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	<title>ETHIKER &#187; Lebensmittelhilfen</title>
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	<description>TAGESZEITUNG FÜR CSR UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNG</description>
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		<title>Weltern&#228;hrungsgipfel ignoriert zentrale Ursachen der Hungerkrise</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 23:07:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[POLITIK]]></category>
		<category><![CDATA[Agrarsektor]]></category>
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		<description><![CDATA[Frankfurt am Main Anl&#228;sslich der am heutigen Dienstag in Madrid zu Ende gegangenen Konferenz der Vereinten Nationen &#252;ber Nahrungsmittelsicherheit hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac den Verantwortlichen der Politik Versagen vorgeworfen. &#8220;Auf der Welt hungert fast eine Milliarde Menschen. Doch der Gipfel hat die zentralen Ursachen der Hungerkrise nicht thematisiert. Statt der Bek&#228;mpfung von Symptomen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frankfurt am Main</strong></p>
<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-647" style="float: left;" title="attac" src="http://www.ethiker.com/wp-content/upload/2008/07/attac.jpg" alt="attac" width="195" height="85" /></strong>Anl&#228;sslich der am heutigen Dienstag in Madrid zu Ende gegangenen Konferenz der Vereinten Nationen &#252;ber Nahrungsmittelsicherheit hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac den Verantwortlichen der Politik Versagen vorgeworfen. <cite title="Jutta Sundermann">&#8220;Auf der Welt hungert fast eine Milliarde Menschen. Doch der Gipfel hat die zentralen Ursachen der Hungerkrise nicht thematisiert. Statt der Bek&#228;mpfung von Symptomen ist eine grundlegende Neuordnung des internationalen Finanz- und Handelssystems zu Gunsten der L&#228;nder des S&#252;dens notwendig&#8221;</cite>, sagte Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. <span id="more-2418"></span>Zwar sei zu begr&#252;&#223;en, dass neben den problematischen Lebensmittelhilfen inzwischen gezielte Hilfen f&#252;r Kleinbauern zum Konzept der Weltern&#228;hrungsorganisation und des Weltern&#228;hrungsprogrammes geh&#246;ren. <cite title="Jutta Sundermann">&#8220;Das &#228;ndert aber nichts an den f&#252;r arme Menschen fatalen Rahmenbedingungen des gegenw&#228;rtigen Welthandelssystems, ohne deren &#196;nderung der Kampf gegen Hunger ein Kampf gegen Windm&#252;hlen bleiben muss&#8221;</cite>, betonte Jutta Sundermann.</p>
<p>Attac fordert, die Spekulation mit Agrarrohstoffen strikt zu begrenzen. &#8220;Es waren politische Entscheidungen, die dazu gef&#252;hrt haben, dass die Finanzm&#228;rkte in den vergangenen Jahren auch im Agrarsektor immer gr&#246;&#223;ere Bedeutung bekommen haben. Diese Entwicklung r&#252;ckg&#228;ngig zu machen, ist ebenso eine Frage des politischen Willens&#8221;, stellte Jutta Sundermann klar. Nachdem um die Jahrtausendwende die IT-Spekulationsblase geplatzt war und 2007 die Immobilienblase in den USA folgte, dr&#228;ngten die Finanzanleger auf der Suche nach neuen Anlagem&#246;glichkeiten auf die Rohstoffm&#228;rkte. Dies provozierte dort einen Teil der dramatischen Preissteigerungen, die 2008 die Zahl der Hungernden nach oben katapultierten.</p>
<p>Zudem fordert Attac, internationale Agrarabkommen aufzuheben, die einseitig gro&#223;e Konzerne unterst&#252;tzen und in den letzten Jahren zu einer dramatischen Konzentration im Agrarmarkt gef&#252;hrt haben, die Subventionierung von Agrosprit zu stoppen und die im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO von den Industriel&#228;ndern durchgesetzten Patentrechte zur&#252;ckzunehmen, die den Zugang zu Saatgut f&#252;r Millionen von Kleinbauern erschweren. Die Bek&#228;mpfung des Hungers sei unter dem Dach der UNO zu organisieren.</p>
<p>Der Bundesregierung warf Attac vor, die akute Nahrungsmittelkrise zu ignorieren und keine Konzepte f&#252;r ihre Bek&#228;mpfung zu haben. <cite title="Kerstin Sack">&#8220;Offensichtlich ist die Bundesregierung zu sehr mit der Rettung von Banken und der deutschen Automobilindustrie besch&#228;ftigt. Gleichzeitig forciert sie jedoch weiterhin Versuche der Europ&#228;ischen Union, Freihandelsvertr&#228;ge mit verschiedenen Regionen im S&#252;den abzuschlie&#223;en, die die Nahrungsmittelkrise nur verst&#228;rken&#8221;</cite>, kritisierte Kerstin Sack, ebenfalls vom Attac-Koordinierungskreis.</p>
<p>Kerstin Sack: <cite title="Kerstin Sack">&#8220;T&#228;glich sterben 20.000 Menschen am Hunger und seinen Folgen. Es ist ein Skandal, dass das Menschenrecht auf Nahrung f&#252;r einen Gro&#223;teil der Menschheit nur auf dem Papier besteht. Wir erleben gerade, wie in k&#252;rzester Zeit in den Industriel&#228;ndern hunderte Milliarden Dollar zur Rettung von Banken mobilisiert werden. Mit 30 Milliarden pro Jahr k&#246;nnte der Hunger weltweit gestoppt werden.&#8221; </cite></p>
<p>_______________</p>
<p><strong>Webtipp: </strong><a  href="http://www.attac.de">&gt;&gt; www.attac.de</a></p>
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