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Wahlkampf 2009: Neues Kohlekraftwerk oder Klimaschutz?

Proteste gegen Ausbau des Kohlekraftwerkes Staudinger vor dem Wiesbadener Landtag

Wiesbaden

germanwatchVor dem hessischen Landtag demonstrierten heute mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk Aktive der Bürgerinitiative ‚Stopp Staudinger‘, des BUND sowie der bundesweiten Klima-Allianz, gemeinsam gegen den von E.ON geplanten Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger. Aus dem „Kohlosaurus“ stiegen hunderte CO2- Ballons auf. Sie sollten die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisieren und auf Hessens miserable Energie- und Klimapolitik aufmerksam machen.

„Über sechs Millionen Tonnen zusätzliches CO2 pro Jahr durch den Ausbau des Kohlekraftwerkes Staudinger würden einen jährlichen weltweiten Umweltschaden hervorrufen in Höhe von mindestens 500 Mio. Euro“, so Hermann Maxeiner vom BUND. „CDU und FDP täuschen die Wähler, wenn sie in ihren Wahlprogrammen zwar Klimaschutz propagieren, andererseits aber den Ausbau des größten CO2-Emittenten Hessens unterstützen. Den Wählern sollte klar sein: Es gibt nicht die Option konsequenter Klimaschutz und gleichzeitiger Ausbau von Staudinger – Klimaschutz ist nur ohne den Ausbau von Kohlekraftwerken möglich.“

Auf Transparenten forderten die Demonstrierenden „Klimaschutz statt E.ON-Schmutz“. Anlass der Demonstration war eine Diskussion der SpitzenkandidatInnen der hessischen Parteien mit der Landespressekonferenz sowie das kürzlich begonnene Raumordnungsverfahren zum geplanten Kohlekraftwerk in Großkrotzenburg.>

Stefan Rostock von Germanwatch kritisiert: „Der Neubau von Kohlekraft in Hessen zementiert den geringen Anteil der Erneuerbaren Energien am hessischen Strommix. Der Anteil der Erneuerbaren Energien ist in Hessen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sehr niedrig, Hessen steht an 13. Stelle unter den 16 Bundesländern. Neue konventionelle Kohlekraftwerke wie Staudinger untergraben die wichtigen Klimaschutzziele, die notwendig sind, um einen unbeherrschbaren Klimawandel zu vermeiden.“

„Wir rufen die Bevölkerung auf, sich mit Einwendungen an dem Raumordnungsverfahren zu beteiligen“, so Winfried Schwab-Posselt von der Bürgerinitiative (BI) ‚Stopp Staudinger‘.

Bis zum 16. Februar haben Bürgerinnen und Bürger noch die Chance, ihre Einwendungen gegen das Raumordnungsverfahren einzureichen. Die BI Stopp Staudinger bietet hierzu auf ihrer Webseite www.stopp-staudinger.de weitere Informationen und Hilfe an.

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Die Klima-Allianz ist ein rasch wachsendes Bündnis von mittlerweile 104 Organisationen, darunter:

  • Umweltorganisationen wie BUND, DNR, DUH, Grüne Liga, NABU, Naturfreunde, WWF;
  • Entwicklungsorganisationen wie Brot für die Welt, Diakonie Katastrophen­hilfe, EED, Germanwatch, Kindernothilfe, Misereor, Oxfam;
  • Evangelische Landeskirchen wie Evangelische Kirche Anhalt, Hessen und Nassau Kurhessen-Waldeck, Thüringen, Sachsen, Westfalen und Württemberg, sowie die Vereinte Evangelische Mission;
  • Jugendorganisationen wie BUNDjugend, BDKJ, KLJB und NAJU;
  • Verbraucherschutz- und Tierschutzorganisationen wie der Bund der Energieverbraucher, der Bundesverband der Verbraucherinitiativen, der Deutsche Tierschutzbund und die Verbraucherzentrale Bundesverband;
  • weitere Vereinigungen wie der Deutsche Alpenverein, Gesellschaft für bedrohte Völker und UnternehmensGrün;
  • die Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz (KoMa).

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Webtipp: >> www.germanwatch.org

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