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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Mittwoch, 29. März 2017

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Umwelt- und Ökolabel als Orientierungshilfen für Verbraucher

Nachhaltiges Wirtschaften – 2011: Jahr des Waldes

sfcWährend in den letzten Jahren vor allem Verbraucher, Beschäftigte und Investoren dafür sorgten, dass Nachhaltiges Wirtschaften und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung sowie eine entsprechend transparente Berichterstattung darüber mehr und mehr zur zentralen Aufgabe in Unternehmen wurde, sind es andererseits vor allem noch fehlende oder ungenügende Standards und Kontrollmöglichkeiten sowie komplexe für den Laien unüberschaubare Produktionsabläufe und Zulieferbedingungen, die zur Überforderung bei der Beurteilung und Einschätzung des Wahrheitsgehaltes vieler Selbstdarstellungen der Unternehmen führen.

So manche angebliche Ökofirma entpuppt sich so durch geschicktes Greenwashing bei näherer Untersuchung eher als „Wolf im Schafspelz“. Die Folgen sind insbesondere deshalb so verheerend, da solche Praktiken die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit der Begriffe Nachhaltigkeit und CSR – Corporate Social Responsibility insgesamt in Gefahr bringen. Das Bewusstsein, etwas bewirken zu können, gerät in der Wahrnehmung der Protagonisten ins Wanken.

Deshalb ist es auch in den kommenden Jahren enorm wichtig, hier vermehrt für Entscheidungs- und Orientierungshilfen durch die Entwicklung und Verbesserung kontrollierter Standards, Produktkennzeichnungen und Informationsangebote zu sorgen. In der Wahrnehmung solcher Aufgaben sind staatliche Stellen, Journalisten, zivile Organisationen und die Unternehmen selbst gefragt.

Zu den allgemeinen Informations- und Anlaufstellen in Sachen Nachhaltigkeit gehören beispielsweise der im April 2001 von der Bundesregierung berufene Rat für Nachhaltige Entwicklung: www.nachhaltigkeitsrat.de, das Öko-Institut e.V.: www.oeko.de als eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft oder auch das Bundesumweltamt: www.umweltbundesamt.de .

Eine Liste bekannter Umwelt- und Ökolabel findet man bei: www.ecoshopper.de .

Schwierig und kompliziert zu bewerten sind vor allem Produkte, deren Herstellung und Zusammensetzung komplex sind, wie zum Beispiel Erzeugnisse der Branche Möbel /Innenausstattung. Hier hat sich jedoch erstaunlicherweise in den letzten Jahren global Einiges getan. So hat es sich der im Jahr 2006 in den USA gegründete Sustainable Furnishings Council – SFC als Non-Profit Organisation zur Aufgabe gemacht, bei Herstellern, Händlern und Konsumenten gleichermaßen das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu schärfen und potenzielle Geschäftspartner im Bereich „grüne Möbel“ zusammenzuführen. Die dazu installierte Online-Datenbank mit einfacher Navigation verweist interessierte Partner direkt an die entsprechenden SFC-Mitglieder. 400 Mitglieder, darunter beispielsweise auch fashion4home – der Online-Anbieter für Günstige Designermöbel aus Berlin, umfasst die Organisation heute – Tendenz steigend – ein Netzwerk aus mehr als 5000 Kontakten.

Doch auch hier gilt: Inwieweit die von den SFC-Mitgliedern angebotenen Produkte, wie zum Beispiel die Fashion4home Esstische wirklich ausreichende und umfangreiche Kriterien für Nachhaltiges Wirtschaftens erfüllen, bedarf genaugenommen intensiver Recherchen, gerade weil sich auch hinter Non-Profit-Organisationen Vertreter verschiedenster Lobbyorganisationen verstecken können.

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