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	<title>ETHIKER &#187; Bündnis Bahn</title>
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	<description>TAGESZEITUNG FÜR CSR UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNG</description>
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		<title>Ein Jahr nach ICE- Ungl&#252;ck von K&#246;ln: DB AG ist nicht steuerbar</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 10:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[WIRTSCHAFT]]></category>
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		<description><![CDATA[Frankfurt am Main Das B&#252;ndnis Bahn f&#252;r Alle res&#252;miert anl&#228;&#223;lich des 1. Jahrestags des ICE- Ungl&#252;cks von K&#246;ln am 09. Juli 08: Es ist offenbar nicht m&#246;glich, durchzusetzen, dass die Sicherheit der Fahrg&#228;ste &#252;ber die Eigeninteressen der DB AG gestellt wird. Auch die Einschr&#228;nkungen im Zugverkehr sind nach einem Jahr nicht behoben, sondern statt dessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frankfurt am Main</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2516" style="float: left;" title="attaclogo" src="http://www.ethiker.com/wp-content/uploads/2009/02/attaclogo.jpg" alt="attaclogo" width="195" height="106" />Das B&#252;ndnis Bahn f&#252;r Alle res&#252;miert anl&#228;&#223;lich des 1. Jahrestags des ICE- Ungl&#252;cks von K&#246;ln am 09. Juli 08: Es ist offenbar nicht m&#246;glich, durchzusetzen, dass die Sicherheit der Fahrg&#228;ste &#252;ber die Eigeninteressen der DB AG gestellt wird. Auch die Einschr&#228;nkungen im Zugverkehr sind nach einem Jahr nicht behoben, sondern statt dessen mittlerweile Normalfall. Mit den bekanntgewordenen Problemen an hunderten von G&#252;terzugachsen und R&#228;dern der Berliner S- Bahn ist deutlich, dass es sich um ein fundamentales Problem handelt, dem ein Systemfehler zugrunde liegt.<span id="more-3573"></span></p>
<p>Carl Wa&#223;muth, Bahnexperte und Vertreter von attac im B&#252;ndnis: &#8220;Der Bund als Eigent&#252;mer ist unf&#228;hig, den Konzern DB AG zu steuern. Als einzigen Zugriff steht ihm der Wechsel des Vorstands zu Verf&#252;gung. Das ist zwar geschehen, aber ganz offenbar dennoch nicht ausreichend. Der B&#246;rsengang muss ganz abgesagt, die Bahn wieder unter demokratische Kontrolle gebracht werden.&#8221;</p>
<p>Dass die DB AG weiss, dass K&#246;ln kein Einzelfall war, zeigen die Bestellung einer gro&#223;en Anzahl von Ultraschallpr&#252;fanlagen zur Achspr&#252;fung und von neuen ICEs mit Radsatzwellen aus anderem Material bzw. mit anderem Konstruktionsprinzip. Der neue Vorstandsvorsitzende Dr. R&#252;diger Grube schl&#228;gt einen neuen Vorstandsposten &#8220;Technik&#8221; vor, weist aber weiterhin die Verantwortung der Bahnindustrie zu. Erforderlich w&#228;ren jedoch nach einhelliger Fachmeinung umfassende Betrachtungen zu den Achsbelastungen &#8211; ein Bereich, der ausschlie&#223;lich im Verantwortungsbereich der DB AG liegt. Dazu Carl Wa&#223;muth: &#8220;Bei einer Untersuchung der tats&#228;chlichen Belastung der Achsen k&#228;me die marode Infrastruktur in den Fokus &#8211; das soll wohl verhindert werden. Statt dessen droht das von Grube angek&#252;ndigte Sparprogramm &#8220;reACT09&#8243; das Kaputtsparen, das in der Vergangenheit schon massiv stattgefunden hat und das mittelbar den Achsbruch verursacht hat, auf die Spitze zu treiben.&#8221;</p>
<p>Bahn f&#252;r Alle kritisiert weiter: Die in der Sache untersuchende K&#246;lner Staatsanwaltschaft zeigt sich unf&#228;hig, den Vorgang zeitnah, fachkompetent und unter angemessener Information der &#214;ffentlichkeit zu bearbeiten. So wurde zugelassen, dass die Achse vor der &#220;bergabe an die Materialpr&#252;fanstalt vom Drehgestell entfernt wurde. Auch die Unrundheit der R&#228;der, ein ma&#223;geblicher Faktor f&#252;r die Schwingsicherheit der Radsatzwelle, liess man nicht untersuchen (1). Der erste Bericht der Bundesantalt f&#252;r Materialpr&#252;fung (BAM) vom September &#8217;08 gelangte nur zuf&#228;llig an die &#214;ffentlichkeit. Die Staatsanwaltschaft selbst verweigert jede Auskunft. Eine Folgestudie bei der BAM, die aufgrund von weiteren aufgefundenen Rissen an ICE-Achsen im Herbst 2008 in Auftrag gegeben wurde, liegt seit M&#228;rz 2009 vor. Sie wird jedoch von der Staatsanwaltschaft unter Verschlu&#223; gehalten. Auch vier bekannte Verkehrsexperten, die im Zusammenhang mit dem Unfall Anzeige erstattet hatten, werden die Informationen vorenthalten.</p>
<p>Mitglieder von Bahn f&#252;r Alle haben zusammen mit anderen (2) mit einer &#246;ffentlichen Aktion an die Beinahe-Katastrophe eines ICE-Achsbruchs auf der Hohenzollernbr&#252;cke im Juli 2008 erinnert. An der Stelle, an der zuvor der ICE entgleist war, brachten sie ein Transparent &#8220;Vorsicht  &#8211; Achsbruch !&#8221; an. Die Kundgebungsteilnehmer lie&#223;en eine nachempfundenen ICE-Achse brechen und sanken anschlie&#223;end zu Boden. Mit der Aktion wiesen die Bahnfreunde auf den fatalen Zusammenhang zwischen Privatisieriungsbestreben und der Vernachl&#228;ssigung von Sicherheitsaspekten hin.</p>
<p>___________________</p>
<p><strong>Webtipp: </strong><a  href="http://www.attac.de">&gt;&gt; www.attac.de</a></p>
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