Gericht lehnt Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen der Deutschen Lebensmittelbuchkommission ab
Schinkenbrot ohne Schinken, Wrackheringe und andere absurde Festlegungen bleiben Geheimsache
Berlin

Schinkenbrot muss in Deutschland keine Spur Schinken enthalten. Wer solche Festlegungen mit welchen Argumenten durchgesetzt hat, bleibt weiterhin Geheimsache. Das Verwaltungsgericht Köln hat eine Klage der Verbraucherrechts- Organisation foodwatch auf Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle abgewiesen (Az 13 K 119/08). „Das Lebensmittelbuch bleibt ein Buch mit sieben Siegeln“, erklärte foodwatch- Geschäftsführer Thilo Bode. Er kündigte an, Berufung einzulegen.
foodwatch hatte Ende 2007 Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, um eine Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der Lebensmittelbuch- Kommission zu erreichen. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 10.03.2010 Rubrik: GESELLSCHAFT
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Internationale Fachtagung in DBU griff Zukunftsthema auf – Fortschritte bei Produktionsverfahren
Pharmazie: nachhaltige Ansätze benötigen noch Vitaminschub
Osnabrück
“Green and Sustainable Pharmacy” lautet der Titel des Fachbuches, das die Herausgeber, Dr. Maximilian Hempel (links), Leiter des DBU- Referates Umweltchemie, und Prof. Dr. Klaus Kümmerer (rechts), Leiter der Sektion Angewandte Umweltforschung am Universitätsklinikum Freiburg, anlässlich der internationalen DBU- Fachtagung “2nd International Conference on Sustainable Pharmacy. Incentives and Perspectives” ankündigten.

Für eine hohe Lebensqualität des Menschen sind sie ein Segen. Aber etwa Geier oder Fische können sie gefährden: Arzneimittel und ihre zumindest in Spuren in der Umwelt nachweisbaren Rückstände. Die Geier- Population in Indien und Pakistan schwindet durch Wirkstoffe eines Schmerzmittels, mit dem Rinder behandelt werden. Bei Fischen konnte eine “Verweiblichung” nachgewiesen werden durch Wirkstoffe aus hormonellen Verhütungsmitteln, die die Wasseraufbereitung passieren. Welche Innovationen zeichnen sich in der Pharmazie – etwa in der Entwicklung umweltfreundlicher Wirkstoffe – ab? “Bei neuen umweltfreundlichen Produktionsverfahren zur Vermeidung von Emissionen sind schon gute Fortschritte erreicht worden. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 24.02.2010 Rubrik: UMWELT
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Listeriose- Fälle:
Bakterien- Käse als Todesursache schon im Januar bekannt – Behördenversagen bei Informationspolitik
Berlin

Schon viel früher als bisher berichtet war den Behörden in Deutschland und Österreich bekannt, dass die Listeriose- Erkrankungen mit Todesfolge eindeutig auf Käseprodukte des österreichischen Herstellers Prolactal zurückzuführen waren, der in Deutschland bei Lidl vertrieben wurde. Nach einer Recherche der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch lag der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES bereits am 20. Januar 2010 ein Bericht vor, der diesen Zusammenhang zweifelsfrei darstellt. Die deutschen Behörden wussten davon spätestens Anfang Februar. Erst am 16. Februar jedoch gab Lidl eine unmissverständliche Verzehrswarnung heraus. Die deutschen Behörden ihrerseits gingen zu keinem Zeitpunkt mit einer Verzehrswarnung an die Öffentlichkeit. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 22.02.2010 Rubrik: GESELLSCHAFT
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Arzneimittel sind unentbehrlich für eine hohe Lebensqualität.
Saubere Lösungen gesucht: Internationale Experten diskutieren in DBU Strategien einer nachhaltigen Pharmazie
Osnabrück

Arzneimittel sind unentbehrlich für eine hohe Lebensqualität. Allerdings: Ihre Anwendung hat auch eine Kehrseite. Sie sind zumindest in Spuren weit verbreitet in der Umwelt nachweisbar. Einige pharmazeutische Wirkstoffe werden bei der Abwasserbehandlung nur unvollständig entfernt. Falls eine Abwasserbehandlung überhaupt stattfindet: Weltweit gelangen rund 90 Prozent der Abwässer ungeklärt oder nicht ausreichend gereinigt in die Gewässer. Als Folge konnten bei Tieren Fortpflanzung- und Entwicklungsstörungen nachgewiesen werden, zum Beispiel die “Verweiblichung” von Fischen durch Wirkstoffe aus hormonellen Verhütungsmitteln. Einzelne Wirkstoffe können sogar die Trinkwasseraufbereitung passieren und sind im Trinkwasser nachweisbar. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 16.02.2010 Rubrik: UMWELT
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Greenpeace veröffentlicht neue Bewertung von Agrargiften in Lebensmitteln
Schwarze Liste der gefährlichsten Pestizide
Hamburg

