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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 23. November 2017

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Sorge der Bürger um den Erhalt unserer Umwelt

Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung

Müncheberg

newsimageWie und welche neuen Wege beschreiten engagierte Bürger im Umwelt- und Naturschutz?
Diesen Fragen stellen sich eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftlern unter dem Namen CIVILand, am Leibniz- Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen seines Programms „Sozial- ökologische Forschung“ nun insgesamt 1,2 Millionen Euro für die Gruppe zur Verfügung.

Wer die Umweltprobleme unserer Gesellschaft lösen will, muss sie an ihrer Wurzel anpacken; bei den wirtschaftlichen Zusammenhängen. Laut einer unter Ökonomen weit verbreiteten Ansicht entstehen Umweltprobleme vor allem dadurch, dass Luft, Wasser, Boden und andere Naturgegebenheiten als selbstverständlich und überall verfügbar gelten. Was einfach da ist, kann man auch einfach nutzen. Seit einigen Jahren wird versucht, dies zu verändern. Gute Luft, frisches Wasser und fruchtbarer Boden werden dabei als Dienstleistungen der Natur für menschliche Gesellschaften definiert. Auf dieser Grundlage werden sie ökonomisch in Wert gesetzt. Was kostet es, ein Wassereinzugsgebiet zu restaurieren oder die Filterfähigkeit von Böden zu erhalten? Wie können solche Ökozahlungen gestaltet werden und wer zahlt dafür an wen?

Ziel der Forschergruppe ist es zu untersuchen, wie mit wirtschaftlichen Anreizen die Dienstleistungen der Natur erhalten oder auch unsere Kulturlandschaft gepflegt werden kann. Im Zentrum des Interesses stehen Initiativen aus der Zivilgesellschaft, vor allem Stiftungen. Welchen Beitrag leisten Umweltstiftungen finanziell zum Erhalt und zur Entwicklung ökologischer Dienstleistungen? Dieser Frage möchte CIVILand durch Untersuchungen in Deutschland, Großbritannien, den USA und der Schweiz nachgehen.
Im Vergleich der Länder wollen die Forscher unter anderem abschätzen, wie das Engagement von Umweltstiftungen für diese Aufgaben verstärkt und zum Nutzen für die Natur und Gesellschaft entwickelt werden kann.

Dr. Bettina Matzdorf, Leiterin des Projektes, hatte die Idee sich zu derartigen Fragen mit anderen jungen Wissenschaftlern zu beschäftigen und bewarb sich 2007 beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) um eine Projektförderung unter dem Titel „Bedeutung und Innovationspotential der Zivilgesellschaft für die Honorierung ökologischer und kulturlandschaftlicher Leistungen“ (CIVILand). Nach einer achtmonatigen Vorbereitungsphase, in der das vorhandene Wissen gesichtet, Kontakte geknüpft und die Forschungspläne ausgearbeitet wurden, stellt das Ministerium im Rahmen seines Programms „Sozial-ökologische Forschung“ nun insgesamt 1,2 Millionen Euro für die Gruppe zur Verfügung. Das mittlerweile achtköpfige Team wird zusätzlich mit Mitteln des ZALF unterstützt und begann Anfang Juli 2009 mit seiner Arbeit. Im Projekt wirken weitere starke Partner aus der Praxis und der Wissenschaft mit so z. B. das renommierte Gund Institut für Ökologische Ökonomie der Universität Vermont (USA).

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Webtipp: >>www.civiland-zalf.org

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