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Wie geht es dem Planeten Erde?

Aktuelle Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ zu Klima, Biodiversität, Ressourcenmanagement und Emissionshandel

Frankfurt am Main

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Im Jahr des Planeten Erde möchten die Vereinten Nationen den Menschen das vielfältige Wissen über unseren Planeten näher bringen. Die Goethe- Universität nimmt dieses Anliegen und die in diesen Tagen stattfindende internationale Konferenz der Vertragsstaaten des Kyoto- Protokolls im polnischen Poznan zum Anlass, ihre vielfältigen Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet zu präsentieren.

In der neuen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Fragen: Wie wird sich das Klima ändern, und welche Folgen hat das für die Gemeinschaft der Lebewesen auf der Erde? Wie lassen sich Wirtschaftswachstum und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen vereinbaren? Kann man genügend Nahrungsmittel produzieren, ohne die Artenvielfalt zu zerstören? Warum ist die Gleichberechtigung von Männern und Frauen eine wesentliche Voraussetzung, um Wohlfahrt und gesellschaftlichen Fortschritt in allen Teilen der Welt zu erreichen? Die Autoren zeigen mögliche Lösungswege auf und vermitteln Wissen, auf dessen Grundlage Gesellschaften Entscheidungen treffen und Kompromisse aushandeln können.

Die Prognosen von Klimamodellen sind unsicher, aber auch im günstigsten Fall ist es höchste Zeit zu handeln – darin sind sich der Frankfurter Meteorologe Prof. Christian Schönwiese und der Paläontologe und Senckenberg-Direktor Prof. Volker Mosbrugger einig. In einem Interview zum Klimawandel sagt Schönwiese die Häufung extremer Wetterereignisse voraus. Mosbrugger diskutiert anhand paläontologischer Erkenntnisse, wie Lebewesen im Verlauf der Erdgeschichte auf Klimaänderungen reagiert haben und was das künftig für die Artenvielfalt auf der Erde bedeuten könnte. Weitgehend unerforscht ist, wie die Vielzahl mariner Ökosysteme auf die Erwärmung und Verschmutzung durch den Menschen reagiert. Der Frankfurter Meeresbiologe Prof. Michael Türkay zeigt, dass man durch Langzeitbeobachtungen von Lebensgemeinschaften, beispielsweise in tropischen Korallenriffen, Indikator-Organismen finden kann, die schon frühzeitig vor einem Umkippen des Systems warnen.

Es braucht innovative Instrumente und Modelle, um die gravierenden Probleme der Menschheit lösen zu können, dazu gehören beispielsweise auch der virtuelle Wasserhandel und die neuen weltweit handelbaren Emissionszertifikate. Unsere Sozial- und Naturwissenschaftler suchen nicht nur im transdisziplinären Dialog nach Lösungsansätzen; sie kooperieren auch mit den politischen Akteuren auf internationaler und lokaler Ebene. Denn – wie es der Humangeograf Christian Berndt in seinem Beitrag treffend formuliert – „mit ökonomischer Internationalisierung und modellförmigen Märkten sind die neuen Realitäten nur unzureichend beschrieben; es gilt die Vielfalt der unterschiedlichen Akteure in den Blick zu nehmen“. Dem kommen die Autorinnen und Autoren in dieser Ausgabe unseres Wissenschaftsmagazins in eindrucksvoller Weise nach.

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Webtipp: >> www.uni-frankfurt.de

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