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	<title>ETHIKER &#187; Kinderspielzeug</title>
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	<description>TAGESZEITUNG FÜR CSR UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNG</description>
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		<title>BVL fordert Importeure und Hersteller von PVC-Kinderspielzeug und Lederwaren zum Handeln auf</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 22:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[POLITIK]]></category>
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		<description><![CDATA[Braunschweig Jochen Heimberg, Bundesamt f&#252;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit &#8211; BVL Das &#214;l jeder vierten Fischkonserve &#252;berschritt die gesetzlichen H&#246;chstmengen f&#252;r den krebserregenden Stoff Benzo(a)pyren. Sprossen und Keimlinge sowie zerkleinert verkauftes Obst und Gem&#252;se enthalten vielfach Bakterien und F&#228;kalkeime. Lederwaren sind h&#228;ufig mit Chrom (VI) belastet, einem stark giftigen krebserregenden und erbgutver&#228;ndernden Stoff. Bei einem Prozent [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Braunschweig</strong></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Jochen Heimberg, Bundesamt f&#252;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit &#8211; BVL</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1361" style="float: left;" title="bvl" src="http://www.ethiker.com/wp-content/uploads/2008/09/bvl.jpg" alt="bvl" width="195" height="107" /></p>
<p>Das &#214;l jeder vierten Fischkonserve &#252;berschritt die gesetzlichen H&#246;chstmengen f&#252;r den krebserregenden Stoff Benzo(a)pyren. Sprossen und Keimlinge sowie zerkleinert verkauftes Obst und Gem&#252;se enthalten vielfach Bakterien und F&#228;kalkeime. Lederwaren sind h&#228;ufig mit Chrom (VI) belastet, einem stark giftigen krebserregenden und erbgutver&#228;ndernden Stoff.</p>
<p>Bei einem Prozent der ausl&#228;ndischen Bioware handelt es sich um konventionelles Obst und Gem&#252;se oder es wurden unzul&#228;ssig Pflanzenschutzmittel eingesetzt. <span id="more-1733"></span>Dies teilte das Bundesamt f&#252;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gestern in Berlin bei der Vorstellung der Ergebnisse des Bundesweiten &#220;berwachungsplans mit. Insgesamt wurden 2007 im Rahmen des von Bund und L&#228;ndern getragenen Programms &#252;ber 28.000 Proben von Lebensmitteln, Spielzeug, Textilien, Kosmetika und K&#246;rperpflegeprodukten von den Experten der Bundesl&#228;nder untersucht.</p>
<p><strong>Lebensmittel</strong><br />
In Pflanzen&#246;l eingelegter R&#228;ucherfisch war vielfach auf Grund polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe zu beanstanden. Das &#214;l jeder vierten Fischkonserve &#252;berschritt die gesetzlichen H&#246;chstmengen f&#252;r den krebserregenden Stoff Benzo(a)pyren. Die belasteten Produkte stammten zu rund 98 Prozent aus dem Baltikum.</p>
<p><strong>Vorzerkleinertes, zum Verzehr fertig angebotenes Obst und Gem&#252;se</strong> sowie Sprossen und Keimlinge enthielten vielfach Bakterien und F&#228;kalkeime. So war jede 5. Probe Sprossen und Keimlinge sowie jede 13. Probe zerkleinert verkauften Obstes und Gem&#252;ses mit einer Gesamtkeimzahl oberhalb empfohlener Richtwerte belastet.</p>
<p>Knapp 40% der untersuchten <strong>Erfrischungsgetr&#228;nke</strong> enthielt Benzol. Benzol kann in Erfrischungsgetr&#228;nken entstehen, denen der Konservierungsstoffe Benzoes&#228;ure zugesetzt wurde und die Ascorbins&#228;ure, als Zusatzstoff oder nat&#252;rlicher Inhaltstoff sowie geringe Mengen Eisen/Kupfer enthalten. Benzol wirkt krebserzeugend und keimzellsch&#228;digend. Die Aufnahme des Stoffs sollte grunds&#228;tzlich vermieden werden. Das BVL forderte die Industrie auf, die Rezeptur ihrer Erfrischungsgetr&#228;nke zu &#252;berpr&#252;fen, um die Benzolbelastung zu minimieren.</p>
<p><strong>Imbisse und Gastst&#228;tten</strong> verkauften h&#228;ufig ein Mischprodukt aus Magermilch und Pflanzen&#246;l in Salzlake als &#8220;K&#228;se&#8221;. Bei mehr als jeder vierten Verdachtsprobe handelte es sich um Mogelk&#228;se. Die amtlichen Lebensmittelkontrolleure der Bundesl&#228;nder wollen daher im Rahmen der Lebensmittel&#252;berwachung verst&#228;rkt auf die Zusammensetzung und Kennzeichnung von K&#228;se achten.</p>
<p><strong>Biolebensmittel</strong><br />
