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ETHIKER DAS ONLINEPORTAL - Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Uran im Trinkwasser

Verbraucherorganisation Foodwatch

Berlin

foodwatch

Eine aktuelle Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch macht auf die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch Uran- belastetes Trinkwasser in etlichen Teilen Deutschlands aufmerksam. Aus den mehr als 8.000 Messdaten der Behörden geht hervor, dass jeder achte amtliche Wert die Grenze von 2 Mikrogramm Uran pro Liter Leitungswasser überschreitet – dem Höchstwert, der für Mineralwasser in Flaschen gilt, wenn es als geeignet für Säuglinge bezeichnet wird. Rund 150 Trinkwasser- Messwerte lagen über dem Richtwert des Umweltbundesamtes von zehn Mikrogramm pro Liter.

Neben dem natürlichen Uran- Vorkommen im Trinkwasser gelangt das giftige Schwermetall zunehmend auch durch menschliche Aktivitäten wie Phosphatdüngung, Uran- Bergbau und Verbrennung von Treibstoffen und Kohle in die Böden und Nahrungsmittelpflanzen. Dies führt zu einer erhöhten Belastung der Nahrungskette und des Trinkwassers.

Nach Recherchen des ARD- Magazins „Report München“, dass gestern über die Foodwatch- Studie berichtete, sind die zuständigen Kommunen gar nicht oder nicht ausreichend über die Uran- Belastung des Trinkwassers informiert. Durch die Verwendung von Uranfiltern könne die Belastung auf nahezu Null gesenkt werden, so Herrmann Dieter vom Umweltbundesamt gegenüber dem ARD- Magazin. Viele Kommunen scheuen jedoch die Kosten dieser Maßnahme.

Unglaublich ist angesichts dieser Tatsachen, dass es in Deutschland keine gesicherten Uran- Grenzwerte gibt und somit die hohen Uranmengen im Trinkwasser nicht ungesetzlich sind. Die Verbraucherschützer von Foodwatch beklagen diesen fehlenden Schutz der Bürger durch die Behörden und fordern einen gesetzlichen Grenzwert für die Trinkwasserversorgung.

Eine chronische Uranvergiftung führt zu einem AIDS- ähnlichen Immundefekt oder zu Krebserkrankungen, insbesondere Leukämie. Das Uran wird in den Knochen eingelagert, die damit zum Ausgangspunkt der schwachradioaktiven Strahlung werden. Das Knochenmark- Gewebe liegt in Reichweite der alpha- Strahlen am nächsten. Dort werden Blutzellen und Immunzellen gebildet. Die Radioaktive Verstrahlung dieses Organs führt zu einer schweren Form der Blutarmut (aplastische Anämie), zu Krebserkrankungen wie Leukämie oder zum Immundefekt. Durch das angereicherte Uran werden genetische Schädigungen verursacht, die zu einer Häufung von Fehlgeburten, Totgeburten und Geburten lebensunfähiger Kinder führt.

Die Wahrscheinlichkeit solcher fataler Wirkungen auf die Gesundheit hängt dabei entscheidend von der vom Organismus aufgenommenen Uran- Menge ab, dass heißt das Risiko erhöht sich mit Dauer und Höhe der Aufnahme.

Verbraucherinnen und Verbraucher können bei ihrem zuständigen Wasserversorger Auskunft zum Uran- Messwert ihres Trinkwassers einholen.

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Webtipp: >> FOODWATCH

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