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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 22. Juni 2017

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Strom aus der Sonne, Twitter und Co

Fraunhofer – Gesellschaft

München

fraunhoferWie finde ich meine Lieblingsvideos bei YouTube noch schneller? Wie funktioniert Twitter? Wie leistungsstark ist eine Solarzelle? Beim bundesweiten „Girls’Day“ öffnen am 23. April mehr als 30 Fraunhofer- Institute ihre Pforten für technikbegeisterte Schülerinnen. Die Fraunhofer- Forscher stellen an diesem Tag von Berlin bis Freiburg, von Aachen bis Dresden interessierten Mädchen neueste Technologien vor und bieten Einblicke in ihre tägliche Arbeit.

YouTube, MyVideo oder die ZDFmediathek kennt heute fast jeder. Stundenlang kann man die Videobeiträge nach seinen Lieblingssängern durchsuchen und später am PC anschauen. Doch das kostet Zeit. Am Fraunhofer- Institutszentrum Schloss Birlinghoven bei Bonn erfahren Schülerinnen, wie sich Videoinhalte mit modernen Verfahren der Video- und Sprachanalyse automatisch analysieren lassen. „Die Jugendlichen können bestimmte Informationen oder Lieblingsvideos noch leichter und schneller finden als bisher. Außerdem dürfen sie exklusiv die neue Generation der Videosuche testen und wie die Profis die besten Videos zu interessanten Themen herausfiltern“, sagt Daphne Theodoridis, die in Zusammenarbeit mit den Beauftragen für Chancengleichheit für das Programm des Girls’Day verantwortlich ist. 70 Schülerinnen können hier hinter die Kulissen der Forschung schauen. In einem weiteren Workshop erfahren die Jugendlichen alles über Twitter. Twitter heißt auf englisch zwitschern oder schnattern. Bei Twitter verschickt man kurze Nachrichten an eine ausgewählte Gruppe von Kontakten. Profis oder Politiker wie Barack Obama nutzen Twitter inzwischen weltweit als Kommunikationskanal. Wie das Gezwitscher im Kommunikationsdschungel funktioniert, zeigen die Fraunhofer-Experten ihrem jungen Publikum.

„Solarforschung in der Praxis“ steht im Mittelpunkt der Workshops am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Die Mädchen erfahren dabei alles über die Photovoltaik, einen der Schwerpunkte am ISE. Zunächst charakterisieren sie unter Anleitung der Solarexperten Solarmodule mit Hilfe der Strom-Spannungs (IV) Kennlinienmessung. „Die Mädchen lernen dabei, herauszufinden, wie effizient ein Solarmodul arbeitet“, sagt Anne Kovach-Hebling, die den Girls’Day am ISE organisiert. In einem anderen Workshop texturieren die Besucherinnen Silizium-Wafer mit einer Pyramidenstruktur, um die Reflexionsverluste zu verringern. Die Qualität ihrer eigenen Texturversuche können die Mädchen anschließlich mit Hilfe eines 3-D-Mikroskops anschauen und beurteilen. Im freien Gelände lernen die Schülerinnen, wie Experten mit einer Verschattungsanalyse die optimalen Standorte für Solaranlagen herausfinden. In Berlin können sich Mädchen am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI, über die Kommunikation via Glasfaser informieren und in die digitale 3-D-Welt eintauchen. Im Workshop „Megawelt“ bauen sie sich ein kleines Lichtwellen-Netzwerk auf, in der „Mikrowelt“ fertigen sie ihre eigenen Wafer in absolut staubfreien Räumen. In der „Interaktiven Welt“ schließlich steuern sie virtuelle Objekte ganz ohne Berührung und sehen echte dreidimensionale Bilder und Filme ohne eine spezielle Brille.

Am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising wird ebenfalls eifrig probiert: Bei „Eiskalt erwischt“ erfahren die Gäste, wie sich mit Hilfe von pflanzlichen Proteinen leckeres Speiseeis herstellen lässt. „Riechen, Schmecken Forschen“, hier geht es darum, Lebensmittel nach Geruch und Geschmack zu bewerten – eine Aufgabe, die die Lebensmitteltester am IVV jeden Tag wieder übernehmen müssen. An der Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK in München steht als Thema des Tages „Sicherheit im Internet – Deine Spuren im World Wide Web“ auf der Agenda. Die Schülerinnen richten ein sicheres kabelloses Netzwerk ein und lernen, wie sie sichere Passwörter anlegen und ihre persönlichen Daten im Netz schützen können. Im Fokus stehen vor allem Verhaltensregeln beim Besuch von Internetportalen wie Schüler-VZ. Auch Technik und Sicherheitsregeln beim Telefonieren mit Skype werden praktisch erprobt.

Seit dem Jahr 2001 laden vor allem technische Unternehmen und Organisationen Mädchen der 5. bis 10. Klassen in ihre Werkstätten, Büros und Labore ein und informieren über technische und wissenschaftliche Arbeitsfelder. Der Mädchen-Zukunftstag wird vom Verein Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit auf Bundesebene koordiniert. Der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ; sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Webtipp: >> www.fraunhofer.de

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