Bei rund einem Prozent des ausl&#228;ndischen Bio-Obsts und -Gem&#252;ses wurden Pflanzenschutzmittel illegal eingesetzt oder konventionelle Fr&#252;chte wurden als Bioware verkauft. Von den 358 untersuchten ausl&#228;ndischen Bio-Lebensmittelproben konnten dar&#252;ber hinaus in sechs der zehn positiven Proben Pflanzenschutzmittelr&#252;ckst&#228;nde nachgewiesenen werden, deren geringe Menge darauf hindeuten, dass sie aus der konventionellen Bewirtschaftung mit dem Wind auf Biofl&#228;chen getragen wurden.</p>
<p><strong>Bio-Getreidemehl und -Teigwaren</strong> enthielten trotz des Verzichts auf fungizide Pflanzenschutzmittel deutlich seltener R&#252;ckst&#228;nde des Schimmelpilzgifts DON als konventionell erzeugte Ware. Deoxynivalenol (DON) wird von Schimmelpilzen gebildet und kann aufgrund seiner Giftigkeit in h&#246;heren Dosen zu Erbrechen, Durchfall und Hautreaktionen f&#252;hren. Bei den positiven Proben waren allerdings die Bioproben deutlich st&#228;rker belastet als die Proben aus konventioneller Erzeugung.</p>
<p><strong>Bedarfsgegenst&#228;nde und Kosmetika</strong><br />
Lederwaren wie Arbeitsbekleidung, Schuhe, aber auch Rucks&#228;cke und Taschen waren vielfach mit hohen Gehalten von Chrom (VI) belastet. Der Stoff ist stark giftig, wirkt krebserregend und erbgutver&#228;ndernd und kann zu allergischen Hautreaktionen f&#252;hren. Von den etwa 600 untersuchten Proben enthielten rund 43 % Chrom (VI). Der Stoff darf in Arbeitsschutzausr&#252;stungen nicht nachweisbar sein. F&#252;r andere Bedarfsgegenst&#228;nde wird derzeit eine H&#246;chstmenge festgesetzt.</p>
<p><strong>Spielzeuge</strong> enthielten h&#228;ufig verbotene Weichmacher. Die in weichen PVC-Kunststoffen eingesetzten Chemikalien stehen im Verdacht, das Erbgut zu sch&#228;digen und Krebs auszul&#246;sen. Besonders schlecht fielen die Ergebnisse bei Figuren und Puppen aus weichem Kunststoff auf. Jede 13. Teilprobe enthielt die verbotenen Chemikalien. Das BVL fordert den Handel auf, durch eine Verbesserung des Qualit&#228;tsmanagements f&#252;r den Schutz der Gesundheit der Kinder zu sorgen.</p>
<p><strong>Lippenstifte</strong> waren frei von bestimmten, krebserregenden Azofarbstoffe, die seit 2006 nicht mehr in Kosmetika verwendet werden d&#252;rfen. Die Untersuchungen belegen, dass die Kosmetikindustrie die neue Verordnung vollst&#228;ndig umgesetzt hat.<br />
<strong><br />
HINTERGRUNDINFORMATION</strong><br />
Im Rahmen des Bundesweiten &#220;berwachungsplans werden von den &#220;berwachungsbeh&#246;rden der Bundesl&#228;nder seit 2006 Lebensmittel, Bedarfsgegenst&#228;nde, Kosmetika, Spielzeug, Wein und Tabakwaren untersucht. Die von den &#220;berwachungsbeh&#246;rden der L&#228;nder erhobenen Daten werden vom BVL ausgewertet. Die Ergebnisse des Bundesweiten &#220;berwachungsprogramms dienen dazu, zuk&#252;nftige Untersuchungsschwerpunkte der Lebensmittel&#252;berwachung festzulegen. Neue Erkenntnisse aus dem Bundesweiten &#220;berwachungsplan flie&#223;en in die Rechtsetzung der Bundesregierung ein und werden als Grundlage f&#252;r Beratungen auf Europ&#228;ischer Ebene herangezogen. &#220;berschreitungen von H&#246;chstgehalten werden von den Bundesl&#228;ndern verfolgt. Vielfach werden schriftliche oder m&#252;ndliche Verwarnungen ausgesprochen, in schweren F&#228;llen oder dem Nachweis eines Vorsatzes werden Bu&#223;gelder verh&#228;ngt.</p>
<p>Die Auswahl der Untersuchungsschwerpunkte ist auf Betriebe und Produkte gerichtet, von denen ein erh&#246;htes Risiko f&#252;r den Verbraucher ausgehen kann. Aus der Zahl der Beanstandungen aus dem Bundesweiten &#220;berwachungsplan kann daher nicht auf die generelle Sicherheit der Lebensmittel und Bedarfsgegenst&#228;nde und die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen durch alle Betriebe in Deutschland geschlossen werden. Im Fokus der im Rahmen des Bundesweiten &#220;berwachungsplans untersuchten Produkte und Betriebe stehen Untersuchungen im Zusammenhang mit neu eingef&#252;hrten H&#246;chstmengen oder ge&#228;nderten Kennzeichnungsvorschriften. Das Programm nimmt auch aktuell auftretende R&#252;ckstandsprobleme auf und wird herangezogen, um vorl&#228;ufige H&#246;chstgehalte f&#252;r R&#252;ckst&#228;nde festzulegen. Da nicht alle Fragestellungen bundesweit relevant sind, entscheiden die L&#228;nder selbst, ob und in welchem Umfang sie sich an den Programmen des Bundesweiten &#220;berwachungsplans beteiligen.</p>
<p>___________________</p>
<p><strong>Webtipp: </strong><a  href="http://www.bvl.bund.de/cln_007/nn_491652/DE/01__Lebensmittel/00__doks__download/05__BUEp__dokumente/BUEp__Bericht__2007.html">&gt;&gt; www.bvl.bund.de</a></p>
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