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ETHIKER DIE TAGESZEITUNG - Montag, 15. März 2010

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Gericht lehnt Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen der Deutschen Lebensmittelbuchkommission ab

Schinkenbrot ohne Schinken, Wrackheringe und andere absurde Festlegungen bleiben Geheimsache

Berlin

foodwatch

Schinkenbrot muss in Deutschland keine Spur Schinken enthalten. Wer solche Festlegungen mit welchen Argumenten durchgesetzt hat, bleibt weiterhin Geheimsache. Das Verwaltungsgericht Köln hat eine Klage der Verbraucherrechts- Organisation foodwatch auf Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle abgewiesen (Az 13 K 119/08). „Das Lebensmittelbuch bleibt ein Buch mit sieben Siegeln“, erklärte foodwatch- Geschäftsführer Thilo Bode. Er kündigte an, Berufung einzulegen.

foodwatch hatte Ende 2007 Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, um eine Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der Lebensmittelbuch- Kommission zu erreichen. …Weiterlesen »


Von wegen „Verbesserte Rezeptur“:

Bertolli- Saucen mit schlechterer Qualität

Berlin

foodwatch

Auf dem Etikett steht „verbesserte Rezeptur“, doch tatsächlich hat sich die Qualität der Produkte verschlechtert – mit dieser Masche führt Unilever die Kunden bei seinen Bertolli Pasta Saucen in die Irre. Ein besonders freches Beispiel hat die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch heute auf www.abgespeist.de, der Internetplattform zum Thema Etikettenschwindel, veröffentlicht: Die Sorte Bertolli „Gegrilltes Gemüse“, die seit Oktober 2009 mit neuer Zusammensetzung verkauft wird. Die angeblich „verbesserte Rezeptur“ enthält ein nicht näher bestimmtes Aroma und den Geschmacksverstärker Hefeextrakt – beide Zutaten waren vor der Umstellung nicht in der Sauce. Außerdem wurde natürlicher Zitronensaft durch den Zusatzstoff E 330 (Citronensäure) ersetzt. …Weiterlesen »


Listeriose- Fälle:

Bakterien- Käse als Todesursache schon im Januar bekannt – Behördenversagen bei Informationspolitik

Berlin

foodwatch

Schon viel früher als bisher berichtet war den Behörden in Deutschland und Österreich bekannt, dass die Listeriose- Erkrankungen mit Todesfolge eindeutig auf Käseprodukte des österreichischen Herstellers Prolactal zurückzuführen waren, der in Deutschland bei Lidl vertrieben wurde. Nach einer Recherche der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch lag der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES bereits am 20. Januar 2010 ein Bericht vor, der diesen Zusammenhang zweifelsfrei darstellt. Die deutschen Behörden wussten davon spätestens Anfang Februar. Erst am 16. Februar jedoch gab Lidl eine unmissverständliche Verzehrswarnung heraus. Die deutschen Behörden ihrerseits gingen zu keinem Zeitpunkt mit einer Verzehrswarnung an die Öffentlichkeit. …Weiterlesen »


Greenpeace veröffentlicht neue Bewertung von Agrargiften in Lebensmitteln

Schwarze Liste der gefährlichsten Pestizide

Hamburg

greenpeace

Greenpeace veröffentlicht heute eine Liste von 451 weltweit eingesetzten Pestiziden, die besonders gesundheits- und umweltgefährdend sind. Rund ein Drittel davon sind auch in der europäischen Lebensmittelproduktion zugelassen. Für die Studie Die schwarze Liste der Pestizide haben zwei unabhängige Experten im Auftrag der Umweltorganisation alle relevanten international eingesetzten 1150 Pflanzenschutzmittel nach ihrer Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt überprüft. Die gelisteten Agrargifte können unter anderem Krebs auslösen, die Fruchtbarkeit beeinflussen oder eine neurotoxische Wirkung haben. Greenpeace fordert, dass der Einsatz gefährlicher Pestizide weltweit beendet wird.

“In der konventionellen Landwirtschaft werden nach wie vor Chemikalien verwendet, die Menschen krank machen und die Natur zerstören können”, sagt Manfred Santen, Chemieexperte von Greenpeace. …Weiterlesen »


foodwatch bietet Mitmachtool zum Einbinden für Websites und Blogs

Mit Widgets für die Ampelkennzeichnung

Berlin

foodwatch

Weit mehr als 40.000 Verbraucher haben auf foodwatch.de bereits bei der Online- Mitmachaktion für die Nährwert- Ampel mitgemacht – jetzt können Blogger und Website- Betreiber die Aktion auch auf ihre Seite holen. Unter http://www.foodwatch.de/widgets bietet die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch Widgets in mehreren Formaten an, die wie Banner in Internetseiten eingebunden werden können. In dem Fenster können Verbraucher direkt an der foodwatch- Aktion teilnehmen. Damit unterzeichnen sie eine E- Mail an die zuständigen Politiker in Europa, in der sie die Einführung der Nährwert- Ampel für Lebensmittel fordern. …Weiterlesen »


