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Schwerpunkt: Sanitäre Grundversorgung

Weltwasserwoche 2008 in Stockholm

Stockholm

weltwasserwoche

In Stockholm treffen sich in dieser Woche vom 17. bis 23. August über 2000 Fachleute zur Weltwasserwoche. Die Wasserexperten aus 140 Ländern tauschen sich bei der jährlichen Fachkonferenz über eine Vielzahl von Themen der Wasser- und Entwicklungspolitik aus. Diesjähriger Schwerpunkt ist anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen „International Year of Sanitation“ die sanitäre Grundversorgung. So werden auf der Konferenz insbesondere neue Entwicklungen bei der Bekämpfung von Armut und gesundheitlichen Problemen durch mangelnde sanitäre Grundversorgung und schlechte Hygenebedingungen diskutiert.

Derzeit haben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation rund 2,6 Milliarden Menschen und damit mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sanitären Anlagen, benutzen offene Latrinen, Eimer oder Gemeinschaftslatrinen. Besonders betroffen sind arme Menschen in rasch wachsenden Stadtrandgebieten.

„Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen einer Krankheit, die durch mangelhafte Hygiene, verschmutztes Wasser oder mit Keimen verunreinigte Nahrung verursacht wird. In vielen Entwicklungsländern ist mangelnde Sanitärversorgung eines der größten, häufig tödlichen Gesundheitsrisiken für Kinder. Wegen dieser vermeidbaren Krankheiten können viele Menschen nicht arbeiten gehen. Dadurch gehen in den Entwicklungsländern mehr als 1,2 Milliarden Arbeitstage pro Jahr verloren. Fehlende sanitäre Grundversorgung ist ein gewaltiges Entwicklungshemmnis, das dringend mehr Aufmerksamkeit braucht“, sagte Erich Stather, Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium im Vorfeld der Weltwasserwoche.

Weitere wichtige Themen der Fachkonferenz sind der Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Wassersektor und Süßwasser- Ökosysteme, Schutz und Nutzung grenzüberschreitender Flüsse und Seen mit Hilfe internationaler Konventionen wie dem „Übereinkommen über die Nutzung internationaler Gewässer zu anderen Zwecken als zur Navigation“ (UN Watercourses Convention) sowie Virtuelles Wasser und der Wasser- Fußabdruck: Welche Wassermengen werden bei der Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen Produkten tatsächlich verbraucht?

Die Weltwasserwoche wird vom Stockholm International Water Institute (SIWI) veranstaltet und findet seit 1991 jedes Jahr statt. Die Weltwasserwoche gilt inzwischen als bedeutendes internationales Forum, obwohl dort keine völkerrechtlich verbindlichen Abkommen oder Verträge abgeschlossen werden.

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Webtipp: >> www.siwi.org

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