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Schnelle Reaktion auf foodwatch – Veröffentlichung

Trinkwasser: Uran – Grenzwert

Berlin

foodwatch

Die Verbraucherorganisation foodwatch meldet erste Erfolge ihrer Kampangne „Grenzwert für Uran im Wasser“. Beim Trinkwasser verstehen die Bürger scheinbar keinen Spaß, wie die unglaubliche öffentliche Reaktion auf die foodwatch – Veröffentlichung zu uranhaltigem Trinkwasser beweist. Die Behörden hätten blitzartig reagiert – zumindest mit Worten. Einen Tag nach der Veröffentlichung forderten die Sozialministerin von Sachsen-Anhalt und die rheinland-pfälzische Umweltministerin einen verbindlichen Grenzwert. Auch das Bundesgesundheitsministerium kündigte an, einen gesetzlichen Höchstwert für den Urangehalt im Trinkwasser festlegen zu wollen. Dies hätte foodwatch bereits seit Februar gefordert.

Uran ist schon in kleinen Mengen hochgiftig und schädigt Nieren, Leber, Knochen und Immunsystem. In fast 1000 der amtlichen Trinkwasser- Messergebnisse war die Belastung mit Uran höher als der Mineralwasser-Richtwert für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. In vielen Fällen war der Uran- Anteil sogar höher als 10 Mikrogramm pro Liter. Das ist der Leitwert, der laut Umweltbundesamt eingehalten werden muss, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. Da es bis heute in Deutschland keinen gesetzlichen Grenzwert für Uran gibt, sind diese Überschreitungen jedoch nicht ungesetzlich.

Foodwatch begrüßte die schnelle Reaktion der Behörden auf die Veröffentlichung. Die Sachlage sei jedoch schon seit Jahren bekannt. Wissentlich wären jedoch weiterhin ahnungslose Bürger mit uranbelastetem Trinkwasser versorgt worden. Foodwatch hätte bereits zahllose Gespräche mit Verantwortlichen geführt. Diese wären bisher wirkungslos verpufft. Es zeige sich einmal mehr: Die Gesundheit und das Recht der Bürger auf Information genießen in der Politik keinen hohen Stellenwert. Foodwatch bleibt deshalb dran und will prüfen, ob die Politiker ihre schnellen Versprechen auch einhalten. Die Verbraucherorganisation ruft alle Bürger und Bürgerinnen auf, an ihrer Mitmach- Aktion teilzunehmen und die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt aufzufordern, einen Grenzwert von 10 Mikrogramm für Uran in der Trinkwasserverordnung festzulegen.

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Webtipp: >> Foodwatch – Mitmach – Aktion

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