Greenpeace veröffentlicht heute eine Liste von 451 weltweit eingesetzten Pestiziden, die besonders gesundheits- und umweltgefährdend sind. Rund ein Drittel davon sind auch in der europäischen Lebensmittelproduktion zugelassen. Für die Studie Die schwarze Liste der Pestizide haben zwei unabhängige Experten im Auftrag der Umweltorganisation alle relevanten international eingesetzten 1150 Pflanzenschutzmittel nach ihrer Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt überprüft. Die gelisteten Agrargifte können unter anderem Krebs auslösen, die Fruchtbarkeit beeinflussen oder eine neurotoxische Wirkung haben. Greenpeace fordert, dass der Einsatz gefährlicher Pestizide weltweit beendet wird.
“In der konventionellen Landwirtschaft werden nach wie vor Chemikalien verwendet, die Menschen krank machen und die Natur zerstören können”, sagt Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 05.02.2010 Rubrik: UMWELT
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foodwatch bietet Mitmachtool zum Einbinden für Websites und Blogs
Mit Widgets für die Ampelkennzeichnung
Berlin

Weit mehr als 40.000 Verbraucher haben auf foodwatch.de bereits bei der Online- Mitmachaktion für die Nährwert- Ampel mitgemacht – jetzt können Blogger und Website- Betreiber die Aktion auch auf ihre Seite holen. Unter http://www.foodwatch.de/widgets bietet die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch Widgets in mehreren Formaten an, die wie Banner in Internetseiten eingebunden werden können. In dem Fenster können Verbraucher direkt an der foodwatch- Aktion teilnehmen. Damit unterzeichnen sie eine E- Mail an die zuständigen Politiker in Europa, in der sie die Einführung der Nährwert- Ampel für Lebensmittel fordern. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 04.02.2010 Rubrik: GESELLSCHAFT
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Aigner muss Verbraucher schützen:
Verbotene Weichmacher in Vliestapeten
Frankfurt / Berlin

Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen des Magazins “Ökotest”, nach denen fast alle untersuchten Vliestapeten mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind, erklärte Patricia Cameron, Chemieexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): “Es ist inakzeptabel, dass in unseren Wohnungen, in öffentlichen Räumen und Büros Materialien eingesetzt werden, die in anderen verbrauchernahen Anwendungen aus gutem Grund verboten sind. Weichmacher können hormonelle Störungen verursachen und sogar Krebs auslösen. Deshalb müssen diese Schadstoffe aus allen uns umgebenden Produkten und Materialien verschwinden.” …Weiterlesen »
Von Redaktion am 01.02.2010 Rubrik: GESELLSCHAFT
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Oxfams Charity- Geschenke helfen Menschen in Armut und Not
Damit die Freundin nicht meckert: eine Ziege für die Liebste
Berlin

Wahre Liebe können sich Pärchen am 14. Februar mit den ausgefallenen Valentinstagsgeschenken von OxfamUnverpackt beweisen. Eine echte Ziege statt Kuscheltier, zehn junge Bäume statt Blumen oder einen Monat Trinkwasser statt der üblichen Flasche Wein zeigen dem Partner, dass er oder sie etwas ganz besonderes ist.
Und so funktioniert es: …Weiterlesen »
Von Redaktion am 28.01.2010 Rubrik: WIRTSCHAFT
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Zu viele offene Fragen zu Inventar und Zustand des Bergwerks:
Keine voreilige Entscheidung zum Atommülllager Asse
Berlin

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat davor gewarnt, sich voreilig auf eine bestimmte Option zur Zukunft des Atommüllendlagers Asse in Niedersachsen festzulegen. Die bisherigen Erkenntnisse über das eingelagerte radioaktive Inventar in dem ehemaligen Bergwerk und über den Zustand des Salzstocks ließen die Entscheidung für eine der drei untersuchten Schließungsvarianten nicht zu. Der Vergleich der verschiedenen Optionen zeige vor allem, dass alle diskutierten Varianten große Probleme mit sich brächten. Um mögliche Risiken für die Anwohner in der Region um Wolfenbüttel und für die Umwelt zu minimieren, seien weitere Untersuchungen erforderlich. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 14.01.2010 Rubrik: POLITIK
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UNICEF- Bericht zur Lage der Kinder in Industrieländern 2010:
Mittelplatz für Deutschland
Köln

Mit einer neuen internationalen Vergleichsstudie zur Situation der Kinder in Industrieländern zeigt UNICEF für Deutschland Verbesserungen, aber auch erhebliche Probleme auf. Deutschland liegt jetzt auf Platz acht und damit im oberen Mittelfeld von 21 Industrienationen, wenn es darum geht, eine gute Lebensumwelt für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Den ersten Platz belegen erneut die Niederlande. Dringenden Handlungsbedarf sieht UNICEF in Deutschland hinsichtlich der Situation allein erziehender Mütter und ihrer Kinder. Sie sind seit Jahren unverändert besonders stark von materieller Armut betroffen. Als Besorgnis erregend wertet UNICEF, dass Jugendliche hierzulande ihre beruflichen Perspektiven düsterer sehen als ihre Altersgenossen in allen anderen Industrienationen. Sie berichten häufiger als junge Menschen in anderen Ländern davon, sich allein gelassen und als Außenseiter zu fühlen. …Weiterlesen »
Von Redaktion am 14.01.2010 Rubrik: GESELLSCHAFT
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