Klimawandel auf der Spur
Eisschmelze mit Turbo- Effekt
Stuttgart
Wie stark wirkt sich der Klimawandel langfristig auf die eisbedeckten Gebiete der Erde aus und welche Folgen hat das für den Meeresspiegel? Diese Fragen untersuchen Mitarbeiter des Geodätischen Instituts der Universität Stuttgart zusammen mit Kollegen der Curtin University of Technology in Perth, Australien, auf der Basis von Messdaten der Satellitenmission GRACE. Sie fanden heraus, dass die Eismassen über Grönland in den letzten Jahren kontinuierlich und weitaus mehr als erwartet abgenom-men haben. Dadurch stieg der Meeresspiegel durchschnittlich um etwa 0,5 Millimeter pro Jahr an.
Mit dem Start der Satellitenmission GRACE wurde es erstmals möglich, globale Massenänderungen wie zum Beispiel das Abschmelzen von Eismassen zu bestimmen, indem man Änderungen der Erdanziehungskraft (Gravitation) misst. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 01.12.2009 Rubrik: UMWELT
• kommentieren »
Sommerliches Meereisminimum in der Arktis erreicht
Tief greifende Erholung der Eisbedeckung bleibt aus
Bremerhaven / Hamburg
Eisschollen in der Arktis, Foto: Alfred-Wegener-Institut
Mit den kürzer werdenden Tagen geht auch die Saison der Eisschmelze in der Arktis zu Ende. Am 12. September registrierten Satellitenaufnahmen das Minimum in der diesjährigen Meereisbedeckung von 5,1 Millionen Quadratkilometern im Nordpolarmeer.
Damit bestätigt sich die Entwicklung aus den letzten drei Jahren, dass die Eisausdehnung am Ende des Sommers nur noch etwa 70 Prozent des langfristigen Mittelwertes der Jahre 1979 bis 2000 beträgt. Dieser langfristige Mittelwert liegt bei knapp sieben Millionen Quadratkilometern, das Rekordminimum im Jahr 2007 lag bei 4,1 Millionen Quadratkilometern. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 18.09.2009 Rubrik: UMWELT
• kommentieren »
Vorteil für die Kleinen – Klimawandel beeinflusst die Größe mariner Organismen
Kiel
Drastische Veränderungen des Phytoplanktons bei einer Erwärmung um sechs Grad Celsius: Das linke Bild zeigt ein mikroskopisches Foto von der Frühjahrsblüte des Phytoplanktons, wie sie sich unter gegenwärtigen Temperaturverhältnissen ausbildet. Große Kieselalgen dominieren. Bei sechs Grad Celsius Erwärmung (rechtes Bild) dominieren hingegen wesentlich kleinere Flagellaten. Aufnahme: IFM-GEOMAR
Das Eis schmilzt, der Meeresspiegel steigt, Tierarten erobern neue Lebensräume. Die Erwärmung des Erdklimas hat viele Folgen. Wissenschaftler des Kieler Leibniz- Instituts für Meereswissenschaften (IFM- GEOMAR) haben jetzt zusammen mit französischen Kollegen nachgewiesen, dass der Klimawandel auch die Größe von Organismen beeinflusst. Die entsprechende Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe der renommierten US- Fachzeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences”. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 24.07.2009 Rubrik: FORSCHUNG
• kommentieren »
Technische Universität Dresden
Wie reagieren Tibets Gletscher auf den Klimawandel?
Dresden
Die Wasserressourcen weiter Teile Süd- und Südostasiens hängen in entscheidendem Maß vom sommerlichen Monsun und der Schnee- und Eisschmelze am Himalaya und auf dem tibetischen Plateau ab. Wie der Wasserhaushalt der großen Flüsse, die in der Region entspringen, sich im Zuge des weltweiten Klimawandels verändern könnte, ist deshalb eine für viele Millionen Menschen in Tibet, China, Nepal, Indien und den angrenzenden Ländern von hoher Bedeutung. Im Rahmen des Schwerpunktprogramms “Tibetan Plateau: Formation, Climate, Ecosystems (TiP)” der Deutschen Forschungsgemeinschaft haben deshalb Prof. Manfred Buchroithner vom Institut für Kartographie der TU Dresden, Prof. Christoph Schneider von der RWTH Aachen und seine Doktorandin sowie Promovend Dipl.-Ing. Fabien Maussion von der TU Berlin gemeinsam chinesischen Wissenschaftlern vom Institute of Tibetan Plateau Research (ITP) der Chinese Academy of Science (CAS) zwei automatische Energiebilanzstationen auf dem Zhadang- Gletscher in der nördlich Lhasa gelegenen Gebirgskette Nyenchentanghla (bis 7162 m) installiert. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 06.05.2009 Rubrik: FORSCHUNG
• kommentieren »
World Glacier Monitoring Service
Globales Gletscherschmelzen geht weiter
Zürich
Foto: Setzen einer Messstange auf der Gletscherzunge, D. Vonder Mühll
Weltweit schmelzen die Gletscher in hohem Tempo weiter. Wie die neuesten Zahlen des World Glacier Monitoring Service an der Universität Zürich für das Jahr 2007 zeigen, ist die Eisdicke der Gletscher um durchschnittlich 67 Zentimeter Wasseräquivalent (w.e.) dünner geworden. In den Alpen haben einzelne Gletscher bis 2.5 Meter w.e. an Dicke verloren.
Die neusten, noch vorläufigen Daten von insgesamt mehr als 80 Gletschern bestätigen den globalen Trend der Eisschmelze seit 1980. In diesem Zeitraum haben die Gletscher mit Langzeitmessreihen (30 Gletscher in 9 Gebirgsregionen) durchschnittlich mehr als 11 Meter w.e. an Dicke verloren. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 29.01.2009 Rubrik: FORSCHUNG
• kommentieren »