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Prekäre Lebenslagen – Gesichter der Armut

Wege aus der Armut – Beiträge der Sozialen Arbeit

Hamburg

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Das neue Doppelheft der Zeitschrift „Standpunkt: Sozial“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), Fakultät Wirtschaft und Soziales, dokumentiert die Ergebnisse der Jahrestagung 2007 der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit zum Thema „Wege aus der Armut – Beiträge der Sozialarbeitsforschung“, die am 30. November und 1. Dezember 2007 an der HAW in Kooperation mit dem Department Soziale Arbeit durchgeführt wurde.

Der Dritte Armutsbericht der Bundesregierung 2008 zeigt erneut, das große Teile der Bevölkerung in Armut leben und damit in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales und Kultur erhebliche Nachteile in Kauf nehmen müssen. Armut ist für die Soziale Arbeit nach wie vor eine zentrale Herausforderung, Wege aufzuzeigen, wie auf unterschiedliche Formen von Armut fachlich angemessen reagiert werden kann. Neben sozialen Sicherungsmaßnahmen sind die Betroffenen auch auf die Soziale Arbeit mit ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen angewiesen, um in ihrer prekären Lage über die Runden zu kommen.

Armut, schon immer wesentliche Herausforderung für Soziale Arbeit, wird künftig zur zentralen professionellen Herausforderung im Zeichen der Globalisierung und der Individualisierung von Problemlagen. Die dokumentierten Beiträge der Tagung vermitteln einen Eindruck von den vielen Gesichtern der Armut und den unterschiedlichen Anforderungen, vor denen die Soziale Arbeit im Umgang mit Armutsthemen steht. Aktuelle Forschungen im Bereich von Armut sind Voraussetzung dafür, nicht nur anklagen, sondern auch Lösungsansätze entwickeln zu können.

Der zweite Teil des Heftes enthält weitere Beiträge aus der Arbeit des Departments Soziale Arbeit. Das Thema Bildung stand im Mittelpunkt dreier Vorträge auf dem diesjährigen Jahresempfang des Zentrums für Praxisentwicklung (ZEPRA): Wolfgang Hantel-Quitmann hebt anhand von Beispielen die Bedeutung der emotionalen Bildung hervor, denn „ohne Gefühle ist der Verstand verloren“. Peter Stratmeyer befasst sich mit der Patientenerziehung, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Marion Panitzsch-Wiebe fragt nach „Bildung als Baustein einer gelingenden Biografie“.

Über die sozialhistorischen Ursprünge der Gesundheitsbewegung und der modischen „Wellness“-Getränke informiert am Beispiel der „alkoholfreien Erfolgsstory“ von „Sinalco“ ein unterhaltsamer und mit historischen Postkarten bebilderter Beitrag von Rainer Müller-Broders, Suchtbeauftragter für die Hamburger Hochschulen. „Wenn der Regenbogen blasser wird“ lautet der Beitrag des Studenten Fabio Casagrande zum Thema „Alter und männliche Homosexuelle“. Die Studentin Johanna Schmidt schreibt „Zum Stellenwert der Kulturarbeit in der Sozialen Arbeit“; über eine Sozialarbeitstagung in St. Pölten in Österreich berichtet Dennis Michalke. Termine, Informationen, Buchbesprechungen runden das reichhaltige Heft ab.

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Webtipp: >> HAW Hamburg – standpunkt: sozial

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