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WWF fordert von Obama klares JA zum Klimaschutz

Barack Obama – Besuch in Berlin

Berlin

Obama-in-Berlin

Der World Wide Fund For Nature (WWF) fordert Barack Obama anläßlich seines Berlin- Besuches auf, sich klar zum internationalen Klimaschutz unter dem Dach der UN zu bekennen. In den USA seien zugleich anspruchsvolle nationale Klimaschutzmaßnahmen nötig.

Die bisherigen Verlautbarungen aus dem Obama- Umkreis seien vielversprechend. Jetzt gehe es um die Beendigung der Blockadehaltung der USA und um die konstruktive Mitarbeit an einem international bindenden Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012.

Die USA schneiden in einer kürzlich vom WWF vorgestellten vergleichenden Studie zu den Klimaschutzleistungen der großen Industrieländer schlecht ab und landen auf dem letzten Platz der G8- Länder. Der CO2-Ausstoß liegt in den USA bei 24 Tonnen pro Kopf und Jahr. Das ist mehr als doppelt so hoch wie in den meisten EU-Ländern. Auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind die Erfolge eher bescheiden. Die enormen Potentiale der Energieeffizienz- Verbesserung werden in den USA bisher kaum genutzt.

„Wenn Barack Obama Präsident wird, hat er die Chance, das Feld von hinten aufzurollen“, so Regine Günther, Leiterin des Klimabereichs beim WWF Deutschland. Ziel sei es, die Emissionen in den Industrieländern bis zur Mitte des Jahrhunderts um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 zurückzufahren. Die USA müssten ihrer historischen Verantwortung gerecht werden und anspruchsvolle nationale Minderungsverpflichtungen übernehmen, ohne verbindliche Zusagen wie bisher von der Bereitschaft der Schwellenländer zu mehr Klimaschutz abhängig zu machen.

Der WWF  fordert Obama auf, im Falle seiner Wahl, den Klimaschutz zur Chefsache zu machen. Ein deutliches Signal wäre die Anwesenheit des nächsten US-Präsidenten auf den UN-Klimagipfeln in Polen im Dezember und 2009 in Dänemark. Wichtig sei überdies der Aufbau eines Emissionshandelssystems in den USA. Die Zertifikate müssten versteigert und die Einnahmen in einen internationalen Klimaschutzfonds fließen. Daraus ließen sich Anpassungsstrategien in den am schwersten vom Klimawandel betroffenen Ländern finanzieren. Außerdem könnten die Gelder genutzt werden, um die Entwaldung zu stoppen, Klima schonende Technologien weiter zu entwickeln und in Schwellen- und Entwicklungsländern zu verbreiten.

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Webtipp: >> World Wide Fund For Nature – WWF

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