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	<title>ETHIKER &#187; Schutzschirm</title>
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	<description>TAGESZEITUNG FÜR CSR UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNG</description>
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		<title>Ausdrucksstarke Aktion vor dem Kanzleramt in Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 10:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlin &#8220;G20: Regulieren reicht nicht! Schutzschirm f&#252;r Menschen und Umwelt! Die Reichen m&#252;ssen zahlen – weltweit!&#8221; Dieser Forderung haben Aktivistinnen und Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac am Sonntag mit einer Aktion vor dem Kanzleramt in Berlin Nachdruck verliehen. Anlass war das Vorbereitungstreffen europ&#228;ischer Staats- und Regierungschefs f&#252;r den Gipfel der 20 wirtschaftsst&#228;rksten L&#228;nder (G20) am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin</strong></p>
<p><strong><img class="alignnone size-full wp-image-2516" style="float: left;" title="attaclogo" src="http://www.ethiker.com/wp-content/uploads/2009/02/attaclogo.jpg" alt="attaclogo" width="195" height="106" /></strong>&#8220;G20: Regulieren reicht nicht! Schutzschirm f&#252;r Menschen und Umwelt! Die Reichen m&#252;ssen zahlen – weltweit!&#8221;  Dieser Forderung haben Aktivistinnen und Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac am Sonntag mit einer Aktion vor dem Kanzleramt in Berlin Nachdruck verliehen. Anlass war das Vorbereitungstreffen europ&#228;ischer Staats- und Regierungschefs f&#252;r den Gipfel der 20 wirtschaftsst&#228;rksten L&#228;nder (G20) am 2. April in London. <cite title="Sabine Leidig">&#8220;Auch wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Amtskollegen sich zurzeit gern verbalradikal geben &#8211; die bisher bekannt gewordenen Pl&#228;ne der G20 lassen nur einen Schluss zu: Mit wachsweichen Reformen wollen sie die internationalen Finanzm&#228;rkte gerade so weit regulieren, dass sie ihre bisherige Rolle wieder &#252;bernehmen k&#246;nnen. Gewinne sollen privatisiert bleiben, Verluste sozialisiert werden&#8221;</cite>, sagte Sabine Leidig, Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin von Attac Deutschland.<span id="more-2570"></span></p>
<p>Bei der Aktion versuchten als Staats- und Regierungschefs verkleidete Attac-Aktive den in einem Krankenhausbett liegenden Finanzmarktkapitalismus (dargestellt ebenfalls von einem Aktivisten) mit allen Mitteln zu retten. Die Wiederbelebungsma&#223;nahmen reichten von Elektroschocks &#252;ber Finanzspritzen und den Einsatz eines Schuldenbarometers bis hin zu Geldscheinen, die &#8211; dem globalen S&#252;den, Erwerbslosen und der Umwelt entrissen &#8211; in den Tropf und die Taschen des Kranken gestopft wurden.</p>
<p><cite title="Sabine Leidig">&#8220;Wir fordern, dass endlich diejenigen f&#252;r die Krise zahlen, die Jahrzehnte lang von den liberalisierten Finanzm&#228;rkten profitiert haben – auf Kosten der gro&#223;en Mehrheit&#8221;</cite>, sagte Sabine Leidig. Verm&#246;gen und Erbschaften m&#252;ssten endlich angemessen besteuert werden. Zur Refinanzierung der Rettungspakete verlangt Attac eine einmalige Sonderabgabe auf Verm&#246;gen.</p>
<p><cite title="Sabine Leidig">&#8220;Der Ma&#223;nahmenkatalog f&#252;r eine Entmachtung der Finanzm&#228;rkte liegt l&#228;ngst auf dem Tisch&#8221;</cite>, betonte Sabine Leidig. Dazu z&#228;hle vor allem die Schrumpfung der Kapitalm&#228;rkte durch eine radikale Umverteilung von oben nach unten – innerhalb der jeweiligen Gesellschaften sowie zwischen Nord und S&#252;d. Dar&#252;berhinaus fordert Attac, das Schattenbankensystem aus Hedge-Fonds, Zweckgesellschaften und anderen unregulierten Finanzakteuren zu verbieten sowie einen Finanzmarkt-T&#220;V einzuf&#252;hren, der neue Finanzinstrumente standardisiert und pr&#252;ft. Mit der Besteuerung aller Finanztransaktionen soll Spekulation reduziert und die Kurzfristorientierung der Finanzm&#228;rkte geschw&#228;cht werden. Zudem bed&#252;rfe es scharfer Regelungen, um Steuer- und Regulierungsoasen auszutrocknen.</p>
<p>Attac kritisierte scharf, dass die &#228;rmeren L&#228;nder des S&#252;dens weiterhin au&#223;en vorbleiben, obwohl sie unter der Krise am meisten leiden. Notwendig sei eine gemeinsame Finanzaufsicht unter dem Dach der UNO.</p>
<p>Unter dem Motto &#8220;Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise! F&#252;r eine solidarische Gesellschaft&#8221; mobilisiert Attac gemeinsam mit B&#252;ndnispartnern f&#252;r den 28. M&#228;rz &#8211; wenige Tage vor dem G20-Gipfel &#8211; zu Demonstrationen in Berlin und Frankfurt am Main. Der britische Gewerkschaftsdachverband TUC erwartet f&#252;r denselben Tag zu seinen Protesten gegen die G20 in London 100.000 Menschen. Auch die Teilnehmer des Weltsozialforums Ende Januar im brasilianischen Belém haben zu globalen Aktionen am 28. M&#228;rz aufgerufen.</p>
<p>_________________</p>
<p><strong>Webtipp: </strong><a  href="http://www.attac.de">&gt;&gt; www.attac.de</a></p>
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