Aigner muss Verbraucher schützen:

Verbotene Weichmacher in Vliestapeten

Frankfurt / Berlin

bund

Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen des Magazins “Ökotest”, nach denen fast alle untersuchten Vliestapeten mit gefährlichen Schadstoffen belastet sind, erklärte Patricia Cameron, Chemieexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): “Es ist inakzeptabel, dass in unseren Wohnungen, in öffentlichen Räumen und Büros Materialien eingesetzt werden, die in anderen verbrauchernahen Anwendungen aus gutem Grund verboten sind. Weichmacher können hormonelle Störungen verursachen und sogar Krebs auslösen. Deshalb müssen diese Schadstoffe aus allen uns umgebenden Produkten und Materialien verschwinden.” …Weiterlesen »


Wellnepp statt Wellness:

Wie Pfanner & Co. mit Tee- Mixgetränken in die Irre führen

Berlin

foodwatch

Die Wellness-Versprechen von Tee- Mixgetränken entpuppen sich häufig als Verbrauchertäuschung. Ein besonders irreführendes Beispiel ist “Der Gelbe Zitrone- Physalis” von Pfanner. Auf dessen Packung prangen zwei reife Physalis, ausgelobt als “süße Frucht der Verführung”. Tatsächlich ist Physalis im Getränk nicht einmal in Spuren enthalten. Der von Pfanner hervorgehobene “edle” Gelbe Tee macht nur 15 Prozent des Produkts aus, zum weitaus größeren Teil besteht es aus Kräutertee. Für Geschmack und gelbe Farbe sorgen zugesetztes Aroma und Färberdistelextrakt. …Weiterlesen »


foodwatch Holland

foodwatch kommt in die Niederlande: Büro in Amsterdam eröffnet

Berlin / Amsterdam

foodwatch

foodwatch kommt auch in die Niederlande! Nach sieben erfolgreichen Jahren in Deutschland wird die Verbraucherrechtsorganisation ab sofort auch im Nachbarland für sichere Lebensmittel kämpfen und die Werbelügen der Lebensmittelindustrie entlarven. Offizieller Startschuss war der Auftritt des niederländischen foodwatch- Direktors Bart van Opzeeland in der Verbrauchersendung “Kassa” des TV- Senders Vara am Samstagabend. In der wöchentlichen Sendung wird foodwatch regelmäßig Etikettenschwindel bei Lebensmittelprodukten aufdecken. …Weiterlesen »


BVL stellt Ergebnisse der “Nationalen Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2008″ vor

Weniger Rückstande von Pflanzenschutzmitteln gefunden

Braunschweig

bvlIn Lebensmitteln finden sich immer weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Auch die Zahl der Proben, in denen die zulässigen Höchstmengen überschritten wurden, nimmt ab. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse aus der “Nationalen Berichterstattung Pflanzen-schutzmittelrückstände 2008″, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Braunschweig veröffentlicht hat.

Im Vergleich zu 2007 registrierten die Untersuchungsbehörden der Bundesländer im Jahr 2008 eine deutliche Zunahme von Lebensmittelproben, in denen keine messbaren Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden wurden, von 38,6 auf 43,4 Prozent. In 52,9 Prozent (Vorjahr: 56,6 Prozent) der Proben wurden Rückstände unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte gemessen. …Weiterlesen »


foodwatch begrüßt Anträge im Europäischen Parlament

Europa hält sich Einführung der Ampelkennzeichnung offen

Berlin

foodwatch_logoVerbraucherrechtsorganisation foodwatch begrüßt die jüngsten Entwicklungen im Gesetzgebungsverfahren zur Lebensmittelkennzeichnung innerhalb des Europäischen Parlaments. “Alles bleibt offen – Europa hat die Türen für die Ampelkennzeichnung weit aufgestoßen”, erklärte der stellvertretende foodwatch- Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt.

Am vergangenen Mittwoch endete um 18 Uhr die Frist für Änderungsanträge im federführenden Verbraucherausschuss (ENVI) des Europäischen Parlaments. Aus den Reihen von Sozialdemokraten (S&D), Liberalen (ALDE), Grünen (Verts/ALE) und Linken (GUE/NGL) wurden gleich mehrere Anträge für die Ampelkennzeichnung gestellt: Diese sehen eine EU-weite Einführung der verbraucherfreundlichen Nährwertkennzeichnung vor oder eine Öffnungsklausel, mit der die Ampel von den Regierungen der Mitgliedsnationen auf einzelstaatlicher Ebene verbindlich eingeführt werden könnte. …Weiterlesen »


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