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Sigmar Gabriel eröffnet UN- Naturschutz- Konferenz

UN-Biodiversitätskonferenz

Bonn

Foto: BMU

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eröffnete gestern in Bonn die 9. UN-Naturschutzkonferenz und betonte in seiner Eröffnungsrede den Zusammenhang zwischen dem Verlust biologischer Vielfalt und der weltweiten Klimaveränderung:

„Naturschutz ist Klimaschutz und Klimaschutz ist Naturschutz“, sagte er und machte auf die dringenden Aufgaben der Politik auf globaler Ebene aufmerksam: „Der Klimawandel und der Verlust biologischer Vielfalt sind die beiden wichtigsten Herausforderungen für die internationale Politik“, so Gabriel.

Als eine von 3 Beschlüssen des Weltgipfels im Jahr 1992 in Johannesburg hatte die Weltengemeinschaft die Konvention über die biologische Vielfalt verabschiedet mit dem Ziel, das rasante Artensterben bis zum Jahr 2010 zu stoppen bzw. deutlich zu verringern, eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen und einen gerechten Vorteilsausgleich zu schaffen zwischen Denjenigen, die genetische Ressourcen schützen und erhalten und Jenen, die sie nutzen wollen.

„Die Wahrheit im Jahr 2008 ist: Wir sind immer noch auf dem falschen Weg“, sagte Gabriel. 16 Jahre nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro befindet sich die Konvention über die biologische Vielfalt am Scheideweg. „Wir müssen uns der unbequemen Frage stellen, ob wir weiterhin nur Berge von Papier mit wenig Inhalt produzieren oder ob wir unserer Verantwortung gerecht werden wollen“, so der Bundesumweltminister.

„Wir reden nicht nur über Umweltschutz, sondern auch über über Armutsbekämpfung, wirtschaftliche Interessen und über die Zukunft der Kinder und Enkel.“

Um in den entscheidenden Bereichen substantielle Fortschritte zu erzielen, sei ein klares Verhandlungsmandat mit einem klaren Verhandlungsauftrag erforderlich. Das zu erarbeiten sei Aufgabe der Arbeitsgruppen während dieser Konferenz.

Ein weiteres wichtiges Ziel werden Verbesserungen der Finanzierung des globalen Schutzes der biologischen Vielfalt auf der Tagesordnung stehen:

„Man macht es sich zu einfach, wenn man die Menschen in Entwicklungsländern dazu auffordert, beispielsweise die Abholzung des Regenwaldes einfach zu stoppen“, so Gabriel. Denn oft haben die Menschen vor Ort keine andere Möglichkeit zu überleben. „Wir wissen, was getan werden müsste, um die Vielfalt der Natur zu erhalten. Und wir wissen, was getan werden müsste, um regional die Wirtschaft zu entwickeln. Aber die Schwierigkeit ist, diese beiden Ziele miteinander in Einklang zu bringen“, sagte Gabriel und rief die Delegierten dazu auf, eine Strategie zur Mobilisierung neuer Finanzierungsquellen zu verabschieden.

Der erste Veranstaltungstag der UN-Konferenz klang am Abend mit musikalischen Highlights der fünf Kontinente als kleiner Ausschnitt der kulturellen Vielfalt der Welt aus.

Webtipp: Naturallianz – Webseite des BMU

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