunger und Armut sind die Folgen.“

Die Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen wird die Entwicklungsländer jedes Jahr mindestens 50 Milliarden Dollar kosten. „Als Hauptverursacher des Klimawandels müssen die Industrieländer in Bonn darlegen, wie sie diese Summe aufbringen werden“, fordert Kowalzig.

Oxfam kritisiert, dass die Industrieländer auch beim eigenen Klimaschutz nicht vorankommen. Um die schlimmsten Szenarien des Klimawandels zu verhindern, müsse die EU ihre eigenen Emissionen bis 2020 um mindestens 30 Prozent absenken. Außerdem seien die reichen Länder verpflichtet, den armen Ländern durch Technologietransfers eine klimafreundliche Entwicklung zu ermöglichen, so Kowalzig.

Nach Bonn stehen in diesem Jahr noch mindestens zwei weitere Verhandlungsrunden bevor, für 2009 sind weitere Runden geplant. Ende 2009 soll dann ein globales UN-Klima-Abkommen verabschiedet werden.

Kan Kowalzig von Oxfam Deutschland wird als Beobachter der UN-Klima-Verhandlungen in der Zeit vom 2. bis 13. Juni in Bonn sein.

Pressemitteilung: >> siehe Oxfam Deutschland

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